Sasha Marianna Salzmann: Außer sich

Außer sich sein: höchst aufgeregt, fassungslos, von Sinnen sein, ganz aus dem Häuschen sein, toben, rasen, wutschnauben, überkochen, ausbrechen - so kann man Synonyma nachlesen... aber auch vor Freude läßt es sich 'außer sich' sein. Außer sich selbst betrachtet sie noch.... und dann läßt sich mit ein wenig Fantasie auch noch das 'Außer' in Außer sich als … Weiterlesen Sasha Marianna Salzmann: Außer sich

Moyshe Kulbak: Montag

Der russisch/litauisch-jiddische Autor Moyshe Kulbak (Vilnius 1896 - Sibirien 1940) ist für mich kein ganz unbekannter. In der wunderbaren Anthologie Federmenschen (herausgegeben von Andrej Jendrusch [2]) ist er mit einer unendlich traurigen Geschichte vertreten. Es ist die Geschichte von Munje, dem Vogelhändler, der keine Beine hat. Aber trotzdem eine Frau findet, die ihn heiratet. Doch … Weiterlesen Moyshe Kulbak: Montag

Irène Nèmirovsky: Herbstfliegen

Irène Némirovsky war Kind gutsituierter Juden in Kiew, wo sie 1903 geboren wurde. Sie, die zu Hause ungeliebt und vernachlässigt wurde, begann früh zu schreiben, in die Welt der Gedanken und Worte zu wechseln. In der russischen Oktoberrevolution 1918 nutzte die Familie die Gelegenheit zur Flucht, vorerst nach Finnland, später dann ließen sie sich in … Weiterlesen Irène Nèmirovsky: Herbstfliegen

Swetlana Alexijewitsch: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Die Autorin dieses 2015 bei Suhrkamp erschienen Buches, Swetlana Alexijewitsch, wird dort noch als mehrfache Preisträgerin u.a.. des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2013, vorgestellt. Mittlerweile haben sich die Ehrungen vermehrt um die angesehenste im Reich der Buchstaben, i.e. den Nobelpreis für Literatur 2015 [2]. Herzlichen Glückwunsch! Swetlana Alexijewitsch wurde 1948, wenige Jahre nach Kriegsende also, … Weiterlesen Swetlana Alexijewitsch: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Alexander Solschenizyn: Krebsstation

Die "Krebsstation" Alexander Solschenizyns ist ein monumentaler Roman, nicht nur seines Umfangs wegen, sondern auch der Breite und Intensität wegen, mit der die Menschen beschrieben werden, die unter einem totalitären Staat leben müssen. Wir werden vom Autor in eine Sowjetunion versetzt, die gerade im Umbruch ist. Die Handlung spielt fast genau zwei Jahre nach Stalins … Weiterlesen Alexander Solschenizyn: Krebsstation

Alexander Weißberg-Cybulski: Hexensabbat

Da fällt einem beim Umsortieren und Bereinigen der Regale ein Buch in die Hand, das sicherlich schon Jahrzehnte unbehelligt dort wohnt, man schlägt es auf und ehe man sich´s versieht, sind die ersten -zig Seiten gelesen - man hatte es nicht vor. So ist es mir mit diesem Bericht gegangen, der in die Sowjetunion kurz … Weiterlesen Alexander Weißberg-Cybulski: Hexensabbat

Isaak Babel: Erste Hilfe

"Die Klarheit und Kraft der Sprache", so pflegt er zu sagen, "besteht nicht darin, daß man zu einem Satz nichts mehr hinzufügen kann, sondern darin, daß man aus ihm nichts wegstreichen kann." uf dieses Buch von Isaak Babel bin ich über den Odessa-Roman von Jabotinsky: "Die Fünf" aufmerksam geworden. Ebenso wie dessen Familiengeschichte aus dem … Weiterlesen Isaak Babel: Erste Hilfe

Vladimir Jabotinsky: Die Fünf

Odessa um die Zeit der vorletzten Jahrhundert- wende.. eine "fröhliche" Stadt voller Lebensfreude, Esprit, Kultur und Geschäftigkeit, eine junge Stadt am Schwarzen Meer, eine Heimat für Russen, Ukrainer, Bulgaren, Griechen und vor allem auch Juden. Ein gegenseitiges Sichbefruchten verschiedener Kulturen, hundert Sprachen sind zu hören, Musik für die Ohren.... "Diese ersten Jahre des Jahrhunderts hießen … Weiterlesen Vladimir Jabotinsky: Die Fünf

Ljudmila Ulitzkaja: Ergebenst, euer Schurik

Ulitzkajas Roman blättert die Lebensgeschichte eines jungen Russen vor uns auf, dessen Schicksal es zu sein scheint, von den Frauen bzw. einigen Frauen, geliebt zu werden, vllt auch nur begehrt oder gebraucht.. wer weiß das schon? Oft, nicht nur, sind es durch ihr Äußeres benachteiligte Frauen, sie mögen körperlich behindert sein bei sonstiger Schönheit, sie … Weiterlesen Ljudmila Ulitzkaja: Ergebenst, euer Schurik