Rosemarie Marschner: Das Jagdhaus

Von Rosemarie Marschner habe ich neulich hier im Blog schon ihren Roman Das Bücherzimmer (https://radiergummi.wordpress.com/…buecherzimmer/) vorgestellt, in dem sie einen Zeitraum von sechs Jahren im Leben ihrer Protagonisten Marie Zweisam schildert. Diese – das sei zur Überleitung und Einstimmung hier kurz repetiert – ist als uneheliches Kind in deinem Dorf geboren. Mit vierzehn Jahren wurde sie als Dienstmädchen in die nahe Stadt Linz geschickt, die einzige Möglichkeit, dem intelligenten Mädchen zumindest einen Startplatz für ihre Zukunft zu geben. In diesen Jahren erfuhr sie von ihrer sterbenden Mutter ihre eigene Geschichte, heiratete aus ihrer Einsamkeit heraus und zerstritt sich mit ihrer Schwiegermutter. Dies alles vor dem Hintergrund des Aufstiegs Hitlers, von dem sich Österreich mit Begeisterung anschließen ließ. Marie, die diese Begeisterung nicht teilt, kam in Schwierigkeiten, aus denen sie durch den Notar Bellago herausgeholt wurde – jenen Mann, den ihre Mutter in ihren Jugendjahren so liebte…

marscher jagd

Das Jagdhaus schließt inhaltlich an diese Geschichte an, wobei Marschner geschickt die Perspektive wechselt. Marie, die sie Bücherzimmer nach Wien hat gehen lassen, um dort zu studieren, spielt erst einmal kaum eine Rolle, sie wird nur als mysteriöse und unbekannte Freundin des Kanzleiteilhabers Ferindand Bellagos erwähnt. Im Das Jagdhaus steht zuvörderst die junge Familie Bellago im Mittelpunkt mit Ferdinand und Antonia sowie deren Kindern Enrica und Elisabeth, den alten Bellagos, in gewisser Weise auch den Bethanys, den Eltern Antonias, sowie deren kleinem Bruder Peter, einen Nachzügler.

Der Roman setzt mit der Taufe von Lilly, dem jüngsten Bellago-Kind ein. Ein fröhliches Fest, bei dem die ganze Familie versammelt ist, und das nur durch eine kleine Bemerkung des Pfarrers für Antonia etwas getrübt wird: Das Kind ist so alt wie der Krieg. Wir schreiben 1939, aber Antonio gefällt dieser geknüpfte Zusammenhang zwischen ihrer Tochter und dem Krieg nicht….

Ein zweites Vorkommnis sollte sich noch ereignen, die Bethanys teilen der Familie ihren Beschluss mit, nach Italien, der Heimat von Laura Bethany, zu reisen und dort vorerst zu bleiben. Dies soll unter dem Deckmantel gesundheitlicher Probleme des Mannes geschehen, in Wahrheit aber wird dieser an der Universität, an der er lehrt, immer weiter in die Enge getrieben und geschnitten, seine Überzeugungen, die er nicht verheimlicht, kollidieren mit dem Zeitgeist. Ein großes Problem ist, daß der Sohn Peter partout nicht mit nach Italien will, die Bellagos werden inständig gebeten, ihn aufzunehmen und für ihn zu sorgen.

So bleibt Peter, der mit seinen zwölf Jahren unsterblich für die Freundin von Johnny schwärmt, der den Swing liebt, den er in der Clique seines Freundes kennen gelernt hat, der nicht versteht, warum auf einmal Schulkameraden nicht mehr da sind und man schlecht über sie redet, in Linz, mehr gelitten als geliebt in der Familie, seine einzige Vertraute ist die große Schwester.

