Wilkie Collins: Die Frau in Weiß

17. September 2017

The woman in white (1890), Cover
Bildquelle: [B]

Dieser Roman, dessen Erstveröffentlichung als Fortsetzungsroman 1860 erfolgte, stand Jahrzehnte bei mir als ungelesenes – und ich wage zu behaupten, seinerzeit ratlos in selbiges gestellte – Exemplar im Regal. Vielleicht brauchte ich als Leser einfach die vielen Jahre, um sozusagen ‚reif‘ zu werden… jedenfalls habe ich die letzte Zeit Spaß gewonnen an Büchern, deren Handlung im viktorianischen England angesiedelt ist und dazu gehört dieser Roman ganz zweifelsohne und unbestreitbar. Zudem begründet er ein Genre, er wird als einer der ersten Detektivromane angesehen, auch wenn die Hauptfigur des Walter Hartright [9] als Zeichenlehrer recht deutlich von dem abweicht, was man sich so als Detektiv vorstellt. Andererseits ist die Profession gar nicht so schlecht gewählt: ein Zeichner muss beobachten können und das kann Walter Hartright.

Man merkt dem Buch auch seine ursprüngliche Fassung als Fortsetzungsroman an: um die Leser bei der Stange zu halten (korrekterweise hätte ich wohl ‚Leserinnen‘ schreiben müssen, 1860 dürfte die Zahl von Männern, die Fortsetzungsromane gelesen haben, noch überschaubar gewesen sein), braucht es Spannung, braucht es Witz und Leichtigkeit, braucht es Dramatik, Tragik und die dazu passenden Figuren. All das bietet Die Frau in Weiß und in der deutschen Fassung, die ich gelesen habe kommt mir Arno Schmidt noch ein fantastischer Übersetzer hinzu, der nicht nur neue Wortkreationen in seinen Text einbaute (sonnenscheinte, submissirte….), sondern der auch die Stimmung des Textes in seiner Übersetzung eingefangen hat [4].


Worum geht es?

Besagter Walter Hartright ist Zeichenlehrer in London. In den Häusern, in denen er unterrichtet, ist er mit einem Professor Pesca bekannt geworden, einen nach England geflohenen (der Grund wird vom ansonsten redseligen Professor erst gegen Ende des Romans – und auch dann erst unter großer Not – enthüllt) Italiener mit beeindruckend kleinen Körpermaßen aber dem unbedingten Ehrgeiz, in jeder Beziehung zum echten Engländer zu werden. Diesem Pesca rettete Walter eines Tages das Leben, als dieser nämlich seine Schwimmkünste hoffnungslos überschätzend beim Bade im Meer unaufhaltsam dem Grund entgegensank. Die italienisch-temperamtentvoll überschäumende übergroße Dankbarkeit kann Pesca zu seiner Genugtuung ein wenig abtragen, als er eines Abends mit der Botschaft kommt, in der Provinz, in Cumberland, werde ein Zeichenlehrer gesucht. Die äußeren Bedingungen für diese Stellung sind excellent, trotzdem zögert Walter ein wenig, das allen verlockend erscheinende Angebot anzunehmen, kann aber letztlich keinen stichhaltigen Grund dafür nennen und gibt den Überredungsversuchen der Familie und Pescas nach.

Johnson’s England and Wales (1862) Cumberland ist die nördlichste der violett eingefärbten Regionen

Am Abend vor der Abfahrt wandert er vom Landhaus seiner Mutter im Hampstead langsam zurück nach London, in seine Wohnung. Es ist nach Mitternacht und er erschrickt, als er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter spürt. Er dreht sich um und sieht eine junge Frau, die ganz in Weiß gekleidet ist. Sie bittet um Hilfe, verrät jedoch kaum etwas von sich… und das wenige, das Walter erfährt, verblüfft ihn, ja, mehr als das: diese Frau erwähnt ihre glückliche Kindheit, die sie zum Teil in dem Haus verbracht hat, in das Walter morgen reisen wird….. Walter hält sein Versprechen, bedrängt die Frau nicht mit Fragen, setzt sie, in der Stadt angekommen, in eine Kutsche und läßt sie fahren. Kurz darauf kommt in großer Eile eine weitere Kutsche mit Männer auf der Suche nach einer in weiß gekleideten Frau, die aus einem Sanatorium geflüchtet ist….

