Sarah Waters: Die Muschelöffnerin

25. Juni 2017

Der vorliegende Roman Die Muschelöffnerin (im Original Tipping the Velvet) ist der Erstling der britischen Schriftstellerin Sarah Waters [1] aus dem Jahr 1998. Im Englischen noch mehr als im Deutschen deutet der Titel das Genre an, in dem der Roman spielt. So ähnlich wie bei D.H.Lawrence der Titel John Thomas und Lady Jane [in einer anderen Version als Lady Chatterley bekannt; 3] eine umgangssprachliche Umschreibungen der damaligen Zeit für die Geschlechtsteile auf den Einband hob, war ‚Tipping the Velvet‘ in der Zeit, in der der Roman spielt, eine Bezeichnung für Cunnilingus. Man braucht wohl nicht viel Fantasie, um auch den deutschen Titel in diese Richtung zu interpretieren, er hat jedoch im Zusammenhang mit der Handlung auch eine ganz reale Bedeutung.

Aber noch einmal kurz zurück zur Autorin. Diese wurde 1966 in Wales geboren, studierte mit mehreren Abschlüssen englische Literatur und promovierte über lesbisch-schwule Literatur ab 1870. Mit ihrer Lebenspartnerin lebt sie heute in London; ihr Werk ist vielfach ausgezeichnet, einige ihrer Romane, unter anderem auch dieser, wurden verfilmt.


Im Mittelpunkt der Muschelöffnerin steht die Figur der Nancy Astley, mit ihr lassen wir uns von Waters in die Vergangenheit zurückführen, in die Jahre um 1890 nach London. Wir beginnen diese Reise zurück jedoch in Kent, in der Nähe der Stadt Canterbury an der Küste. Dort nämlich betreiben die Eltern von Nancy ein bekanntes Austernlokal, in dem die 17jährige als Muschelöffnerin arbeitet. Es ist eine harmonische Familie, in der Nancy ihre ältere Schwester bewundert, die harte Arbeit in der Küche oder beim Servieren findet sie normal und erledigt sie gerne. Zu den wenigen Vergnügungen, die das Leben für sie bereit hält, gehört der Besuch der Music Hall im nahegelegenen Canterbury…

Dort, an diesem Ort, in dieser Music Hall, sollte sich ihr Leben entscheiden. Eines Tages tritt dort nämlich eine gewisse Kitty Butler auf. Man klatschte und johlte … und ich hörte das Knistern und Rauschen des sich hebenden Vorhangs. Gegen meinen Willen öffnete ich die Augen – dann riss ich sie auf und hob den Kopf. Die Hitze und meine Müdigkeit waren augenblicklich vergessen. Ein einziger rosiger Lichtstrahl durchdrang das Dunkel der leeren Bühne, und mitten darin stand ein Mädchen, das wundervollste Mädchen – ich wusste es sofort – das ich je gesehen hatte. 

Ohne daß man das zu diesem Zeitpunkt schon hätte sagen können, aber mit diesem Moment ist die Weiche für Nancys Leben umgestellt worden. Alle Kapriolen und Volten (und es sind einige), die jetzt noch folgen werden, finden auf der neuen Lebensbahn statt, nie wird zur Diskussion stehen, umzukehren und ein ’normales‘, sprich: konventionelles Leben mit Mann und Kind zu führen.

Nancy jedenfalls versuchte (und es gelang ihr) so viele Vorstellungen von Kitty Butler, wie es für sie möglich war, zu besuchen. Und sie fiel der Sängerin, die mit kurzen Haaren im Kostüm eines Dandys, eines Mannes also, auftrat, auf, sie lernten sich kennen, waren sich sympathisch und als Kitty ein neues Engagement in London annimmt, fragt sie Nancy, ob diese nicht als ihre Garderobiere mitkommen möchte.

