Anni E. Lindner: Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan

Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan ist ein Buch der 1980 geborenen Autorin Anni E. Lindner (z.B. hier), die im Privatleben mit ihrer Familie ein, so heißt es (beispielsweise hier), 'fröhliches Nomandenleben' als Offizierin der Heilsarmee führt. Dieses christlich angehauchte, missionarische Element findet sich dann auch im vorliegenden Roman wieder, zumindest in der zweiten Hälfte der … Weiterlesen Anni E. Lindner: Die Wahrheit schmeckt nach Marzipan

Konkursbuch 56: Tod

Über den Tod zu schreiben gleicht dem Blinden, der von der Farbe redet. Niemand kann aus eigener Erfahrung vom Tod berichten, über den Tod schreiben, ihn beschreiben, darstellen, schildern. Übers Sterben, welches nicht mit dem Tod verwechselt werden darf, zu Schreiben ist im Unterschied dazu prinzipiell auch für den Betroffenen denkbar und als Begleiter eines … Weiterlesen Konkursbuch 56: Tod

Jasmin Schreiber: Marianengraben

Der Marianengraben, auch als Marianenrinne bezeichnet, ist eine Tiefseerinne (Tiefseegraben) im westlichen Pazifischen Ozean, in der mit einer Maximaltiefe von etwa 11.000 Metern unterhalb des Meeresspiegels die tiefste Stelle des Weltmeeres liegt und die ca. 2400 (2500) Kilometer lang ist. Der Wasserdruck beträgt am tiefsten Punkt circa 107 Megapascal. [Wiki] Da war die Dunkelheit, die mir so unendlich in die Magengrube schlug. Das war der Marianengraben, er … Weiterlesen Jasmin Schreiber: Marianengraben

Dorothea Mihm, Annette Bopp: Die sieben Geheimnisse guten Sterbens

Dieses Buch handelt auch von der Kraft, die das alles überspannt: der Liebe, dem Mitgefühl. Wo der Tod ein Zeichen für das Vergänglichen das Sterblich ist, steht die Liebe für den göttlichen Funken, für das Ewige, das Unzerstörbare, bleibende. Die Liebe ist die einzige Kraft, die dem Tod und der Angst überlegen ist, die unsere … Weiterlesen Dorothea Mihm, Annette Bopp: Die sieben Geheimnisse guten Sterbens

Melanie Garanin: Nils

Ich will es gleich vorweg sagen: wer ein Happy End sucht, ein Ende der Geschichte, das vielleicht zu Tränen rührt, aber einen doch glücklich zurückläßt, der ist mit dieser wunderbaren Graphic Novel falsch bedient. Tränen ja, aber kein gutes Ende. Die Grafikerin Melanie Garanin erzählt mit ihrem Mitteln die Krankengeschichte ihres jüngsten Sohnes, des vierten … Weiterlesen Melanie Garanin: Nils

Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden: Tonio

Tonio van der Heijden war noch keine zweiunddzwanzig Jahre alt, als er 2010 am frühen Pfingstsonntag nach einer mit Freunden durchfeierten Nacht mit dem Rad auf dem Nachhauseweg mit einem Auto kollidierte. Die Verletzungen waren schwerwiegend, im größten Amsterdamer Krankenhaus kämpfte man stundenlang um sein Leben - vergebens. In Anwesenheit seiner Eltern verstarb der Sohn … Weiterlesen Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden: Tonio

Roland Schulz: So sterben wir

Ob man es wirklich so genau wissen will? .... es ist schon kein einfacher Stoff, den der Reporter Roland Schulz dort zusammengetragen hat. Das Buch hat mich vom Inhalt her sehr an das schöne ältere Werk Nulands erinnert, dessen Titel ja auch ganz ähnlich ist (und das sich selbstverständlich auch in der ausführlichen Literaturliste von … Weiterlesen Roland Schulz: So sterben wir

Thomas Achenbach: Männer trauern anders

Männer sind anders und Frauen auch - dieser lockere Spruch hat ja auch irgendwo seine Berechtigung und er bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Daß sie auch in der Trauer, der Reaktion also auf eine Verlusterfahrung, anders sind, gehört dazu und ist, wenn man dies einmal durchlebt oder mit erlebt hat, nicht fremd. Thomas Achenbach [https://trauer-ist-leben.blogspot.com/p/uber-mich.html], … Weiterlesen Thomas Achenbach: Männer trauern anders

Doris Dörrie: Das blaue Kleid

Ich habe von Doris Dörrie noch nie etwas gelesen, gäbe es meinen Lesekreis nicht, wäre dies wohl auch so geblieben. Doch, wie gesagt, im Lesekreis wurde dieses schmale Bändchen vorgeschlagen  - und es hat sich gelohnt, auch wenn das Cover des Buches kaum zum Inhalt passt, die von Henri Matisse 1923 gemalte Schönheit in Hindu-Haltung … Weiterlesen Doris Dörrie: Das blaue Kleid

Daniela Berg: Begreifen, was nicht ist

Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muß man leben. Mascha Kalèko Die Autorin dieses schmalen, gut 140 Seiten umfassenden Büchleins ist studierte Theologin und arbeitet u.a. als Supervisorin für ehrenamtliche Hospizbegleiter und als Trauerrednerin [vgl. hier ihre Webpräsenz: http://www.mediavitae.de%5D. Diesen fachlichen Hintergrund merkt man diesem Buch an, … Weiterlesen Daniela Berg: Begreifen, was nicht ist

