Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte

Celeste Ng (gesprochen ‚Ing‘) ist eine junge amerikanische Autorin mit chinesischen Wurzeln [1], die mit Was ich euch nicht erzählte ihren ersten Roman, eine Familiengeschichte, vorlegt. Er spielt in den USA und führt uns einige Jahrzehnte zurück, in die Zeit Ende der 50er Jahre bis, und – dies läßt sich jetzt recht genau angeben – 1977.

Die USA sind seit je her als Einwanderungsland, als Schmelztiegel der Nationen bekannt. Jedoch, Ng stellt dies sarkastisch fest, legte man immer schon Wert darauf, daß die „Schmelze“ nicht zu gelb wurde: während Einwanderer aus Europa oft freudig begrüßt wurden, mussten sich Emigranten und Auswanderungswillige aus Asien sozusagen durch die Hintertür einschleichen, viele der Chinesen, die als Kinder in die USA kamen, waren sogenannte ‚Paper Sons‘, also von schon in den USA lebenden Chinesen fälschlicherweise als eigene Kinder deklarierte Kinder. Bis 1943 war der ‚Chinese Exclusion Act‘ in Kraft, auch nach dessen Abschaffung fiel die Immigration von Chinesen weiterhin unter andere Quotenregelungen, die erst 1965 aufgehoben wurden [2]. In den Köpfen der Menschen war dessen ungeachtet eingepflanzt, daß die Vermischung weißer Menschen mit Menschen gelber, roter, schwarzer… Farbe nicht vorgesehen sei, entsprechende soziale Ächtung war die logische Folge – auch noch lange, nachdem die gesetzlichen Diskriminierungen abgeschafft worden waren. Gegenwärtig ist uns dieses Problem der ‚Rassendiskriminierung‘ in Bezug auf Menschen mit dunkler Pigmentierung/(in den USA: Afro-Amerikaner), Ng zeigt deutlich, daß die Rassenfrage aber auch ihre ‚gelbe‘ (Sino-Amerikaner? aber [4]) Kompomente hat.

Dies ist das Umfeld, in dem Ng ihren Roman angesiedelt hat.


ng cover

Lydia ist tot.

Mit diesem kurzen Satz beginnt der Roman, mit der Schilderung des Morgens, an dem Lydia nicht wie gewohnt zum Frühstückstisch kommt, an dem Nath, der ältere Bruder und Hannah, die jüngere Schwester schon sitzen, ebenso wie der Vater James und die Mutter Marilyn. Gleich am Anfang des Romans erfahren wir auch, wie Lydia gestorben ist: sie ist im nahe gelegenen See ertrunken.

Natürlich, die Polizei nimmt die Ermittlungen auf, befragt die fassungslosen Familienmitglieder, welches die Freundinnen die Sechzehnjährigen gewesen sind, ob sie auffällig gewesen wäre die letzte Zeit, traurig beispielsweise…. nein, sei sie nicht, sie hätte oft und lange mit ihren Freundinnen telefoniert, sei glücklich gewesen, gut in der Schule – so sagen es die Eltern. Nath aber sagt nichts von dem, was er weiß und was so ganz anders ist, als das, was die Polizisten von den Eltern hören… und Hannah? Auch Hannah, die so unsichtbar ist in der Familie, daß schon mal vergessen wird, für sie ein Gedeck aufzulegen, auch Hannah weiß viel, ahnt viel, denn sie ist die geborene Beobachterin….

Lydia war der Liebling der Eltern, der Mittelpunkt der Familie, um den sich alles drehte. Bis auf die pechschwarzen Haare kam sie auf ihre Mutter, deren Haar blond wie Honig war. Hannah und Nath dagegen kamen mehr auf den Vater, wurden auf der Straße auch schon einmal gefragt, ob sie Chinesen seien, was sie der Einfachheit halber und um Diskussionen aus dem Weg zu gehen, dann bejahten. Ärztin sollte Lydia werden, so wie vor der Hochzeit die Mutter es für sich gedacht hatte….