Die Zeiten spiegeln den Krieg wieder, es gibt Einschränkungen und Belastungen, nur an wenigen Plätzen scheinen die Uhren noch auf Vorkriegszeiten zu stehen. Einer dieser Plätze ist das Hotel Sacher in Wien. Hier verkehren die Nazigrößen mit ihren Frauen, versuchen, sich dem Stil des Hauses anzupassen oder ihn halbstark und laut zu ignorieren und merken nicht, mit welcher Verachtung die altgedienten Kellner ihren Wünschen entsprechen. In dieses Hotel führt auch Ferdinand Bellago seine Frau aus, als sie in Wien sind und unter anderem nach der Bethanyschen Wohnung sehen. Es kommt zu einer seltsamen Begegnung: Thomas Harlander, der Kompagnon in der Kanzlei, betritt den Saal in Begleitung einer schönen, jungen Dame. Man sieht sich, grüßt sich notgedrungen und verlegen, dann verläßt Harlander mit seiner Begleitung das Hotel wieder. Antonia versteht dies nicht, bekommt aber von ihrem Mann nur ausweichende bzw. verneinende Antworten.

Nichts war mehr klar und durchschaubar. Im Lauf der Zeit wurde es immer gefährlicher, ehrlich zu sein. Gerüchte waberten von Mund zu Mund, ohne daß jemand wagte, laut darüber zu reden. Wo gab es noch Juden zum Beispiel? Die meisten hatten längst das Land mit unbekanntem Ziel verlassen. Die aber, die geblieben waren, hatte man abgeholt… sie fuhr man mit ihren Habseligkeiten in den Osten… eine neue Heimat, die mit eigener Hände Arbeit bewohnbar gemacht werden sollte. Warum nur, fragte sich Antonia, gaben sie keinen Nachricht, wie es ihnen ging? Und was war mit dem Heim für Blinde und Behinderte? Immer neue Krankentransporte kamen, das Heim hätte längst überfüllt sein müssen…. Meine Patin sagt, so vertraut es Fanni, das Dienstmädchen, Antonia an, manchmal rieche es am frühen Morgen in der ganzen Gegend nach verbranntem Fleisch, ein paarmal habe sie angesengte Haarbüschel … gefunden. xx

Der Krieg dauert an, die einst so begeisterten Menschen in Linz, die dem Führer atemlos huldigten, sind zur Besinnung gekommen. Man beschwichtigte sich, es würde nicht so schlimm werden, nicht so schlimm sein mit der eigenen Schuld, schließlich sei dies kein österreichischer Krieg sondern ein rein preußisches Unternehmen

… aber mit der Fortdauer des Krieges wurde es auch in der noch vom direkten Krieg verschonten Stadt Linz immer schlimmer. Es wurde grau in der Stadt, die Lebensfreude wich, die Menschen mussten mit immer weniger Auskommen. Auch die Bellagos mussten sich strecken, längst waren auch ihre Vorräte angegriffen. Wäre Fanni nicht, die vom Land kam und Beziehungen hatte, die hin und wieder auch Schwarzgeschlachtetes besorgte, so wäre es noch ärmlich um die Familie gestellt. Schwarzschlachten: schon längst kein Kavaliersdelikt mehr. Auf immer mehr Vergehen stand die Todesstrafe und beinahe hätte es auch Antonia erwischt. Unvorsichtig eilte sie zur Tür, als es morgens klingelte: der Peilsender hatte vor ihrem Haus angeschlagen und der Mann und der Hund verschafften sich Einlass, die Wohnung nach dem Feindsender zu durchsuchen….

Die Wohnung der Bethanys in Wien war innerhalb einer Woche aufzulösen und wurde requiriert, um Fremde einzuquartieren. Bei dieser Gelegenheit besucht Peter, der mitgefahren war, noch einmal seinen alten Freund Johnny… Er ist zuhause, macht die Tür auf, steht dort mit kurzen Haaren, hinkt urück in die Wohnung und winkt Peter herein. Er erzählt, wie die Swing Boys sich mit der HJ bekriegt haben, die ersten Male noch mit Resten jugendlichen Kräftemessens, mit gewissen, nie ausgesprochenen Regeln, aber dann… wurde er abgeholt von der Gestapo, zerschlug man ihm die Kniescheibe, trat ihm die Zähne aus, dröhnte tagelang ohne Unterbrechung der Chattanooga Train durch seine Zelle… man verbot, zum Zahnarzt zu gehen, Urkundenfälschung wäre das, klärten sie ihn mit beissendem Spott auf…. und jedesmal, wenn sie ihn wieder holen müssten, käme eine Urkunde dazu….