So kommt Nancy nach London in die Welt des Theaters. Es zeigt sich nämlich, daß auch sie eine Begabung hat zum Singen und zum Tanzen und so treten die beiden jungen Frauen eines Tages mit viel Erfolg als Duo in Männerkleidung auf. Und auch außerhalb der Bühne überwinden sie diese Grenze, die davor steht, sich dem dem anderen zu öffnen, zumal wenn dieser andere gleichen Geschlechts ist und diese Variation einer Liebe gesellschaftlich stark geächtet ist [2]… Kitty und Nancy werden daher ein heimliches Paar, das in der Öffentlichkeit alles vermeidet, als ‚kesse Väter‘ erkannt zu werden. Doch dann kommt es zum Bruch, Kitty kann sich nicht zu Nancy bekennen, sie heiratet – ob aus Berechnung für die Öffentlichkeit oder aus Liebe, darüber läßt sich diskutieren – ihrer beider Agenten Walter.

Für Nancy bricht die Welt zusammen. Sie flieht, nimmt nur ein paar Kostüme mit. In einem der schmuddeligsten Viertel Londons findet sie schließlich ein unsagbar dreckiges Zimmer, hier verwahrlost sie in überwältigendem Selbstmitleid: Seht nur, was ihr mir antut! Sie wäscht sich nicht mehr, wechselt ihr Kleid nicht, isst kaum… aber auch diese Periode geht vorbei und eines Tages geht sie gebadet und mit geschnitten Haaren, gekleidet in eins der schönen ihrer Männerkostüme als Husar vor die Tür und streift durch die Straßen.

In schmuddeligen Vierteln gibt es Männer mit Gelüsten auf schöne Knaben. Von so einem wird sie angesprochen. Erst ziert sich Nancy, der Husar, doch dann…. so also schmeckt Walter, denkt sie, spuckt das Zeug aus und steckt das Geld ein… ab diesem Zeitpunkt findet man Nancy regelmäßig auf Abtritten, in dunklen Ecken, schummrigen Hauseingängen vor Männern knien… sie lernt die Tricks und Kniffe, die sie in diesem Milieu zum Überleben braucht. Doch eines Tages fühlt sie sich von einer Kutsche verfolgt, die sie nicht abschütteln kann. Sie verweigert sich der Einladung des offensichtlich wohlhabenden Passagiers, bis … ja, bis sie die Stimme einer Frau hört: Du kleine Närrin … steig schon ein.

Diana, die Nancy auf diese Art in ihr luxuriöses Haus holt, ist eine reiche Witwe mit Neigung zum Exzentrischen, auch im Erotischen. Zusammen mit anderen Frauen bilden sie einen sapphischen Club und Nancy wird zum Jungen Dianas, ein Spielzeug, mit dem diese vor ihren Freundinnen angibt, das mit Lust und Luxus ausstaffiert und verwöhnt wird und das die Art von Lust, die ihre Herrin wünscht, zu schenken hat. Und das ungerührt weggeschickt wird, wenn der Dame nicht mehr danach ist.

Setzt Nancy dieses Leben einer Sexdrohne aus Dummheit auf´s Spiel oder will sie unbewusst ein Ende herbeiführen? Diana jedenfalls schlägt sie blutig und schmeißt sie noch in der Minute der Entdeckung aus dem Haus. Die Frauen stülpen Nancy noch eins der alten muffigen Kleider aus dem Seesack über, mit dem sie damals zu Diana kam, und jagen sie in die eiskalte Dunkelheit der Winternacht, die sie im Obdachlosenasyl überlebt.

Nancy erinnert sich in dieser Notlage an eine Frau, mit der sie am Tag, als sie von Diana mitgenommen worden war, eine kurze Unterhaltung und eine nicht eingehaltene Verabredung zu einem Rendevouz hatte. Sie kann sich die Adresse dieser Florence erschleichen, die sie mit ihrem blauen Auge und der blutverkrusteten Wange natürlich nicht wiedererkennt, als sie in der Tür steht. Mit Hartnäckigkeit, Unverfrorenheit, vielen gebrochenen Versprechen, die Wohnung wieder zu verlassen, aber auch mit Saubermachen und Reinigen der vernachlässigten Wohnung in einem armen Viertel, mit dem Versprechen, sich um das Kind zu kümmern, nistet sich Nancy bei Florence und Ralph dann doch ‚auf Probe‘ ein.

