Philip Roth: Der menschliche Makel

roth makel cover

Zu Philip Roth muss man nicht allzuviel mehr sagen. Auch wenn ihm der höchste der Literaturpreise versagt blieb (zumindest bis dato), ist er doch einer der bedeutendsten Romanciers der USA und man kann es getrost so sagen, einer der wichtigsten wohl überhaupt. Was ihn ferner auszeichnet, ist die Tatsache, daß er sozusagen benediktartig 2012 seinen Rückzug vom Literaturbetrieb verkündet hat, „…er empfinde nicht mehr den Fanatismus, den er zum Schreiben braucht…“ wird kolportiert [3]. Am Ende des vergangenen Jahrtausends hat er aber noch geschrieben und dieser Roman Der menschliche Makel, 2000 veröffentlicht, ist das Ergebnis.

In diesem Roman erzählt uns Nathan Zuckerman, diese in vielen Werken auftauchende Figur Roths, die Lebensgeschichte von Coleman Silk.

Coleman Silk ist bzw. war als Professor für klassische Literatur Dekan einer Universität in Neuengland. Er war es lange Jahre und er war so etwas wie ein Rausschmeisser, ein Erneuerer, ein Revolutionär, der im Auftrag und mit Billigung des Rektors die alten Zöpfe, die sich über Jahrzehnte geflochten hatten, abschnitt und entsorgte. … und dies nicht nur im übertragenen Sinn.. wenn altgediente Professoren im Eingangsgespräch gesagt bekamen: „Dann haben Sie ja die letzten dreißig Jahre nichts gemacht!“, verließen sie meist bald darauf ihre „Wirkungs“stätte. Für sie stellte Dekan Silk junge Leute mit Biss ein, die fachlich gut waren, die neuen Schwung brachten, auch der erste Professor mit dunklen Pigmenten in der Epidermis, der nach Athena geholt wurde, war dem Wirken Dekan Silks zu verdanken.

Mitte der 90er Jahre jedoch kippte die Stimmung gegen Silk. Ein neuer Rektor stand nicht mehr vorgehaltlos hinter ihm und dann geschah das, was im Grunde so unendlich nichtig war und in der Folge jedoch aufgebläht und zur Vernichtung Silks instrumentalisiert wurde. In einem der Seminare Silks fiel diesem auf, daß er zwei der eingeschriebenen Studenten noch nie im Seminar gesehen habe: „Kennt jemand diese Leute… oder sind es dunkle Gestalten, die das Seminarlicht scheuen?“ [4]. Da die beiden fehlenden Studenten Afroamerikaner sind, konstruieren seine Gegner aus dieser irrelevanten Bemerkung einen Rassismus-Vorwurf , den sie Keule gegen Silk einsetzen. Da sich niemand für den alten Dekan einsetzt, die Hetze immer größer wird, seine Frau sogar an einem Schlaganfall stirbt, was er direkt und voller Hass und Wut auf „die“ zurückführt, legt er seine Ämter an der Universität nieder, verläßt diese und zieht sich verbittert zurück.

Mit dieser Wut kommt er zu seinem Nachbarn, dem Schriftsteller Nathan Zuckerman, gestürmt, dieser solle die Geschichte und den „Mord“ an seiner Frau zu einem Buch verarbeiten. Zuckerman macht dies nicht, aber die beiden Männer (auch Zuckerman lebt sehr zurückgezogen) freunden sich ein wenig an. In einer ganz bezaubernden Szene läßt Roth die beiden älteren Männer (Silk ist einundsiebzig Jahre alt, Zuckerman Mitte sechzig) zusammen tanzen und gönnt ihnen einen Augenblick tiefer Zufriedenheit (auch Zuckerman hat so seine Probleme, von denen viele auf die Nachwirkungen seiner Prostataoperation zurück geführt werden können…).

Jedenfalls erzählt Coleman seinem Nachbarn von seiner Geliebten, einer Frau, die knapp halb so alt ist wie der jetzt 71jährige, die in der Universität als Putzfrau arbeitet und die eine Menge der Kelche, die das Leben für eine Frau bereithalten kann, bis zur bitteren Neige gekostet hat: sexuelle Übergriffe im Kindesalter, eine Ehe mit einem Mann, der durch zwei Stationierungen in Vietnam traumatisiert und extrem brutal geworden war, der Tod zweier Kinder, die in der Wohnung verbrannten, die Scheidung, Nachstellungen und Bedrohungen durch ihren Exmann… ob sie früher auch zeitweise als Prostituierte gearbeitet hatte, wird nicht ganz klar. Außerdem ist sie Analphabetin. In Athena putzt sie in der Universität und in der Poststelle, ferner arbeitet sie auf einem Biohof und melkt dort die Kühe.

Die beiden geben sich Mühe, ihre Beziehung geheim zu halten. Aber egal wie abgeschieden man wohnt, wie vorsichtig man ist, ein solches Verhältnis läßt sich nicht geheim halten und kaum gerät der Rassismus-Vorwurf ein wenig in Vergessenheit, erfahren einige Leute von Colemans Verhältnis und die Hexenjagd geht von vorne los….