Die Mutter, Marilyn, nein, sich einen Mann angeln, Hausfrau werden, war nie ihr Ziel gewesen, sie wollte ihr Leben nicht damit verbringen, Kinder zu bekommen, Kuchen zu backen, Wäsche zu waschen und zu putzen so wie es ihre eigene Mutter im Hauswirtschaftsunterricht den Mädchen zu vermitteln versuchte. Sie wollte Ärztin werden, Krankheiten heilen, Menschen helfen… und dann küsst sie in einer spontanen Anwandlung diesen schmalen chinesischen Mann, der als Dozent für amerikanische Geschichte in einem Seminar zur Belustigung der meisten etwas über Cowboys erzählte…

Sie bleiben zusammen. Marilyn, die nicht so sein wollte, wie alle und James, der genau so sein wollte wie alle, dessen Traum es war, dazu zu gehören… Marilyns Mutter ist entsetzt, als sie ihren Schwiegersohn das erste Mal sieht, die Hochzeit ist das letzte Mal, daß sich Mutter und Tochter treffen.

Nath wird geboren, dann noch Lydia, der Traum, Ärztin zu werden scheint ausgeträumt. Waschen, putzen, kochen… in einer Kleinstadt, in der sie fast die einzigen „Chinesen“ sind, nur hier bekam James endlich eine Dozentenstelle am College, Harvard blieb ein unerfüllter Traum, plötzlich war dort jemand Geeigneteres für die Uni gefunden worden…. Jake muss noch erwähnt werden, der Sohn, etwa in Naths Alter, der alleinerziehenden Mrs Wolff, die im Krankenhaus arbeitet und ihn dieser Zeit unbeaufsichtigt herumstreifen läßt. Natürlich, Jake nutzt dies aus, hat keinen guten Ruf, er gilt in der Schule (wo er sehr viel mehr schlecht als recht ist) als derjenige, der den jungen Mädchen auf dem Rücksitz seines Käfers die … nun ja… raubt.

Es gibt ein zentrales Ereignis im Leben der Familie. Ausgelöst wird es durch einen Zufall: Marilyn muss einer Unpässlichkeit wegen kurz ins Krankenhaus, sieht dort die (männlichen) Ärzte und wird durch sie an ihren einstigen Traum erinnert. Und dann sieht sie Mrs. Wolff, die keineswegs Schwester ist oder Sekretärin, sondern ebenfalls Ärztin…

Ja. Ja. Ja.

Marilyn erinnert sich durch Mrs Wolff wieder an ihren Traum vom damals. Die Kinder, Nath und Lydia, sind groß genug. Sie, Marilyn, weiß noch um ihren Traum, sie ist noch nicht zu alt, noch ist es nicht zu spät… sie meldet sich heimlich an einem College zum Studium an, mietet sich ein Zimmer, verläßt die Familie….

Mit diesem Geschehen setzen zwei sich ergänzende Mechanismen ein. Lydia, das kleine Mädchen, für das dieses unerklärliche Verschwinden der Mutter die massive Trauersituation eines Verlustes darstellt, kommt ins ‚Verhandeln‘: wenn die Mutter wieder zurückkäme, würde sie alles machen, was sie wolle, würde nie nein sagen, sondern immer gehorchen, nur solle die Mutter zurückkommen….

… und die Mutter kommt zurück, notgedrungen, das kleine Wesen, das mal Hannah heißen wird, macht sich bemerkbar.. wieder platzt ihr Traum, der sie auf Lydia überträgt…


Es ist müßig, jetzt noch weiteres zum Inhalt zu sagen, die wesentlichsten Punkte von Ngs Roman sind genannt, wenngleich es vieles an Einzelheiten gibt, die ebenfalls ihre Bedeutung haben.