Sie bleibt, wird bald Teil der Familie und fängt auch irgendwann an, Florence, die (so würde man heute vllt sagen) Sozialarbeiterin ist und die sich in ihrer Freizeit politisch für Frauen und die Verbesserung der Lebensverhältnisse engagiert, zu helfen. Und sie bekommt wieder Lust darauf, Hosen zu tragen. Eines Tages belauscht Nancy unbeabsichtigt ein Gespräch von Florence mit einer Freundin, die ihr vorhält, sich zu sehr an ihre verstorbene Liebe zu klammern, das Mädchen in den tollen Hosen nicht für sich zu beanspruchen und wenn das schon so wäre, solle sie es doch für ihre Freundinnen ‚freigeben‘. Aber besser wäre es, sie, Florence, würde Nancy bitten, mir ihr zum Stammlokal der Frauen zu gehen und einen lustigen Abend miteinander zu haben.

Diese Ermahnung ist (nicht weiter überraschend) der erste Riss in der Mauer gegenseitiger Abschottung bei Florence und Nancy. Und hat der Damm erst mal einen Riss, dann wird er auch bald geflutet. Und so sollte es nach diesem Abend auch kommen….

Waters läßt ihren Roman, ihre Geschichte von Nancy, in einer Art ‚Showdown‘ enden. Es gibt eine große politische Versammlung im Park, auf der Nancy im Laufe des Tages sämtliche ihrer Liebhaberinnen sieht bzw. trifft, auch Kitty, nach der die Sehnsucht in ihr immer noch zu leben scheint. Doch Nancy ist reifer geworden, hat zu viele Erfahrungen gemacht, um in dieser Konfrontation, in der Begegnung mit ihrer ersten Liebe, nicht deutlich zu erkennen, wo jetzt ihr Platz ist.


Die Muschelöffnerin ist ein Entwicklungsroman, der sieben Jahre im Leben der Nancy Astley schildert, in denen sie vom unschuldigen Mädchen vom Lande zur reifen, ihren Platz im Leben kennenden 25jährigen Frau wird. Die Zwischenzeit, diese Periode des Erwachsenwerdens, weist Höhen und Tiefen auf, die einander zum Teil sehr plötzlich ablösen, Nancys Leben wird mehrfach in den Grundfesten erschüttert: die Erkenntnis, daß sie sich durch ihre Liebe zu Frauen und ihre Arbeit am Theater der eigenen Familie entfremdet hat und die Entdeckung, daß sie von ihrer Liebe, von Kitty, betrogen und belogen wird, findet am selben Tag statt, gefolgt vom Abstieg aus relativ gesichertem und komfortablem Status in die soziale Unterschicht bis schließlich hin in die Prostitution. In der sie in gewisser Weise verbleibt, als die reiche Diana sie aus dem Strichermilieu innerhalb von Minuten in eine Welt des Luxus, des reinen Sexes ohne jegliches Gefühl katapultiert. Monate des raffiniert konstruierten Genusses, gefolgt von einem weiteren Absturz, aus dem heraus Nancy dann endlich in eine gesicherte Existenz gelangt.

Der Charakter eines Entwicklungsromans ist das eine, das andere ist selbstverständlich die (in den Augen des viktorianischen Zeitalters) Verwirrung der sexuellen Orientierung der Nancy Astley, die sich nicht zu Männern, sondern zu Frauen hingezogen fühlt und damit – das deutet Waters als Autorin des Romans an – bei weitem nicht allein steht [2]. Sofern sie überhaupt offen gelebt werden konnte, wurde Homosexualität zwischen Frauen damals entweder geächtet (Waters stellt dies dar in der Figur vor den Frauen ausspuckender Männer), ignoriert (zusammenlebende Frauen wurden konsequent als ‚gute Freundinnen‘ bezeichnet, die offensichtlich keine Sexualität hatten) oder als medizinisches Problem behandelt – durch männliche Vergewaltigungen, damit sie, sozusagen, auf den Geschmack kommen [nach 2]. In diesem Zusammenhang sei an das traurige Schicksal Oscar Wildes erinnert, der 1896 seines Lebenswandels wegen zu harter Zwangsarbeit (zwei Jahre waren das übliche Maß) verurteilt wurde und der letztlich daran zugrunde ging und starb.

