Franz Kafka: Der Prozess

Josef K., Prokurist einer größeren Bank, ein Dienstzimmer mit großer Fensterfront, beruflich aufstrebend, privat der Weiblichkeit durchaus zugetan, zur Miete in einer Pension wohnend, erwartet des Morgens im Bette liegend die Bereitung des Frühstücks, doch er muss an dessen statt mit zwei Herren vorlieb nehmen. Diese verkünden ihm, er sei verhaftet, könne und solle aber … Weiterlesen Franz Kafka: Der Prozess

Gisa Klönne: nacht ohne schatten

Ich habe mich, da mir die beiden ersten Bücher von Klönne ("Unter dem Eis" und "Der Wald ist Schweigen" so gut gefallen hatten, auf die TB-Ausgabe (man hat ja schließlich doch nur ein begrenzt großes Bücherbudget...) von "Nacht ohne Schatten" gefreut. So, und was schreib ich jetzt? Bei den Leserkritiken bei amazon kommt das Buch … Weiterlesen Gisa Klönne: nacht ohne schatten

Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen

Nun also das zweite Buch von Glattauer über Emmi und Leo, nachdem sich, das erste: "Gut gegen Nordwind" ja offensichtlich sehr gut verkauft hat. Die Besprechungen waren zumeist positiv, meine eigene [1] eingeschlossen, es gab aber durchaus auch Stimmen, die dem Buch Seichte, Oberflächlichkeit und Nichtigkeit des Themas attestierten. Das waren dann aber wohl eher … Weiterlesen Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen

Anna Jansson: Schwarze Schmetterlinge

Dieser Krimi enthält viel, die Suche nach einem Mörder und Brandstifter, die Darstellung des Liebeslebens von Per Arvidsson (ein Polizist, aus dessen Sicht der Krimi erzählt wird), dessen Beziehungen aber von Tragik und Unglück bestimmt sind und nicht zuletzt eine verschlungene und unglückliche Familiengeschichte, die auf das engste mit der Kriminalhandlung verwoben ist. Anfänglich war … Weiterlesen Anna Jansson: Schwarze Schmetterlinge

Françoise Dorner: Die letzte Liebe des Monsieur Armand

Monsieur Armand ist ein alter, pensionierter, verbitterter Witwer, dem die Lebenslust abhanden gekommen ist. Er schleppt sich durch seine freudlosen Tage, hält sich mit einem streng ritualisierten Tagesablauf aufrecht. Seit seine Frau verstorben ist, vereinsamt er zusehends, seine Kinder, mit denen er sich entfremdet hat, wohnen weit weg von ihm, zu seinen alten Schülern hat … Weiterlesen Françoise Dorner: Die letzte Liebe des Monsieur Armand

Jessica Durlacher: Emoticon

Das Buch beschreibt die Geschichte einiger Menschen, die durch ein Schicksal verwoben sind und die in einer Tragödie mündet. Schauplätze sind die Niederlande und Israel bzw. Palästina, dieser ewige Streitherd im Nahen Osten. Aufgebaut ist das Buch ähnlich einem Tagebuch mit Rückblenden in die Geschichte der Personen. Es wird die Geschichte erzählt von Aischa, der … Weiterlesen Jessica Durlacher: Emoticon

Bruce Chatwin: Traumpfade

Das Buch steht schon eine ganze Weile bei mir im Regal, immerhin solange, daß diese Covergestaltung im Internet nicht mehr zu finden ist. Jahre also, in denen es auf´s Lesen wartete.... Bruce Chatwin war ein Reisender, einer, der es an einem Ort nie lange aushielt. Seine Reiseeindrücke verarbeitete er in verschiedenen Büchern, "Traumpfade" [1] ("Songlines") … Weiterlesen Bruce Chatwin: Traumpfade

Doris Lessing: Das fünfte Kind

Harriet und David sind berufstätig und lernen sich auf einer Betriebsfeier kennen und lieben. Beide nehmen in ihrer alten Umwelt aufgrund ihrer etwas "konventionellen" Ansichten eine kleine Aussenseiterrolle ein. Sie erkennen aber in sich jeweils den Menschen, den sie zum Glücklichsein brauchen. Sie heiraten und kaufen ausserhalb Londons ein viel zu großes Haus, das sie … Weiterlesen Doris Lessing: Das fünfte Kind

Steven Galloway: Der Cellist von Sarajevo

Die Stadt Sarajevo [1], Austragungsort der olympischen Winterspiele von 1984, wurde beginnend vom 5. April 1992 bis zum 29. Februar 1996 für insgesamt 1425 Tage von der bosnisch-serbischen Armee belagert und beschossen [2, 6]. In diesem Zeitraum wurden ca. 470.000 Granateinschläge verzeichnet. Am 27. Mai 1992, also noch recht früh gemessen am Zeitraum der Belagerung, … Weiterlesen Steven Galloway: Der Cellist von Sarajevo

Richard Brautigan: Träume von Babylon

In den 80er Jahren erschien bei Eichborn in Frankfurt von Brautigan eine Werksausgabe in einzelnen Bänden, von denen mir beim Durchstreifen der hinteren Bretter meines Regals einige wieder mal in die Hände gefallen sind. Es sind einfach schöne Bücher, ein an Bütten erinnerndes Einbandpapier mit farbkräftigen Bildern, sie liegen gut in der Hand und erfreuen … Weiterlesen Richard Brautigan: Träume von Babylon