Die Wünsche von James und Marilyn an ihr Leben ergänzen sich, sind komplementär: James, der Aussenseiter, will dazu gehören, will das, was alle wollen, will nicht auffallen. Marilyn, will alles, nur nicht das was alle wollen: biedere Hausfrau werden, die sich einen Mann geangelt (kräftig, mit hellem Haar und von der Sonne geröteter Haut) hat und die dann den Haushalt versorgen muss. NIcht in der Masse untergehen, den eigenen Weg finden, Ärztin werden.

Beide scheitern mit ihren Vorstellungen. James, der durch das honigblonde uramerikansiche Mädchen glaubte, die Eintrittskarte in „alle“ gezogen zu haben, muss erkennen, daß vielmehr er dieses Mädchen zu sich in die Aussenseiterposition gezogen hat. Sie dagegen wird durch die Schwangerschaft mit Lydia das, was sie nie werden wollte (zumindest nicht so): Mutter und Hausfrau.

Gesellschaftliche Aussenseiter: James und Marilyn haben keine Bekannten, keine Freunde, keinen Ausgang. Gehen sie mal raus aus ihrer Wohnung, werden sie angestarrt, angepöbelt, ausgelacht, lächerlich gemacht [4]. Sie übertragen dies auf ihre Kinder: sowohl Lydia als auch Nath werden zu Aussenseitern in der Schule. Lydia versteht es, dies gegenüber ihren Eltern zu kaschieren. Stundenlang scheint sie mit Freundinnen zu telefonieren, sitzt da mit dem Telefonhörer in der Hand und spricht anscheindend mit ihnen. Bei den Befragungen durch die Polizei ergibt sich dagegen, daß niemand von diesen Freundinnen überhaupt Kontakt zu ihr hatte….

Beide Eltern wollen das, was sie nicht erreicht haben, von Lydia haben: James will, daß Lydia dazu gehört, er schenkt ihr grausame Bücher zu Weihnachten, Ratgeber, mit Menschen umzugehen, Freunde zu finden, Kontakte zu pflegen. Er kauft für Lydia nur Sachen, die im Schaufenster hängen, weil er sicher sein kann, daß dies die Klamotten sind, die jetzt ‚alle‘ tragen….

… und Lydia sagt ‚Danke‘ und schweigt und in ihrem Inneren wächst die Verzweiflung.

Am schlimmsten aber wirkt sich der unausgesprochene Pakt zwischen Tochter und Mutter auf das Mädchen aus. Wie zwei Zahnräder greift es ineinander: die Tochter soll im Leben das erreichen, was ihr, der Mutter verwehrt blieb und die Tochter hält sich an ihren Teil des nach dem Verschwinden der Mutter dem Schicksal heimlich gegebenen Versprechens: alles zu machen, was die Mutter sich wünscht, wenn diese nur nicht tot ist und wieder zurück kommt….. Schenkt ihr der Vater Ratgeber, wie man Freunde gewinnt, erhält sie von der Mutter anatomische Atlanten mit Bildern, vor denen sie sich ekelt…. Lieber lernen als zur Geburtstagsparty gehen…. auf Wunsch der Mutter, die einzige Party, zu der sie je eingeladen wurde… Lydia unterdrückt jeglichen Impuls, ihre eigenen Interessen zu formulieren, sogar vor sich selbst….

Lydia ist der unfreiwillige Mittelpunkt der Familie, um den/die sich alles dreht. der ältere Bruder Nath und mehr noch die kleine Hannah werden vernachlässigt. Dafür gibt es ein enges Band zwischen Nath und Lydia: beide leiden auf ihre Art unter den Defiziten der Eltern, zwischen den Geschwistern herrscht wortloses Verständnis, für Lydia ist Nath der einzige Halt in ihrem Leben. Ihm erzählt sie wortlos, was sie nicht erzählt.

Diese ständige Überforderung des Mädchens fordert irgendwann ihren Tribut. Die schulischen Leistungen werden schlechter anstatt besser, Lydia fängt an, sich mit dem allseits (und besonders bei Nath) verhassten Jake zu treffen und mit ihm in der Gegend herum zu fahren, greift bei einer dieser Fahrten zu den Kondomen im Handschuhfach: „Ich weiß, was ich tue…“

Am härtesten aber trifft sie die Nachricht, daß Nath in Harvard zum Studium angenommen worden ist, sie also verlassen wird….


