Jalid Sehouli: Von der Kunst, schlechte Nachrichten gut zu überbringen

Ich habe  auf Instragram ein Bild zu diesem Buch gepostet, das geht eigentlich gar nicht: neben dem Buch liegt ein Telefon [https://www.instagram.com/p/ByNkE7uCGt2/?utm_source=ig_web_copy_link]. Und per Telefon sollten schlechte Nachrichten prinzipiell nicht überbracht werden, man weiß nie, was am anderen Ende der Leitung geschehen wird oder geschieht. Aber dieser Aspekt spielt in den Ausführungen von Jalid Sehouli … Weiterlesen Jalid Sehouli: Von der Kunst, schlechte Nachrichten gut zu überbringen

Eric Wrede: The End

Der Weg des Autoren Eric Wredes, Bestatter zu werden, war nicht unbedingt vorgezeichnet. Im "ersten Leben" arbeitete er in der Musikindustrie als Manager, in einer der "was-mach-ich-hier-eigentlich"-Sinnkrisen, die ihn immer mal wieder packten, hörte er zufällig einen Radiobeitrag des bekannten Bestatters Fritz Roth, der ihm einen Aha-Moment bescherte und aus dieser Krisen erlöste: Wredes Beschluss, … Weiterlesen Eric Wrede: The End

Hilde Schmölzer: A schöne Leich

Hilde Schmölzer ist hier auf dem Blog schon vertreten, mit ihrem Buch zur Pest in Wien [https://radiergummi.wordpress.com/2015/11/19/hilde-schmoelzer-die-pest-in-wien/], als Autorin widmet sie sich nicht nur diesen Wiener Themen, ein anderer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Themen zur Frauenemanzipation [http://www.hilde-schmoelzer.com]. Hier aber führt sie uns nach Wien, nach dessen dunkler Seite, die der Maler Kurt Regschek in seinem … Weiterlesen Hilde Schmölzer: A schöne Leich

Thomas Achenbach: Männer trauern anders

Männer sind anders und Frauen auch - dieser lockere Spruch hat ja auch irgendwo seine Berechtigung und er bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Daß sie auch in der Trauer, der Reaktion also auf eine Verlusterfahrung, anders sind, gehört dazu und ist, wenn man dies einmal durchlebt oder mit erlebt hat, nicht fremd. Thomas Achenbach [https://trauer-ist-leben.blogspot.com/p/uber-mich.html], … Weiterlesen Thomas Achenbach: Männer trauern anders

Doris Dörrie: Das blaue Kleid

Ich habe von Doris Dörrie noch nie etwas gelesen, gäbe es meinen Lesekreis nicht, wäre dies wohl auch so geblieben. Doch, wie gesagt, im Lesekreis wurde dieses schmale Bändchen vorgeschlagen  - und es hat sich gelohnt, auch wenn das Cover des Buches kaum zum Inhalt passt, die von Henri Matisse 1923 gemalte Schönheit in Hindu-Haltung … Weiterlesen Doris Dörrie: Das blaue Kleid

Connie Palmen: Die Sünde der Frau

Die niederländische Schriftstellerin Connie Palmen ist auf meinem Blog keine Unbekannte. Mit  I. M., Ischa Meijer, In Margine, In Memoriam und dem Logbuch eines unbarmherzigen Jahres hat sie zwei autobiographische Werke vorgelegt, in denen sie ihre selbst durchlittenen existentielle Verluste jeweils eines geliebten Mannes schildert, in Du sagst es stellt sie in einem biographischen Roman das Leben des Ehepaares … Weiterlesen Connie Palmen: Die Sünde der Frau

Anne Cuneo: Eine Messerspitze Blau

Zu diesem Titel der mir bis dahin unbekannten schweizerischen Autorin Anne Cuneo (1936 - 2015) bin ich durch einen Zufall gekommen: in dem hier im Blog von mir kürzlich vorgestellten Erzählband Geburtstag (Rafik Schami (Hrsg): https://radiergummi.wordpress.com/2018/05/21/rafik-schami-hrsg-geburtstag/) gibt es eine Geschichte, in der eine Frau gerade diesen Titel Eine Messerspitze Blau liest. ... und da dachte ich … Weiterlesen Anne Cuneo: Eine Messerspitze Blau

Über den Tod

Verachte nicht den Tod, sondern habe dein Wohlgefallen an ihm, in der Überzeugung, daß auch er zu den Dingen gehört, die die Natur will. (Marc Aurel: Selbstbetrachtungen) Tod und Liebe, Liebe und Tod: ich denke, man kann mit Fug und Recht behaupten, ein Großteil der Literatur, sei es Prosa oder Lyrik, befasst sich in der … Weiterlesen Über den Tod

Dan Marshall: Meine scheißkranke Familie

Nachdem ich meinen eigener Lesekreis an altersbedingtem Teilnehmerausscheiden schliessen musste, bin ich Mitglied in einem anderen Lesekreis geworden. Dort, so habe ich seinerzeit zu meinem Erstaunen gehört, werden keine Biographien gelesen, was ich damals nicht so richtig verstand. Nachdem ich jedoch dieses Buch von Dan Marshall, das ja eine verdammt wahre Geschichte erzählt, gelesen habe, … Weiterlesen Dan Marshall: Meine scheißkranke Familie

Daniela Berg: Begreifen, was nicht ist

Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muß man leben. Mascha Kalèko Die Autorin dieses schmalen, gut 140 Seiten umfassenden Büchleins ist studierte Theologin und arbeitet u.a. als Supervisorin für ehrenamtliche Hospizbegleiter und als Trauerrednerin [vgl. hier ihre Webpräsenz: http://www.mediavitae.de%5D. Diesen fachlichen Hintergrund merkt man diesem Buch an, … Weiterlesen Daniela Berg: Begreifen, was nicht ist