Der Roman Walters enthält einige Bett- und Sexszenen, insbesondere im dunklen Dian’schen Zeitalter. Die Eingangsszene mit dem ledernen Strap-on Dildo läßt an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig und genießt wohl einen gewissen Ruf. Aber auch sonst geht es nicht prüde zu im herrschaftlichen Ambiente Dianas, überraschender ist da schon der forsche … ähem… Eingriff von Florence bei Nancy, den ich in dieser Ausgestaltung so nicht erwartet hätte. Die Visualisierung der Tätigkeit Nancys als ‚Stricher‘ auf Abtritten etc pp sind wie zu erwarten wenig schön, aber ich gehe davon aus, daß Waters hier schildert und darstellt, was sich seinerzeit genauso abgespielt hat.

Interessant ist die Rolle der Kleidung im Roman bzw. in Nancys Leben. Nancy sieht Kitty zum ersten Mal in Männerkleidung, als Dandy, mit kurzen Haaren und ist begeistert. Auch sie selbst trägt später als Partnerin von Kitty Männerkleidung, die sogar durch Änderung des Schnitts weiblicher gemacht werden muss, da man sie sonst für einen echten Jungen halten würde. Nach der depressiven Periode ihres exzessiven Selbstmitleids geht sie in Männerkleidung wieder auf die Straße und ‚arbeitet‘ sogar als Junge dort. Ebenso kleidet Diana sie als Jungen mit massgeschneiderten Anzügen ein, sie ist es, die den Dildo umschnallen muss und die Männerrolle zu übernehmen hat: “I tore it from her, her gown of black and white and silver… [then] she had me kneel upon it and fuck her, until she came and came again” heißt es im Original. Und ebenso: „Nancy is cast in the role of the male aggressor who takes control of the female victim by undressing her forcefully, ironically inverting the established dynamic of dominant Diana who exercises her power by dressing her “kept boy”“. Dient die Kleidung Nancy im ersten Teil des Romans also dazu, ihre Sexualität auszudrücken, kehrt sich deren Funktion bei Diana insofern um, als sie die Hierarchie in dieser Beziehung spiegelt: Diana ist diejenige, die Nancy anzieht bzw. ihr Anweisungen gibt. Nach der Zeit bei Diana trägt Nancy dann erst einmal wieder konventionell Röcke, bis sie eines Tages wieder unbändige Lust verspürt, eine Hose anzuziehen, nach wenigen Tagen sogar außer Haus, ein Symbol für ihre sich langsam wieder normalisierende Gefühlswelt. Jetzt dient die Kleidung wieder dazu (ebenso wie die Haare) Sexualität auszudrücken, der Sehnsucht einen Ausdruck zu geben, denn selbstverständlich war eine derartige Kleidung damals für andere – Männer wie Frauen – ein Signal, es sein denn, die Menschen waren so arm, daß sie auf derartige Feinheiten keine Rücksicht nehmen mussten, sondern anzogen, was gerade überhaupt da war. Wer Ausführlicheres zu diesem interessanten Aspekt der Geschichte lesen möchte, den verweise ich auf den Aufsatz von Joanna Waszczuk, dem ich auch die beiden englischen Zitate entnommen habe [4].