Obwohl der Roman mit einer Toten beginnt, geht es Ng nicht darum, wie in einem Thriller einen Täter zu suchen und zu ermitteln oder eine Tat aufzuklären. Ihr Anliegen ist es, die Tragik einer Familie zu ergründen, die an den sozialen Umständen, aber auch an sich selbst scheitert. Im Zentrum steht Lydia, die ältere Tochter, die von beiden Elternteilen mit Erwartungen überhäuft wird. In sie wird all das projiziert, was den Eltern – aus dem einen oder anderen Grund – selbst verwehrt geblieben ist. Als Leser lernen wir die Familie und deren innere Dynamik aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten kennen, in deren Erinnerungen und Schilderungen formt sich das Bild dieses überforderten Mächchens, in dem, als mit Naths absehbaren Auszug ihr letzter Halt verloren geht, etwas zerbricht.

Man könnte sagen, daß Lydia unter dem Druck nicht explodierte, ihre Spannung also nach außen gerichtet entlud, sondern sie implodierte eher, verlor die Orientierung und ihren Rettungsanker. Es dauert sehr lange, bis es zu den Eltern durchdringt, daß ihr Bild und ihr Wissen von der Tochter einzig von eigenem Wunschdenken geprägt war und mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun hatte, schließlich verlangt diese Erkenntnis gleichzeitig auch, daß James und Marilyn ihre eigenen Blockaden erkennen.

Mit Lydias Tod, der der Familie das Zentrum nimmt, um das sich alles drehte, bricht deren Struktur zusammen. Außer der Trauer um den Verlust der Tochter müssen vor allem die Eltern weitere ‚Verluste‘ akzeptieren: den der Projektionsfläche für die jeweiligen eigenen Lebensziele, den Zusammenbruch des Bildes, das sie sich von sich selbst und von ihrer Tochter gemacht haben, auch die Tatsache, daß sie ihren beiden anderen Kinder nicht gerecht geworden sind, dringt langsam aber sicher durch. Mit Lydias Tod und dem Zusammenbruch der alten Familienstruktur ist aber andererseits auch die Chance (und die Notwendigkeit) vorhanden, eine neue Struktur zu formen. Diese neue Dynamik beendet auch die Sprachlosigkeit und die künstliche Harmonie in der Familie, jetzt sind Sätze zu hören über Ängste und Befürchtungen, die schon lange hätten ausgesprochen werden müssen.

Hier, am Ende des Romans, findet sich für mich als Leser auch die Stelle, an der ich mich ein klein wenig unwohl fühle, sie ist mir – um mit Brad Pitt zu sprechen – zu ‚amerikanisch‘, zu harmonisch, zu „alles-wird-gut“-mäßig: „Alles ist gut“, sagt sie [i.e. Marilyn zu Hannah]. „Dein Vater und ich müssen nur reden.“ Dann – und Hannah errötet vor Freude – küsst sie ihre Tochter auf den Kopf, genau dort, wo der Scheitel sitzt, und sagt: „Wir sehen dich morgen früh.“ … Das kann so passieren – natürlich. Aber Fakt ist, daß viele Ehen über den Tod eines Kindes eher zerbrechen als heilen und hier kommt ja noch ein wenig mehr dazu….. Immerhin streckt Ng das Entstehen des neuen Familienverständnisses über einen langen Zeitraum, vermittelt also, wie schwierig es ist, daß man immer wieder auch in alte Muster zurück fällt….