Stanisław Lem: Solaris

Im Zusammenhang mit Sanchez Pinols Buch "Rausch der Stille" hat Eva eingeworfen, daß (nicht nur) ihr eine gewisse Analogie auffiel zum Lem-Klassiker "Solaris". Also habe ich mir diesen Roman besorgt und am Wochenende gelesen. Die Solaris ist ein Planet in einem Doppelsternsystem, ihre Oberfläche ist fast zur Gänze von einem galertartigen Ozean bedeckt. Ein ganzer … Weiterlesen Stanisław Lem: Solaris

Richard Ford: Wild leben

Der 16jährige Joe erzählt die Geschichte seiner Eltern, die während weniger Tage in Great Falls, Montana, sich ereignete. Er war mit ihnen von Idaho dorthin gezogen, da ein kleiner Ölboom dem Vater als Möglichkeit erschien, sein Glück zu machen. Sein Vater Jerry ist Golfer, zu schlecht, um in der Profiliga mitzuspielen, aber ausreichend gut genug, … Weiterlesen Richard Ford: Wild leben

Almudena Grandes: Lulú. Die Geschichte einer Frau

Nach Francos Tod 1975 entwickelte sich die Gesellschaft in Spanien neu, sowohl, was die politische Landschaft anging also auch die kulturelle Vielfalt, die sich nach der Ära der Diktatur immer freier entwickeln konnte. Andeutungsweise gibt der Roman von Grandes diesen Umbruch wieder, denn die Ich-Erzählerin Lulú erlebt ihre Kindheit noch unter Franco und den Repressalien … Weiterlesen Almudena Grandes: Lulú. Die Geschichte einer Frau

Graham Greene: Der dritte Mann

In der Grabbelkiste gefunden, ein paar Meter vor dem Wartezimmer, in das ich mich gleich setzen würde. Vom Umfang her nicht so stark, vom Titel her bekannt, vom Preis her tragbar... also gab es keinen Grund, das Büchlein nicht mitzunehmen.... "Der dritte Mann" [1] wurde 1949 mit Orson Welles, Joseph Cotten und Alida Valli in … Weiterlesen Graham Greene: Der dritte Mann

Jacques Berndorf: Mond über der Eifel

In der Eifel, dieser beschaulichen, etwas rauen, westlichsten der deutschen Landschaften, spielen die Krimis von Berndorf, die dieser seit 1989 dort ansiedelt, als (glaubt man dem Buchcover: "...beste Serie im zeitgenössischen deutschen Kriminalroman (FAZ)" Ich jedenfalls bekam diesen Band geschenkt und für mich war es der erste dieser Eifel-Krimis von Berndorf. Ich habe eine zeitlang … Weiterlesen Jacques Berndorf: Mond über der Eifel

Hong Ying: Die chinesische Geliebte

1935, am Vorabend des Zweiten Weltkrieges. In England wächst Julian Bell, der Neffe von Virginia Woolf im Umkreis der Bloomsbury-Gruppe um die beiden Schwestern Vanessa und Virginia auf, in einem aufgeschlossenen, kritischen Künsterkreis mit einer der herrschenden Moral recht konträren liberalen Grundeinstellung. Er sieht gut aus, hat viele Frauenbekanntschaften, ohne sich jedoch zu verlieben, orientiert … Weiterlesen Hong Ying: Die chinesische Geliebte

Fred Vargas: Die dritte Jungfrau

Das Buch von Vargas hat mehrere Handlungsstränge, die im Lauf der Geschichte zusammengeführt werden. Es sind vor allem zu nennen die beiden toten Pariser (ich weiß, ich weiß...), die mit Erde unter den Fingernägeln gefunden werden und daher die Frage aufwerfen, wo sie nach was gegraben haben. In der Provinz stößt die Hauptfigur, Kommissar Adamsberg, … Weiterlesen Fred Vargas: Die dritte Jungfrau

Rafael Seligmann: Die Kohle-Saga

Als am Rand des Ruhrgebiets gebürtig war Kohlenstaub und Russ steter Begleiter meiner Kindheit, bin ich auf Kohlenhalden herumgeklettert und -gerutscht, kenn ich die kleinen Bergarbeitersiedlungen mit den Taubenschlägen und eventuell dem Koben für ein, zwei Schweine.. die Kohlelok, die die Schienen entlangschnaufte und der wir immer Steine auf die Gleise legten und voller Bewunderung … Weiterlesen Rafael Seligmann: Die Kohle-Saga

Henry Miller: Stille Tage in Clichy

Das 1940 geschriebene und später überarbeitete Büchlein von Miller ist über weite Teile ein Schätzchen. Er spielt im Paris der 30er Jahre, die beiden Hauptpersonen sind die Amerikaner Joey und Carl, die beide schreiben (wobei Carl noch einen Job hat). Das Geld ist meist so knapp wie der Kühlschrank leer, aber der Lebensfreude der beiden … Weiterlesen Henry Miller: Stille Tage in Clichy

Philippe Djian: Schwarze Tage, weiße Nächte

Djian ist mir mal von einem (Blog)Freund empfohlen worden, vor geraumer Zeit.. seit diesen Tagen steht das Buch im Regal, ich hatte angefangen und schnell wieder aufgehört. Vielleicht geht es nicht nur mir so, mit französischen Autoren (genauso wie mit Filmen) habe ich meine Probleme, ich bekomme nur schwer Zugang, verstehe die Bilder nicht, all … Weiterlesen Philippe Djian: Schwarze Tage, weiße Nächte