Womit ich bei einem weiteren Punkt des Romans wäre, denn durch die gesamte Geschichte zieht sich eine Schilderung der Lebensverhältnisse im damaligen London. Meist waren diese Verhältnisse erbärmlich schlecht, die Menschen wurden ausgenutzt, lebten in ungesunden, beengten, muffigen Wohnungen, die völlig überbelegt waren, arbeiteten für einen Hungerlohn und wurden im Schnitt nur halb so alt wie die wohlhabenden Londoner, die sich für Geld alles kaufen konnten. Im letzten Abschnitt des Buches, der unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Verhältnisse ein totales Gegenstück zur degenerierten, blasierten sapphischen Gesellschaft um Diana darstellt, die mit ihrem Luxus nicht weiß, wohin, wird das Erwachen eines politischen Bewusstseins unter den Armen Londons beschrieben: politische Versammlungen werden abgehalten, Gewerkschaften werden gegründet und werben Mitglieder/innen, Flugblättern geschrieben und verteilt, Menschen, die in Not geraten sein, werden unterstützt. Bei all diesen Aktivitäten ist Florence mit ganzem Herzen und viel Einsatz dabei. Sie weiß, daß der Erfolg nur langsam kommen wird, aber für sie ist die Arbeit an sich schon Erfolg und Befriedigung.

So wird parallel zur Geschichte der Nancy Astley auch das London um 1890 lebendig: geschäftig ist es, Kutschen und Droschken rumpeln durch die Straßen, es ist an vielen Ecken und Enden dreckig und versifft, es ist prächtig in den großen Theatern, laut und lustig in den kleineren, schmuddeligeren. Dem Alkohol wird gefrönt, dem Tabak ebenso und die Reichen können sich auch andere Drogen leisten. Wer Sex braucht und keinen Partner hat, kauft ihn sich; die Londoner Halbwelt kann jedes Bedürfnis befriedigen… es ist ein farbenprächtiges, ein lebendiges Bild einer pulsierenden Millionenstadt, die auf dem Rücken der Armen und Geknechteten errichtet ist.


Ich war skeptisch bei diesem Buch, zu groß das Lob, das es allgemein einheimst, obwohl es doch so schwierig ist, einen guten erotischen Roman zu schreiben. Und obwohl ich das Buch gar nicht mal als explizit erotischen Roman ansehe – die Erotik ist nur Teil der Handlung, der Entwicklung Nancys – muss ich bestätigen, daß Sarah Walters mit Die Muschelöffnerin in der Tat einen schönen, einen guten Roman geschrieben hat. Sprachlich zwar ist er nicht sonderlich anspruchsvoll, die Schilderung der Ereignisse ist streng chronologisch, aber die Schauplätze der Handlung sind lebendig und farbig geschildert, daß man sie sich sofort vorstellen kann und viele der Figuren, auch der Nebenfiguren wie beispielsweise Mrs Miles, eine der Zimmervermieterinnen mit ihrer behinderten Tochter Gracie erwecken spontane Sympathie.

Dabei ist Nancy keineswegs ohne Fehl und Tadel… auch wenn sie bei ihrem letzten Besuch der Eltern gemerkt hat, wie anders ihre Lebenswelt doch geworden ist, so ist es doch sehr grausam von ihr, für diese praktisch wie vom Erdboden verschluckt zu verschwinden. Man kann nur hoffen, daß Florence ihr da gehörig die Meinung sagt…. ;-)

Die Muschelöffnerin ist also ein atmosphärisch dichter Roman mit gut und differenziert gezeichneten Figuren, der einen beim Lesen leicht in Bann schlägt.

Links und Anmerkungen:

[1] zur Autorin bei der Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Waters
[2] es ist mir leider nicht gelungen, die Dissertation von Waters im Internet ausfindig zu machen. Ein interessanter Überblick über Homosexualität im England dieser Zeit (über dessen Qualität ich nichts sagen kann) ist hier zu finden: http://the-gaiety-girl.blogspot.com/2013/02/homosexualitat-im-viktorianischen.html
[3] Besprechung des Buches hier im Blog:  https://radiergummi.wordpress.com/2017/05/21/d-h-lawrence-john-thomas-lady-jane/
In beiden Roman geht es (vor dem Hintergrund sozialer Probleme) um eine die gesellschaftlichen Konventionen sprengenden Liebesbeziehung. Unter diesem Gesichtspunkt wäre möglicherweise sogar in Vergleich beider Romane interessant.
[4] Joanna Waszczuk: Cross-Dressing as an Expression of Lesbian Sexuality in Sarah Waters’ Tipping the Velvet; in:  http://www.ia.uw.edu.pl/…Waters_Tipping_the_Velvet.pdf

