Daniela Berg: Begreifen, was nicht ist

Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muß man leben. Mascha Kalèko Die Autorin dieses schmalen, gut 140 Seiten umfassenden Büchleins ist studierte Theologin und arbeitet u.a. als Supervisorin für ehrenamtliche Hospizbegleiter und als Trauerrednerin [vgl. hier ihre Webpräsenz: http://www.mediavitae.de%5D. Diesen fachlichen Hintergrund merkt man diesem Buch an, … Weiterlesen Daniela Berg: Begreifen, was nicht ist

Erni Kutter: Schwester Tod

Wird ein Mensch (oder allgemein: ein Lebewesen) geboren, so ist eins absolut sicher: er/es wird wieder sterben. Geburt und Tod gehören zusammen, sind die beiden Seiten des Lebens, sind beide gleich notwendig, damit Leben überhaupt existieren kann. Seit altersher sind Geburt und Tod, geboren werden und sterben, Domänen der Frauen. Sie waren es, die die … Weiterlesen Erni Kutter: Schwester Tod

Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht

Je ne sais pas qui vous êtes et je ne veux pas le savoir, vous êtes des âmes mortes. [2] Hélène Leiris besuchte am Abend des 13. November 2015 ein Konzert im Pariser Club Bataclan, ihr Mann, Antoine, war zu Hause geblieben, um auf den siebzehn Monate alten Sohn Melvil aufzupassen. Er las, um sich … Weiterlesen Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht

Max Porter: Trauer ist das Ding mit Federn

Der Mann, Dad, den wir später, an nur einer einzigen Stelle des Buches mit Namen gerufen lesen werden ist mit seinen zwei Jungs allein geblieben, die Mutter, Mum, ist gestorben. Ein Buch über Trauer also, über den unendlichen Verlust eines geliebten Menschen, über den Riss im Herzen, das Loch in der Welt, in das es … Weiterlesen Max Porter: Trauer ist das Ding mit Federn

Julian Barnes: Lebensstufen

Lebensstufen von Julian Barnes [1] ist als Buch nicht umfangreich, aber voller Gedanken, die des Lesens lohnen. Der Fesselballon, der auf dem Cover luftig in den blauen Himmel steigt, täuscht ein wenig: auch wenn das Buch unterhaltend beginnt, ist es ein sehr ernstes, nachdenkliches Werk. In drei Abschnitte hat Barnes diesen Text gegliedert, die sich einem … Weiterlesen Julian Barnes: Lebensstufen

Joan Didion: Das Jahr magischen Denkens

Hinweis: Diese Besprechung gibt es auch als podcast: https://app.box.com/ Ich habe vor ein paar Tagen hier im Blog schon die Blauen Stunden von Joan Didion vorgestellt [5], es hatte sich bei mir einfach so ergeben, daß dieser Roman als erster eintraf und so las ich ihn auch als ersten. Es ist aber empfehlenswert, das hat … Weiterlesen Joan Didion: Das Jahr magischen Denkens

Joan Didion: Blaue Stunden

Ich habe bei den beiden Büchern der amerikanischen Essayisten, Schriftstellerin und Intellektuellen Joan Didion, nämlich: Das Jahr magischen Denkens und Blaue Stunden die falsche Reihenfolge gewählt, die Chronologie des Lebens damit nicht eingehalten. Joan Didion [1] hat den ersten Titel  nach dem Tod ihres Mannes 2003, des Drehbuchautoren John Gregory Dunne, geschrieben. Nur zwei Jahre später verstarb auch ihre … Weiterlesen Joan Didion: Blaue Stunden

Dona Kujacinski: Unser Kind ist tot

Der Tod eines geliebten Menschen ist mit die größte Verlusterfahrung, die man erleiden kann, mithin kann auch die damit einhergehende Trauer und Trauererfahrung extrem sein. Da der Tod aber zum Leben gehört, solche Trauer also praktisch jedem im Laufe seines Lebens widerfährt, hat der Mensch Mechanismen entwickelt, diese Trauer zu überwinden und die Verlusterfahrung, seien … Weiterlesen Dona Kujacinski: Unser Kind ist tot

Barbara Pachl-Eberhart: Vier minus drei

Barbara Pachl-Eberhart lebt in Österreich. Sie war Anfang 30, arbeitete ebenso wie ihr Mann "Heli" als Clown, ging in ein Krankenhaus auf die Kinderstation, um die kleinen Patienten dort ein wenig aufzumuntern [2]. Am 20. März 2008, Gründonnerstag, musste Barbara Pachl-Eberhart wegen eines Termines früh los, sie verabschiedete sich noch intensiv von ihren Kindern. Am … Weiterlesen Barbara Pachl-Eberhart: Vier minus drei

andrea riedinger: meine trauer traut sich was!