Szenenwechsel: Zwar mit Verspätung, aber doch erreicht Walter Limmeridge House in Cumberland, lernt dort die Halbschwestern und zukünftigen Schülerinnen Marian Halcomb und Laura Fairlie kennen sowie deren Onkel Sir Frederick Fairlie, Esqu., die alte Gouvernante und diverse Diener. Laura ist blond und schön, Marian (nach eigenem Bekunden) brünett und häßlich (wobei sich dieses ‚Häßliche‘ nur auf das Gesicht bezieht, Walter, der sie beim Eintreten in den Raum zuerst von hinten sieht (Marian schaut ohne ihn zu bemerken aus einem der Fenster), ist von diesem Anblick entzückt..). Marian ist die erste Person, auf die Walter (außer dem Diener) am nächsten Morgen trifft, sie gibt ihm beim Frühstück eine sehr launige, amüsante Einführung in die Verhältnisse auf Limmeridge House… ihr gegenüber erwähnt Walter auch diese seltsame Begegnung am Vorabend seines Reisetages, woraufhin Marian verspricht, die alten Briefe der Mutter, die Lehrerin an der Schule war, an ihren Mann durchzuschauen, sei sei sicher, wenn das was wäre, stünde es in einem der Briefe…

…. und in der Tat, in einem der letzten Briefe, die Marian noch zu lesen hatte, berichtete die Mutter ihrem Mann von einer Frau, die mit ihrem süßen, aber in der Entwicklung etwas zurück gebliebenen Kind namens Anne Catherick aus familiären Gründen in das Dorf gekommen ist, und sie erzählt, das sie sich ein wenig um das Kind kümmerte. Unter anderem kleidete sie es neu ein, ganz in weiß…. es ist genau dies der Moment des Berichts von Marian an Walter, in dem die Schwester Laura, ganz in Weiß gekleidet, von außen durch das Fenster auf die beiden schaut und Walter eine frappierende Ähnlichkeit erkennt mit der Unbekannten, die er in London getroffen hatte.

Das ist in etwa die Ausgangsituation, die sich in den ersten knapp 100 Seiten ergibt. Aber keine Angst, ich werde nicht so ausführlich weiter schreiben, diese Ausführungen waren jedoch notwendig, um herauszuarbeiten, um was es im Roman geht: um die Identität dieser rätselhaften Frau in Weiß und um die Frage, was die Ähnlichkeit zwischen Laura und dieser Frau bedeutet: mit anderen Worten, es geht um das Schicksal der Personen, die wir bisher kennen gelernt haben, denn auch Walter ist direkt darin involviert, hat er sich doch – soviel sei verraten – schon sehr bald in Laura verliebt…

… ein unglückliches, zwar von beiden empfundenes, gottseidank jedoch nie ausgesprochenes Gefühl, denn die Hochzeit Lauras mit Sir Percival Glyde steht bevor. Und justament in diesem Augenblick wird ein anonymer Brief überbracht, der dunkle Andeutungen über den zukünftigen Ehemann Lauras enthält. Damit ist der Keim des Misstrauens gesät und obwohl sich der zukünftige Ehemann, der kurz darauf in Limmeridge House eintrifft, allem Anschein nach als tadellos höflich und bezüglich der gegen ihn im Raum stehenden Vorwürfe als ebenso auskunftsfreudig erweist, wandelt sich langsam aber sicher die Sympathie für ihn in Angst vor ihm… doch Laura fühlt sich durch ein dem Vater am Sterbebett gegebenes Versprechen gebunden, auch um den hohen Preis ihres ganzen, möglicherweise unglücklichen Lebens.

Man ahnt es, die Schicksale der beiden Frauen, Anne Catherick und Laura Fairlies, sind im tief Verborgenen miteinander verknüpft, die Szene, in der Walter Lauras Schwester Marian von seiner seltsamen Begegnung erzählt und Laura weiß gekleidet vor der großen Flügeltür erscheint, spricht Bände… und so handelt der ganze Roman, der einen Zeitraum von knapp zwei Jahren umfasst, davon, die Geheimnisse, die sich im Schicksal der beiden Frauen und in dem Sir Percivals verbergen, zu lüften, und das Leben Lauras, das nach der Hochzeit mit Sir Percival unglücklich zu nennen in der Tat ein heilloser Euphemismus wäre, zu retten und zum Glück zu führen….