Sarah Waters
Die Muschelöffnerin
aus dem Englischen übersetzt von Susanne Amrain
Originalausgabe: Tipping the Velvet, London 1998
diese Ausgabe: Daphne, HC, ca. 480 S., 2002

 

 

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6 Responses to “Sarah Waters: Die Muschelöffnerin”

  1. Svenja Says:

    Hey!
    Wow deine Rezension ist wirklich toll, richtig schön ausführlich und detailliert, sodass ich mir ein sehr gutes Bild vom Buch machen konnte. Die Muschelöffnerin steht ab sofort auf meiner Wunschliste:)
    Liebe Grüße
    Svenja https://pantaubooks.wordpress.com/

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    • flattersatz Says:

      ja, liebe svenja, dieser roman hätte es verdient, noch einmal neu aufgelegt zu werden. aber den daphne-verlag, aus dem meine ausgabe stammt, gibt es nach dem tod der inhaberin leider nicht mehr…. der verlag wurde danach von einem kleinen berliner verlag übernommen. – ich habe mir jetzt übrigens noch einen roman von waters bestellt, der ebenfalls gelobt wird, bin sehr gespannt!
      liebe grüße
      fs

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  2. Andrea Krug Says:

    Danke für die schöne Leseempfehlung, die letztlich ja das Fazit der Buchvorstellung ist. Ich kann übrigens den zweiten Roman von Sarah Waters, „Solange du lügst“, auch sehr empfehlen. Mir persönlich gefällt er, weil komplexer und nicht so linear erzählt, noch besser als „Die Muschelöffnerin“. Beide Romane sind, wie #flattersatz anmerkt, von Krug & Schadenberg neu aufgelegt worden. -> http://www.krugschadenberg.de
    Herzliche Grüße,
    Andrea Krug, eine der beiden Verlegerinnen

    Gefällt 1 Person

    • flattersatz Says:

      liebe frau krug, ganz herzlichen dank für ihren kommentar, der mir in einem kritischen moment hilfe gab ;-). stand ich doch unentschlossen vor meinem SuB, mich nicht entscheiden könnend, ob und was ich als nächstes lesen sollte, ober ob ich mir gar etwas tagesaktuelles aus der buchhandlung zulegen sollte…. aber da sie mir Solange du lügst quasi empfohlen haben, habe ich mir dann zufrieden diesen roman herausgepickt. leider – ich bitte um entschuldigung – ist meine ausgabe wieder nicht aus ihrem verlag, sondern schon älter….

      herzliche grüße
      gerherd von aus.gelesen

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      • Andrea Krug Says:

        Liebe/r Gerherd – ich rätsele, ist das ein Frauenname, ein Männername, ein *-Name? – sorry, ich weiß es nicht -, freut mich, dass ich Sie zu „Solange du lügst“ greifen ließ. Nun wünsche ich viel Vergnügen und bin ich gespannt auf Ihren Leseeindruck …
        Beste Grüße
        Andrea Krug

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        • flattersatz Says:

          *lol* die antwort ist ziemlich einfach, liebe frau krug, es ist ein schreibfehler…. und müsste eigentlich ‚gerhard‘ heißen… tja, man kann nicht immer nur gewinnen… auch wenn solche fehler bei namen natürlich eine eigene art der peinlichkeit haben…

          was solange du lügst angeht, hatte ich mich gefragt, was an diesem roman so besonders sein soll… und dann auf einmal wirbelt es einen innerhalb zweier oder dreier absätze herum.. das kam schon ziemlich unerwartet. ein pageturner ist der roman in jedem fall…

          herzliche grüße
          gerhard

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