Die Autorin Andrea Riedinger [1] ist eine junge Frau, Jahrgang 1974, sie arbeitet als Medizinjournalistin, ist alleinerziehende Mutter und seit mehreren Jahren verwitwet. Ihr Mann Andreas starb im Alter von 35 Jahren an einem Hirntumor, zu dieser Zeit war die Tochter Svenja zwei Jahre alt. Die Krankengeschichte ihres Mannes zog sich über zehn Monate hin, … Weiterlesen andrea riedinger: meine trauer traut sich was!

Lukas Bärfuss: Koala

"Der aufregendste schweizerische Autor, Lukas Bärfuss, hat ein grandios-großartiges Buch vorgelegt, Koala, ein Ereignis, auf das das Warten sich gelohnt hat.  Das Warten auf dieses tief bewegende Buch, einer sprachlichen Meisterleistung, kühn und komplex, einem der schönsten Bücher, die seit langem zu lesen waren." (Zusammenfassung der Kritikeräußerungen von Richard Kämmerlings, Christine Lötscher, Stefan Zweifel und … Weiterlesen Lukas Bärfuss: Koala

Regine Schneider: Paul ist tot

Paul ist tot kommt knallig-bunt daher mit cooler Sonnenbrille, der Untertitel Witwengeschichten läßt damit eine Assoziation aufkommen, die in die Irre führt. Keineswegs sind es erbauliche, lustige Geschichten für unterhaltsame Stunden, vielmehr widmet sich Schneider dem Schicksal von Witwen, die - so ihre These - im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent sind. Nach der Beerdigung des Mannes verliert … Weiterlesen Regine Schneider: Paul ist tot

David Grossman: Aus der Zeit fallen

Neschúmme nannten sie ihn, denn er war durch und durch neschamá, eine Seele. [1] Eine Besprechung von Grossmans "Aus der Zeit fallen" ist ein schwieriges Unterfangen. Dieses Buch ist der Versuch eines Vaters, den nicht enden wollenden Verlust seines Kindes zu artikulieren, es ist insofern selbst aus der Zeit gefallen, in dem Sinne, daß diese … Weiterlesen David Grossman: Aus der Zeit fallen

Wolfgang Hermann: Abschied ohne Ende

Der Ich-Erzähler hat eine gescheiterte Ehe hinter sich mit Anna, der Jugendliebe, der immer noch großen Liebe seines Lebens. Schüler noch waren sie gewesen als ein Kind kam, damals schon mit Augen, so schien es ihm, die die Weisheit der Welt in sich bargen. Sie waren zu jung, er konnte ihr die Sicherheit, die sie … Weiterlesen Wolfgang Hermann: Abschied ohne Ende

Markus Pletz: Wege der Trauer

Ich weiß garnicht mehr, wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Aber es ist auch egal, ich bin froh, daß ich es besitze. Es ist ein sehr ruhiges, einfühlsames Buch mit intensiven Bilder von Menschen, die ihren Partner verloren haben und lernen mussten/müssen, mit dem Verlust, mit der Trauer, mit diesem Schmerz zu leben. Markus … Weiterlesen Markus Pletz: Wege der Trauer

Hans-Arved Willberg, Cornelia Gorenflo: Den Weg der Trauer gehen

Der Ratgeber von Willberg und Gorenflo gliedert sich in drei Teile: Im "Teil I: Den Trauerweg verstehen" werden Charakteristika, Eigenschaften und Verlauf von Trauerprozessen erläutert. Es wird kurz auf Phasenmodelle eingegangen, die aber nicht als absolut gesehen werden, sondern nur helfen, das Geschehen grob zu kategorisieren und damit greifbar zu machen. Jeder Mensch trauert anders, … Weiterlesen Hans-Arved Willberg, Cornelia Gorenflo: Den Weg der Trauer gehen