Die Frau in Weiß ist ein voluminöser Roman von 295.000 Worten. Ich habe sie nicht selber gezählt, die Zahl wird von Vollmann genannt (wie auch immer er an diese Angabe gekommen ist) [8] und trotz dieses Umfangs ist das Buch in keiner Phase auch nur andeutungsweise langatmig. Dies hat, denke ich, mehrere Gründe. Sicherlich ist die Entstehungsgeschichte als Fortsetzungsroman einer davon (Die erste Folge des Romans erschien am 26. November in der von Charles Dickens (der mit Collins verschwippschwägert war) herausgegebenen Zeitschrift All the Year Round, (die online verfügbar ist und man sich daher das Vergnügen gönnen kann, das Original des Romans zu sichten [7]), die letzte Folge erschien dann am 25. August des Folgejahres. Der Autor musste also jeweils entsprechende Spannungsbögen aufbauen, die die Leserinnen bei der Stange hielten und auf die nächste Folge lauern ließen. Dies gelingt ihm ausgezeichnet, auch heutzutage mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Einfüh-rung des Protago-nisten in die von ihm doku-mentierte Geschichte [7]

Ferner bediente sich Collins eines Kunstgriffes: anstatt die Geschichte in Gänze von seiner Hauptfigur erzählen zu lassen oder von einem auktorialen Erzähler baut er seinen Roman wie eine Art Zeugenvernehmung vor Gericht auf: es kommen, wie er in seiner Einführung (siehe nebenstehende Abbildung) schreibt, jeweils die Personen zu Wort, die in der entsprechenden Situation am direktesten beteiligt und daher die glaubwürdigsten Berichterstatter waren. Diese Vorgehensweise macht den Text abwechslungsreich, da (zumindest in der Übersetzung) sich die individuellen Eigenheiten der jeweiligen Erzähler in ihrer Sprache niederschlagen. Das Geschehen ist aus der Rückschau geschildert, von daher ist zumindest eindeutig, daß die zentrale Figur des Walter Hartright alle Malaisen und Gefahren überlebt hat. Was für die wesentlichen Figuren des Buches nicht unbedingt gelten muss, beispielsweise erfahren wir im Lauf der Handlung davon, daß Laura Fairlie offensichtlich ihrer nervlichen Zerrüttung, die wohl zu einer Schwächung des Herzens geführt hat, erliegt. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie sich in dieser Szene weiland jedwede Leserin in Tränenströmen gebadet wiederfand, auch ich dachte mir an dieser Stelle: ey, boay, kann doch wohl nich sein, ey, dat feine Mädchen jetz so apnippeln lassen… boay. dat ist man hart, ey. wenn dat man keine fehler is!: Ein weiteres Stilmittel Collins` also: das, was man heutzutage ‚Cliffhanger‘ nennt: man will, falsch: man muss einfach wissen, wie es weitergeht.

Ein Kampf des Guten gegen das Böse, David gegen Goliath, ein Duell, bei dem eine Partei eine geladene Waffe, die andere eine Erbsenpistole in der Hand hat…. ein lichtes Dreigestirn gegen den Fürsten der Hölle und das übrige Pack. Natürlich sind die Sympathien klar vergeben, aber gnadenlos führt Collins seine Figuren immer weiter in Unglück, läßt er die dunklen Mächte immer weiter vordringen, bis sie schier auf ganzer Linie triumphieren. Doch Walter nimmt den Kampf auf [6]…

Die Figurenzeichnung: zwar sind die Sympathien selbstsprechend auf Seiten der Guten, doch interessatnerweise sind weder Walter noch Laura meine Favoriten gewesen. Zu rein, zu engelhaft, zu wenig Makel wiesen auf, da waren andere interessanter: zuvördert ist hier natürlich auf Don Bosco.. ähhh den Conte Fosco zu verweisen, eine zwielichtige Figur, nach außen hin ein hochintelligenter, hochgebildeter, charismatischer Menschenverführer, aber unter dieser Oberfläche ein Schurke, das Mastermind hinter all den dunklen Plänen und Intrigen, die im Roman gesponnen werden. So dunkel-gefährlich er ist, eine Leidenschaft jedoch teile ich mit Don dem Conte: die Hinwendung zu Marian, von der ich ebenso wie er gefesselt wurde, eine Frau mit Mut, mit Intelligenz, mit Verantwortungsbewusstsein und auch Entscheidungsfreude; sicherlich eine Identifikationsfigur, ein Idol für viele der damaligen Leserinnen.