Den Horbachs, bei denen einst Marie Zwiesam Hausmädchen war, denen ging es noch gut. Einzig Beate Horbach hatte Sorgen, da sie des öfteren an einem Ausschlag litt und die von ihr über alles geliebte, englische Radium-Creme nicht mehr zugänglich war. Diese hätte ihr geholfen, das war ihr fester Glaube. Den Horbachs mangelte es an nichts, weder an Beziehungen noch an materiellen Dingen. Doch glücklich war auch Beate Horbach nicht. Die Tochter Elvira hatte nach Berlin geheiratet, ihr Mann, ein Architekt, entwarf mit Speer das neue Deutschland, sie war intelligent genug, zu sehen, daß der Krieg, den das Land gegen die Welt führte, in der Wirklichkeit anders lief, als es der Hinkende in seinen Propagandasendungen durch die Volksempfänger glauben machte: Wollt ihr den totalen Krieg? schrie er in den tobenden Saal und bekam die rasende Antwort…..

Es war Beate Horbach, von der Antonia die Wahrheit erfuhr. Die Tatsache, daß selbst der Notar Horbach mit seinen Beziehungen kein gutes Wort mehr für die Bellagos einlegen konnte, die Tatsache, daß die Familie schon lange unter Beobachtung stand, daß man wusste (auch wenn es noch nicht nachgewiesen werden konnte), daß im Haus Feindsender gehört wurden, daß man vom Besuch Peters bei Johnny ebenso wusste wie man es richtig interpretierte, daß die Bellagos, die einst begehrte Einladungen zu Festen aussprachen, noch nie Angehörige der neuen Herren eingeladen hatten. Nein, Beate Horbach machte Antonia keine Hoffnung. Die Einberufung von Ferdinand Bellago und Thomas Harlander konnte nicht rückgängig gemacht werden. Allein die Information, daß die beiden Männer aufgrund einer Denunziation angezeigt worden waren, weil sie in vergangen Tagen nämlich bei Juden zu Gast gewesen waren und sich dort launig im Gästebuch verewigt hatten, die konnte Beate Horbach weitergeben.

Auch die Villa der Bellagos blieb von Einquartierungen nicht verschont. Ins Gartenhaus wurden ihnen drei Personen, zwei Mütter, zwei Kinder gesetzt, die in Hamburg waren, als der im Sportpalast so frenetisch herbeigerufene totale Krieg eingetroffen war: gerade noch sind sie dem Feuersturm entkommen, der die Stadt kochen ließ. Moritz, der Vierjährige, trug ihn in der Seele mit sich, ein völlig traumatisiertes Kind, das alle „terrorisierte“ – und verschwand, als er seine Mutter in der Sylvesternacht halbbe- bzw. entkleidet auf dem Sofa liegen sah, mit dem knieenden Mann vor ihr… nein, sie verstanden sich nicht, die Bellagos und diese Hamburger Frauen, die, nachdem die Suche nach Moritz erfolglos blieb, einfach wieder gingen….

Der junge Peter wurde immer stärker herangezogen, die Schule nahm immer weniger Platz in seinem Leben ein. Dies war kein Wunder, verreckten doch die Lehrer an irgendeiner dieser vielen Fronten. Aber der deutsche Mann hatte sich eh an der Front zu beweisen und sich nicht den Hintern weichzusitzen auf irgendeiner Schulbank…. Ausbildung zum Flakhelfer, Spendensammeln, mit der HJ überall dort einspringen, wo Arbeitskräfte fehlten, das war jetzt sein Leben… und es sollte noch schlimmer kommen: er wurde zum letzten Aufgebot Hitlers einzogen, dem Volkssturm.

Die alten Bellagos, Antonias Schwiegereltern, wurden immer älter, gebückter, kaum noch waren die Bellagos früherer Tage in ihnen zu erkennen. Lang war es her, daß Franz Bellago eine Figur war, die die voran ging und bestimmte. Langsam, aber sicher ging die Verantwortung und die Führung der Familie auf Antonia über, eine von allen ruhig und konfliktfrei gehandhabte allmähliche Übergabe der Pflichten auf die junge Frau.