Olga Grjasowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt

Mit diesem Roman hat hat die 1984 in Baku (Aserbeidschan) geborene Autorin Olga Grjasowa [1] ein beachtliches, ein beachtetes Debüt vorgelegt. Auch wenn der Titel für sich genommen einen leicht romantischen Einschlag hat und so möglicherweise in die Irre füht, denn der Roman handelt nicht von Russen, die 'nur' indirekt eine Rolle spielen und ebenso … Weiterlesen Olga Grjasowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt

Erni Kutter: Schwester Tod

Wird ein Mensch (oder allgemein: ein Lebewesen) geboren, so ist eins absolut sicher: er/es wird wieder sterben. Geburt und Tod gehören zusammen, sind die beiden Seiten des Lebens, sind beide gleich notwendig, damit Leben überhaupt existieren kann. Seit altersher sind Geburt und Tod, geboren werden und sterben, Domänen der Frauen. Sie waren es, die die … Weiterlesen Erni Kutter: Schwester Tod

Christiane zu Salm: Weiterleben

Die Autorin dieses Buches mit Schicksalen von Menschen, die mit dem Tod geliebter Menschen weiterleben müssen, habe ich vor einiger Zeit schon mit ihrem ersten Buch Dieser Mensch war ich vorgestellt [2], in dem Menschen in der Art eines Nachrufs ihr eigenes Leben mit Höhen und Tiefen, mit dem, was es ihrer Meinung nach ausmachte, dargestellt haben. … Weiterlesen Christiane zu Salm: Weiterleben

Der Trauerknigge

Die Gewissheit des Todes wird durch die Ungewissheit seines Eintretens gemildert. Übertragen in die heutige Sprache bedeutet dieser Spruch aus dem 17. Jahrhundert so in etwa, warum sich heute schon Gedanken machen um Sachen, die noch gar nicht aktuell sind. Doch wenn sie eintreten, dieses 'Sachen', sprich: der Tod eines Menschen, dem wir nahestehen, den wir … Weiterlesen Der Trauerknigge

Max Porter: Trauer ist das Ding mit Federn

Der Mann, Dad, den wir später, an nur einer einzigen Stelle des Buches mit Namen gerufen lesen werden ist mit seinen zwei Jungs allein geblieben, die Mutter, Mum, ist gestorben. Ein Buch über Trauer also, über den unendlichen Verlust eines geliebten Menschen, über den Riss im Herzen, das Loch in der Welt, in das es … Weiterlesen Max Porter: Trauer ist das Ding mit Federn

Joan Didion: Das Jahr magischen Denkens

Ich habe vor ein paar Tagen hier im Blog schon die Blauen Stunden von Joan Didion vorgestellt [5], es hatte sich bei mir einfach so ergeben, daß dieser Roman als erster eintraf und so las ich ihn auch als ersten. Es ist aber empfehlenswert, das hat sich nach dem "... magischen Denken" gezeigt, die beiden … Weiterlesen Joan Didion: Das Jahr magischen Denkens

Joan Didion: Blaue Stunden

Ich habe bei den beiden Büchern der amerikanischen Essayisten, Schriftstellerin und Intellektuellen Joan Didion, nämlich: Das Jahr magischen Denkens und Blaue Stunden die falsche Reihenfolge gewählt, die Chronologie des Lebens damit nicht eingehalten. Joan Didion [1] hat den ersten Titel  nach dem Tod ihres Mannes 2003, des Drehbuchautoren John Gregory Dunne, geschrieben. Nur zwei Jahre später verstarb auch ihre … Weiterlesen Joan Didion: Blaue Stunden

Ulrich Völkel: Das ferne Grab

Der Eckhaus-Verlag aus Weimar [1] ist ein noch junges Unternehmen, eine Verlagsgründung in den Zeiten, in denen das e-Book den Markt durcheinanderwirbelt - eine mutige Entscheidung und der Ehrgeiz, ein angesehener deutscher Verlag zu werden: ein löbliches Vorhaben. Thema des Verlages ist das Wahren der Erinnerung, denn geht die Erinnerung verloren, kann Zukunft nicht gestaltet werden. … Weiterlesen Ulrich Völkel: Das ferne Grab

Jean-Paul Dubois: Der Fall Sneijder

Der deutsche Titel "Der Fall Sneijder" des Romans des französischen Schriftstellers Dubois [1], der schon 2011 in Frankreich erschienen ist, ist in Bezug auf seinen Protagonisten vieldeutig. Paul Sneijder ist ein Gefallener in vielerlei Hinsicht, ein Gefallener so wie ein Gefällter, mit einem Gedächtnis, das nicht vergisst, mit einem tragischen Schicksal, das biblisch zu nennen man neigen könnte. … Weiterlesen Jean-Paul Dubois: Der Fall Sneijder

Lukas Bärfuss: Koala

"Der aufregendste schweizerische Autor, Lukas Bärfuss, hat ein grandios-großartiges Buch vorgelegt, Koala, ein Ereignis, auf das das Warten sich gelohnt hat.  Das Warten auf dieses tief bewegende Buch, einer sprachlichen Meisterleistung, kühn und komplex, einem der schönsten Bücher, die seit langem zu lesen waren." (Zusammenfassung der Kritikeräußerungen von Richard Kämmerlings, Christine Lötscher, Stefan Zweifel und … Weiterlesen Lukas Bärfuss: Koala