Im Roman jedoch ist die Welt noch in Ordnung, herrscht noch das Primat des Mannes, insofern spiegelt er die damalige Lebensumwelt. Laura beispielsweise dümpelt die ganze Handlung hindurch bis zum Ende auf dem Selbstständigkeitsniveau und mit dem Selbstbewusstsein eines Kindes herum, die Contessa ist ihrem Mann geradezu in Hörigkeit ergeben, ansonsten kommen als Frauenfiguren fast nur Dienstpersonal vor. Einzig die unsympathische Mutter Annes sticht heraus, die sich trotz widrigster Umstände Ansehen erkämpft hat, sie ist im Roman jedoch nur eine der Nebenfiguren, die Collins braucht, um der Handlung einen entscheidenden Impuls zu geben. Bleibt Marian als Hauptfigur, die ich vorstehend so herausgehoben habe. Aber auch sie ist immer wieder in einer selbst auferlegten Beschränkung gefangen, in der sie sich als Frau natürlicherweise sieht: selbst diese starke Persönlichkeit orientiert sich am Manne. Da ich aber nichts als eine Frau bin, und ergo zeitlebens verdammt zu Prüderie, Phlegma und Petticoats, ….. oder Er [i.e. der Conte Fosco] schmeichelt meiner Eitelkeit dadurch, daß er sich mit mir so ernst und verständig unterhält, als wäre ich ein Mann. Jawohl! sind Aussagen aus Marians Tagebuch, indes der Conte Fosco z.B. verkündet: … denn wir Beide [i.e. er und seine Frau] haben nur noch eine Meinung, und das ist die meine. 

Nicht alle Männer jedoch sind stark. Lauras Onkel Frederick beispielsweise ist eine Karikatur, möglicherweise des ganzen Adels: kränklich, wehleidig, hypochondrisch, selbstmitleidig, permanent unpässlich, unhöflich, ungerecht und was einem an ‚un-’s noch einfallen mag. So sehr man ihn auch durchschütteln möchte, so sorgt er für doch für manch heiteren Moment im Stück – er ist die komische Figur im Buch, wenngleich eine mit unheilvoller Machtbefugnis. Ein Beispiel für inhärenten Humor, den er in die Handlung trägt: Ihm wird die Zofe Lauras gemeldet. „Lady Glyde’s Zofe soll hereinkommen, Louis. – Halt! knarren die Schuhe?“ – Ich konnte nicht umhin, diese Frage zu stellen. Knarrendes Schuhwerk reicht hin, mich für den Rest des Tages zu ruinieren. .. Selbst meine Dulderkraft hat ihre Grenzen. … gleichfalls ist der ungeliebte Mann Lauras, Sir Percival Glyde auf seine Art ebenfalls schwach: böse, unbeherrscht, jähzornig und wenig weitschauend. Er kompensiert seine Schwäche durch Aggressivität, in der Nähe des Conte wird er von diesem meist erfolgreich geführt.

Last aber bei weiten not least ist es jedoch der gesamte Plot der Geschichte, die Collins erzählt: Tragik, Dramatik, Herz und Schmerz, Liebe und Verrat, Lug und Trug, Verbrechen und edelste Gesinnung: an nichts sparte der Autor und gegen Ende der Handlung kommt es sogar zu einer gewissen ‚Action‘: Alles spitzt sich zu auf die finale Auseinandersetzung!

In einem Roman von fast 300k Worten ist viel enthalten. So könnte man noch auf die immer wieder durchscheinende abfällige Meinung, die gegenüber Ausländern durchscheint (Nun habe ich Ausländern gegenüber prinzipiell Gefühle menschlicher Duldung in mir zu nähren gesucht. Unsere Segnungen und Vorzüge sind ihnen nun einmal nicht zuteil geworden, …. so die Haushälterin Sir Percivals), eingehen, andererseits gibt es ebenso selbstkritische Passagen über England, wie hier beispielsweise über die zeitgenössische Stadtplanung: Gibt es in den Ödnissen Arabiens wohl eine Sandwüste, inmitten der Ruinen Palästinas den Anblick einer Verlassenheit, der mit dem widerwärtigen Eindruck auf das Auge, der niederschlagenden Wirkung auf das menschliche Gemüt wetteifern kann, wie ihn ein englisches Landstädtchen in den ersten Anfängen seiner Entstehung, im Übergangsstadium zum Wohlstand, mühelos erzeugt? 