Charlotte Link: Sechs Jahre

Die Schriftstellerin Charlotte Link wird von ihrem Verlag als erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart beworben, ihre psychologischen Spannungsromane sind auch international erfolgreich [1]. Dieses Buch hier ist jedoch etwas völlig anderes, es ist ein sehr persönliches Buch, das Verfassen dieses Textes gehört, so Link, zu den Aufräumarbeiten nach einem unsagbar schweren Verlust, stellt ein Stück … Weiterlesen Charlotte Link: Sechs Jahre

Klaus Schäfer: Vom Koma zum Hirntod

Der Autor dieses Fachbuches, Klaus Schäfer, hat einen bemerkenswerten Lebenslauf. Nach zwölf Jahren Bundeswehr studierte der 1959 Geborene katholische Theologie, trat dem Orden der Pallottiner bei und arbeitete von 1999 - 2014 als Klinikseelsorger, eine Tätigkeit, die er - nach einem lesenswerten Bericht über ihn in der Stuttgarter Zeitung - Ende des Jahres wieder aufnehmen … Weiterlesen Klaus Schäfer: Vom Koma zum Hirntod

Sven Gottschling/Lars Amend: Leben bis zuletzt

Offensichtlich gehört es zum guten Ton bei Titeln aus diesem - zugegebenermaßen - schwierigen Themenbereich, darauf hinzuweisen, daß das Thema 'Sterben' bzw. 'Tod' gesellschaftlich tabuisiert ist und verdrängt wird. Sowohl der Autor Gottschling als auch seine Vorwortverfasserin Käßmann folgen dieser Tradition, deren Aussage mich persönlich in ihrer Absolutheit nicht mehr so recht überzeugen will. Schau … Weiterlesen Sven Gottschling/Lars Amend: Leben bis zuletzt

Susann Pásztor: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Susann Pásztors [1] neuer Roman um den ehrenamtlichen Hospizbegleiter Fred Wiener, der die ca. sechzigjährige krebskranke Karla Jenner-García auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten will, interessierte mich natürlich auch schon deswegen sehr, weil ich selbst ehrenamtlicher Hospizbegleiter bin. So kommt mir die den Roman eröffnende Eingangssituation - der Protagonist steht unsicher und nervös vor dem Haus seiner … Weiterlesen Susann Pásztor: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Erni Kutter: Schwester Tod

Wird ein Mensch (oder allgemein: ein Lebewesen) geboren, so ist eins absolut sicher: er/es wird wieder sterben. Geburt und Tod gehören zusammen, sind die beiden Seiten des Lebens, sind beide gleich notwendig, damit Leben überhaupt existieren kann. Seit altersher sind Geburt und Tod, geboren werden und sterben, Domänen der Frauen. Sie waren es, die die … Weiterlesen Erni Kutter: Schwester Tod

Diana Hillebrand: Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse

Hannah ist ein aufgewecktes, selbstbewusstes Mädchen von zehn Jahren. Sie liebt Worte wie 'Hannah', 'Uhu', 'Reittier' oder 'Retter Lego Vogel'. Palindrome nennt man solche Worte (oder Zahlen) und das Wort 'tot' gehört dazu und es gefällt Hannah sehr gut, weil es auch so schön aussieht: die zwei Kreuze am Anfang und am Ende und das … Weiterlesen Diana Hillebrand: Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse

Christiane zu Salm: Weiterleben

Die Autorin dieses Buches mit Schicksalen von Menschen, die mit dem Tod geliebter Menschen weiterleben müssen, habe ich vor einiger Zeit schon mit ihrem ersten Buch Dieser Mensch war ich vorgestellt [2], in dem Menschen in der Art eines Nachrufs ihr eigenes Leben mit Höhen und Tiefen, mit dem, was es ihrer Meinung nach ausmachte, dargestellt haben. … Weiterlesen Christiane zu Salm: Weiterleben

Der Trauerknigge

Die Gewissheit des Todes wird durch die Ungewissheit seines Eintretens gemildert. Übertragen in die heutige Sprache bedeutet dieser Spruch aus dem 17. Jahrhundert so in etwa, warum sich heute schon Gedanken machen um Sachen, die noch gar nicht aktuell sind. Doch wenn sie eintreten, dieses 'Sachen', sprich: der Tod eines Menschen, dem wir nahestehen, den wir … Weiterlesen Der Trauerknigge

Angela Hasse: Neun Frauen und Ich

Der Brustkrebs (das Mammakarzinom) ist die häufigste Krebsart bei Frauen, in Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ca. 75.000 Frauen im Jahr neu an dieser Krankheit [2]. Der Oktober, der jetzt dem Ende zugeht, wurde 1985 von der American Cancer Society zum Internationalen Brustkrebsmonat erklärt, um dieses Thema der Öffentlichkeit verstärkt ins Bewusstsein zu rücken … Weiterlesen Angela Hasse: Neun Frauen und Ich

Annelie Keil, Henning Scherf: Das letzte Tabu

Annelie Keil und Henning Scherf haben mit Das letzte Tabu ein am Biographischen festgemachtes Buch über das Thema: 'Altern, Sterben und Tod' geschrieben. Henning Scherf ist (zumindest war dies bei mir der Fall) wohl bekannter als seine Mitautorin, er ist ehemaliger Bürgermeister der Hansestadt Bremen, lebt seit einigen Jahren mit seiner Frau und Freunden in … Weiterlesen Annelie Keil, Henning Scherf: Das letzte Tabu