Die Flugzeuge der Amerikaner flogen irgendwann dann nicht mehr über Linz hinweg nach Bayer, sondern warfen ihre Last auch über dieser Stadt des Führers ab. Jetzt bestimmte der alte Bellago noch einmal: er schickte Antonia und die beiden Mädchen in das Jagdhaus auf dem Land.

Natürlich ging Antonia nicht davon aus, daß man hier auf sie gewartet hatte, aber auf dieses Ausmass an Ablehnung, ja Feindschaft, war sie nicht gefasst. Besonders ihre Nachbarn, die Zwiesams, mieden jeden Kontakt mit ihr, einzig die junge, schöne Frau, die dort – so wie sie – offensichtlich Schutz vor dem Krieg suchte, erwiderte wenigstens den Gruß. Sie, Marie Zwiesam, sprach Antonia eines Tages an und forderte Auskunft über den Grund der Feindschaft, die sie so gar nicht nachvollziehen konnte…..

Kurz vor Kriegsende, als absehbar war, daß die Amerikaner bald in Linz einmarschieren würden, fuhr Antonia wieder zurück in die Stadt zu den Schwiegereltern. Mit ihnen zusammen erlebte sie dann die Kapitulation und auch die ersehnte Rückverwandlung der Ostmark in Östereich und der Oberdonau in Oberösterreich…. Doch noch war das Land gespalten, einen Teil hatten die Russen besetzt, den anderen die Amis…

Auf diese erste Nachkriegszeit geht Marschner nur kurz ein, sie schließt ihren Roman mit einer Art Happy-End, in dem die Bellagos wieder vereint sind und man Hoffnungen haben kann, daß die Verwundungen, die der Krieg angerichtet hat, überwunden werden können.

Über das weitere Schicksal Marie Zwiesams (und Thomas Harlanders) erfahren wir leider nichts mehr, vielleicht spinnt die Autorin diesen Faden der Geschichte noch einmal weiter, es würde mich freuen. Eine weitere kleine Anmerkung noch: die Konstellation, die Ralf Rothmann in seinem aktuellen Buch (Stand: Juli 2015) Im Frühling sterben (https://radiergummi.wordpress.com….-sterben/) geschaffen hat, daß nämlich ein Mann seinen Freund exekutieren muss, weil dieser desertieren wollte, hat Marschner in ihren Roman auch eingebaut….


Marschners Roman Das Jagdhaus ist zweierlei. Es ist zum einen die Geschichte einer großbürgerlichen Familie in einer österreichischen Stadt, zum anderen ist es aber auch eine Darstellung über das 3. Reich und den Zweiten Weltkrieg in Linz (die Autorin selbst stammt aus Wels, kaum 25 km von Linz entfernt), was wahrscheinlich auf viele andere Städte Österreichs verallgemeinbar ist.

Dabei läßt sich die Autorin Zeit, sie nimmt sich den Raum, nicht nur die reinen Fakten wieder zu geben, sondern auch über die Ängste, die Bedrohungen, die Einschränkungen des Lebens zu schreiben. Die Bellagos sind freilich nicht repräsentativ für die allermeisten Bürger der Städte, für sie hat sozusagen der Hunger erst sehr viel später eingesetzt und sie hatten Beziehungen, die lange Zeit die Hand über sie halten konnten. Unter den Bomben, da waren alle gleich – oder auch nicht, denn die Villenvororte waren im Grunde kein herausragendes Ziel für Bomber…. die dicht bewohnten Innenstädte dagegen schon, moral bombing nannte der Engländer Harris das, was vor allen Dingen im Reich exekutiert wurde: Alles Zerbomben, um die Moral der Deutschen zu zerstören.