Gegen Ende des Romans gibt Collins seiner Leserinnenschaft dann noch einmal so richtig Zucker: …. erzähle ich auch diese ganze Geschichte mit veränderten Namen. klingt beinahe so, als wäre das alles – so oder so ähnlich – in realiter tatsächlich geschehen. Ein Geschehen, das so außergewöhnlich ist, daß Collins auch noch einen Ratschlag bereit hält und Walter Hartright zum Schluss ausrufen läßt: Welch eine Situation! Ich empfehle sie den knospenden Romanschreibern Englands. Ich offeriere sie als gänzlich neu, den ausgeschriebenen Dramatikern Frankreichs…

Es ist genug geschrieben und kann abschließend mit einem Wort gesagt werden: Die Frau in Weiß war für mich was den Inhalt angeht, ein riesiges Lesevergnügen, die Freude des Lesens beruhte jedoch ebenso auf der Art und Weise, wie Wilkie Collins das alles in Szene gesetzt hat und wie es mit Hilfe Arno Schmidt für uns in Deutschland in Worte gefasst wurde.

Links und Anmerkungen:

[1] in der Wiki zum Autoren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilkie_Collins
es gibt aber auch eine Vielzahl von ‚Fan’seiten zu Collins, z.B. diese hier: https://wilkiecollins.de/index.php?m=&l=v&cont=start&s=a
[2] es ist nicht überraschend, daß das Internet voll ist mit Hinweisen zum Buch. Hier zwei  davon, einmal die unvermeidbare Wiki: http://www.wilkie-collins.info/books_woman_white.htm und ferner eine literaturkritische Analyse des Romans, auch schon etwas angejahrt, aber der Name des Verfassers erinnert mich an was: https://wilkiecollins.de/index.php?m=&l=1&cont=life&s=w&kapitel=5
[3] —
[4] es schweift zwar etwas ab und gehört zwar nicht direkt zum Thema, aber die Einstellung Schmidts zum Genre des Kriminalromans ist diese Abschweifung wert. Dieser Aufsatz bietet einen schönen Überblick: Jan Süselbeck: Gedankenspiele von Lust & Mord – Ein kurzes Profiling zur notorischen Krimiverachtung Arno Schmidts;  http://literaturkritik.de/id/8510
Sofern jemand den im Text erwähnten Essay Schmidt zur Frau in Weiß auftreiben kann, wäre ich für eine Info dankbar!
[5] interessanter Artikel zum 150. Geburtstag des Romans: https://www.theguardian.com/books/booksblog/2009/nov/26/woman-in-white-150-years-sensation
[6] darin ähnlich unkaputtbar wie diese Maus:  https://www.youtube.com/watch?v=scXdT4ObY9k
[7] http://onlinebooks.library.upenn.edu/webbin/serial?id=allyearround; hier der Link zum Romanbeginn: https://archive.org/stream/allyearround02dick#page/94/mode/2up/search/Collins
[8] Rolf Vollmann: Die wunderbaren Falschmünzer – Ein Romanverführer; Eichborn, 2004; S. 1046
[9] manchmal frage ich mich wirklich, ob die Menschen, die den Klappentext verzapfen, das Buch überhaupt aufgeschlagen haben. So heißt die Hauptfigur auf dem hinteren Umschlag William anstatt Walter, auch dessen Begegnung mit der Titelfigur wird ziemlich falsch wiedergegeben….

Bildquellen:

(i) Cover 1890: By Cover art 1889 Chatto & Windus yellowback [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_woman_in_white_Cover_1890.jpg)
(ii) England Karte: Alvin Jewett Johnson [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:1862_Johnson_Map_of_England_and_Wales_-Geographicus-_England-johnson-1862.jpg#)

Wilkie Collins
Die Frau in Weiß
Übersetzt aus dem Englischen von Arno Schmidt
Originalausgabe: The Woman in White, erstveröffentlicht in: All the Year Round, 1859/60
diese Ausgabe: Fischer TB, ca. 870 S., limit. Sonderausgabe 1998

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3 Responses to “Wilkie Collins: Die Frau in Weiß”


  1. Wow, Wahnsinnsbesprechung. Freue mich, dass Collins noch immer gelesen wird und empfehle Dir in diesem Zusammenhang mal gleich „Der Monddiamant“, der – zusammen mit Poes „Rue Morgue“ – ein bisschen die Blaupause für den späteren Detektivroman darstellt.

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