Zwar ist Ngs Roman auf das Innenleben der Familie fokussiert, entlarvt aber gleichzeitig den Mythos vom Schmelztiegel USA als Blick vom weißen Ende des (Haut)Farbspektrums, der die anderen Farben ausgrenzt: Rot, Gelb und Schwarz wurden und werden nur zögerlich mit eingeschmolzen und – selbst wenn die Gleichstellung gesetzlich garantiert ist – sozial auf Abstand gehalten. Diese rassistische Komponente in der amerikanischen Gesellschaft, die man meist nur als gegen Afro-Amerikaner gerichtet sieht, zielt – und das zeigt Ng mit ihrem Buch – jedoch genauso gegen Chinesen [4], wobei Chinese ist, wer wie einer aussieht, unabhängig davon, ob der/diejenige (wie James) in den USA geboren ist oder nicht…

Was ich euch nicht erzählte ist ein eindringlicher Roman über die innere Isolation eines jungen Mädchens in einer Familie, die durch eine rassistisch motivierte äußere Isolation in eine tragische Familiendynamik hingeraten ist. Durch Sprachlosigkeit und dem Anhängen von Wunschbildern und Projektionen steuern die Protagonisten auf ein tragisches ‚Erwachen‘ zu, das Ng mit nüchterner, präziser Sprache darstellt. Ein eindringliches Buch, ein nachdenklich machendes, ein gutes, nein: ein sehr gutes!

Links und Anmerkungen:

[1] zur Homepage der Autorin: http://www.celesteng.com
Wiki-Artikel über Celeste Ng:  https://en.wikipedia.org/wiki/Celeste_Ng
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Chinese_Exclusion_Act
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Chinesen_in_den_Vereinigten_Staaten
[3] Ng sagt dazu in einem Interview: ‚The sad truth is that with one exception, every example of racial discrimination in the novel is something that’s actually happened at some point to me, my family, or others I know personally.  From the little girls who throw rocks at James’s car to the woman who pulls her eyes into slits, I unfortunately didn’t have to do a lot of research here.‘ Quelle:  http://www.cleveland.com/books…stories
[4] ‚Selbstverständlich‘ wurden auch andere ‚Gelbe‘ diskriminiert….. Nach der Bombardierung von Pearl Harbour beispielsweise wurde diese rassistische Komponente bei den Internierungen der japanischstämmigen Einwohner in den USA nur notdürftig durch politische Argumente überdeckt. Julie Otsuka beschreibt dies in ihrem Wovon wir träumten sehr eindringlich: https://radiergummi.wordpress.com/2012/12/31/julie-otsuka-wovon-wir-traumten/

Celeste Ng
Was ich euch nicht erzählte
Übersetzt aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit
Originalausgabe: Everything I Never Told You, Penguin Press, 2014
diese Ausgabe: dtv, HC, ca. 290 S., 2016

Ich danke dem Verlag für die Überlassung eines Leseexemplars.

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7 Kommentare zu „Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte

  1. Danke für diese ausführliche Besprechung. Dieses Buch taucht ja wie aus dem Nichts plötzlich in vielen Blogs auf, was mich zunächst eher skeptisch macht. Der Inhalt hat mich nun schon überzeugt. Wie ist es mit der Sprache?

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    1. ach… meine wunde stelle, das vergesse ich immer wieder, fühle mich aber auch nicht sonderlich kompetent bei dieser frage… ;-)

      Ng beherrscht meiner meinung nach das, was die amerikaner so oft beherrschen: das leicht lesbare erzählen, ohne dabei seicht zu werden. ich fand/finde ihre sprache schön, die personen sind mit ihren unterschiedlichen motiven und charakteren gut gezeichnet. die geschichte verlangt ein aufmerksames lesen, da sie des öfteren zwischen verschiedenen zeitebenen hin- und herspringt. manches auch wichtige ergibt sich beiläufig aus dem text, so schildert Ng die einführende szene, daß lydia nicht zum frühstück kommt und erst ein zwei seiten später erfahren wir durch die angabe, daß die geschwister auf die frage, ob sie chinesen seien… daß sie eben „chinesen“ sind und können uns der honigblonden haare der mutter wegen denken, daß das an james liegt….

      für mich sprachlich also auch auf hohem niveau.

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