Die Schilderung der Familiengeschichte und die des damals herrschenden Zeitgeistes überschneiden sich häufig, Marschner legt aber großen Wert darauf, die seinerzeitigen Verhältnisse zu schildern. Im Bücherzimmer beschrieb sie schon, mit welcher Begeisterung Österreich (das nur ungefähr zwei Jahrzehnte vorher noch eine Weltmacht war, die k.u.k. Monarchie nämlich) sich an Nazi-Deutschland anschließen ließ. Das, was die Nazis in Deutschland an Verbesserungen erreicht hatten, davon konnte Österreich nach dem ersten Weltkrieg nur träumen.. die Ernüchterung folgte schnell, bald wurde deutlich, daß man kein gleichwertiger Partner, Deutscher war: der Reichsdeutsche galt mehr und das letzte Wort hatte Berlin. Sogar noch den Namen „Österreich“ löschte der Führer und benannte das frühere Östereich erst in „Ostmark“ um, um es dann in einzelne Alpen- und Donaugaue zu gliedern.

Marschner schildert, wie sich die Menschen Hoffnung machten, daß sie vom Krieg, der nicht der ihre war, doch verschient bleiben würden. Der Krieg – das war ein preussischer, kein österreichischer… und tatsächlich flogen die Bomber der Aliierten lange Zeit über Österreich hinweg – aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

Mauthausen liegt nicht weit entfernt. Die Arbeitskraft der Männer, die an der Front sind, wird durch Häftling ersetzt: traurige, Angst und Schrecken einflößende Marschkolonnen, die an verstörten Bürgern vorbeischlurfen… Sie waren nicht unbedingt alle Unschuldslämmer.. im Februar ´45 flogen 500 Männer aus Mauthausen, die Verfolger nannten es stolz die „Mühlviertler Hasenjagd“: Wer gefunden wurde (und das waren fast alle), wurde erschossen oder erstochen. Klopften sie irgendwo an, wurden die Fliehenden nur in den seltensten Fällen aufgenommen und versteckt …

Die dem Buch zugrunde liegende Familiengeschichte ist nicht aussergewöhnlich. Eine Familie, die sich eine zeitlang aus der Schusslinie halten kann, dann wird der Mann eingezogen und muss an die Front, ein Junge wird zum Kindersoldaten gemacht und kehrt traumatisiert zurück. Die zuhause Gebliebenen müssen sehen, wie sie zurecht kommen. Alle sehnen sich nach Frieden, nach Ordnung, danach, mit den Lieben schöne Stunden verbringen zu können, Arbeit zu haben… doch der Tagesablauf ist durch das Anstehen in Schlangen gekennzeichnet, durch Hunger, durch Mangel, durch Verbote und Gebote, durch Misstrauen und Angst…

Es gibt Erzählstränge, die Marschner zwar anreisst, aber nicht ausbreitet, obwohl man sich mehr dazu gewünscht hätte. Was zum Beispiel erlebt Ferdinand in Paris, wie kommt er zurück? Von Thomas Harlander erfahren wir noch weniger… ebenso ist Marie Zwiesam, die Hauptperson des ersten Bandes, hier eine Nebenfigur, die im Grunde nur einmal in die Handlung eingreift…. auch die Eltern Antonias sind, nachdem sie nach Italien geflüchtet sind, weitestgehend aus der Handlung herausgenommen. Das ist, wie gesagt, schade, von allen hätte man sich mehr zu lesen gewünscht… so bleibt die Neugier und die Frage: wie ist der Familie Bellago bzw. Marie und Thomas nach dem Krieg ergangen?

Zusammenfassend kann ich festhalten, daß mir Das Jagdhaus sehr gut gefallen hat. Es ist spannend, man könnte dieses Buch auch in einem Zug durchlesen, es ist sensibel und einfühlsam geschrieben, es fügt seine Geschichte ein in die Lebensumstände der damaligen Zeit und gibt damit eine Vorstellung der Verhältnisse, wie sie in Österreich während des 2. Weltkrieges geherrscht haben.

Rosemarie Marschner
Das Jagdhaus
Erstausgabe:

diese Ausgabe: dtv, ca. 460 S., 2014

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2 Kommentare zu „Rosemarie Marschner: Das Jagdhaus

    1. das ist sinnvoll, da beide bücher doch aufeinander aufbauen und besser verständlich sind, wenn man die geschichte von anfang an kennt. ansonsten wird im „Jagdhaus“ natürlich auch rückschauend noch einmal die vergangenheit geschildert, wenn es notwendig ist…

      viel spaß im „Bücherzimmer“!

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