Es ist eine berührende Liebesgeschichte zweier verwundeter Menschen, die beide strikt leugnen, daß es sich um Liebe handeln könnte. „Mach es nicht kaputt, Coleman!“ so bescheidet sie ihn, wenn sie das Gefühl hat, er würde diese Grenze überschreiten. Sie haben Sex miteinander, viel und ohne Hemmungen, es ist ihre gemeinsame Flucht aus einem Leben, das ihnen böse mitspielt. Faunia ist keine Schönheit im landläufigen Sinn, sie ist eher herb und knochig, in ihren Äußerungen unverblümt und direkt, diese Eigenschaften sind es, die Coleman zugleich liebt und die ihn verwirren. Sie dagegen liebt sein Alter, daß sie sich auf keine Überraschungen mehr einstellen muss und sie fühlt sich geschätzt und gleichberechtigt..

Die Gerüchteküche kocht und die Doppelmoral feiert Triumphe. Alles, was in die Welt gesetzt wird, wird auch geglaubt: z.B. habe Coleman Faunia zu einer Abtreibung gezwungen, danach hätte Faunia einen Suizid versucht, bei einem Unfall sei Colemann von der Straße abgekommen, weil Faunia ihn während der Fahrt oral befriedigt hätte und er abgelenkt gewesen sei, er habe in ein Büro einer Ex-Kollegin eingebrochen und in ihrem Namen diskriminierende Mails verschickt.. nichts ist zu absurd, als daß es die ehemaligen Kollegen, die Studenten, die Menschen nicht glauben würden…

Dies sind so in etwa die Dinge, die Nathan von Coleman selbst erfährt oder die er von dessen Leben mitbekommt, wenn sie zusammen hocken, was trinken und den alten Big-Bands lauschen…

Die Lebensstationen, die vor seiner Zeit in Athena liegen, erfährt Nathan dagegen von Ernestine, Colemans Schwester. Colemann als bester Schüler der Schule, der Vater, der seinen Kindern die Bedeutung des Wortes bzw. der Wörter lehrt und der für alle Gelegenheiten ein Shakespearezitat bereit hat, die Leidenschaft Colemans für´s Boxen und seine kurze Karriere als Profiboxer, seine Zeit in der Army, die Frauen, die er liebte, bis er schließlich dann Iris  heiratete, das Zerwürfnis mit der Mutter nach dem Tod des Vaters, die er verstieß, woraufhin ihm sein älterer Bruder strikt verbot, jemals wieder Kontakt mit der Familie aufzunehmen… Nathan lernt die Schwester Colemans auf einer Beerdigung kennen und ihm fällt die Ähnlichkeit der beiden auf, die auf ein Geheimnis weist, daß Colemann ein halbes Jahrhundert gewahrt hat…

Ausser dieser bemerkenswerten Lebensgeschichte von Coleman Silk und der Geschichte seiner letzten Liebe setzt sich Roth in teilweise etwas ausufernd langen Passagen auch mit (damals) aktuellen politischen Themen in den USA auseinander. Auf die Clinton/Lewinsky-Affäre geht er häufig ein, ferner auf das Schicksal der Vietnam-Veteranen, die in den USA nach ihrer Rückkehr ein schweres Schicksal zu stemmen hatten: hochtraumatisiert waren sie kaum noch zu normalen Sozialkontakten fähig, sie verachteten die Regierung mit Slick Willie im Weißen Haus und ihr Hass konnte jederzeit in einem Gewaltausbruch enden.

„Die Berührung durch uns Menschen hinterlässt einen Makel,
ein Zeichen, einen Abdruck.
Unreinheit, Grausamkeit, Missbrauch, Irrtum, Ausscheidung, Samen –
der Makel ist untrennbar mit dem Dasein verbunden.“


Ich kannte diesen Roman vor dem Lesen nicht und war an einigen Stellen überrascht, ja, verwirrt, da es ein paar Volten in der Geschichte gibt, die unerwartet kamen und nur langsam aufgelöst wurden. Eine davon, die überraschendste, war, daß, nachdem Roth sein Schicksal nach den unglückseligen „dunklen Gestalten“ und sein Zusammentreffen mit Zuckerman schilderte, im zweiten Abschnitt des Buches seine Jugend beschrieben wurde und dabei, ohne es extra zu erwähnen, en passant sozusagen, es sich für mich herausstellte, daß Coleman (der Name klingt ja fast wie „Coalman“) selbst ein Afroamerikaner war, der eine so helle Hautfarbe hatte, daß er, ohne dies ausdrücklich von sich selbst zu behaupten, als Weißer (müsste man hier jetzt konsequenterweise sagen: Kaukaso-Amerikaner?) angesehen wurde. Er befolgte nur den Rat seines Boxtrainers: „Wenn dich keiner fragt, erwähne es von dir aus nicht!“. So dient er im Zweiten Weltkrieg als Weißer und zieht knapp zwanzigjährig (wie schon erwähnt) den Schlussstrich unter sein bisheriges Leben: Er bricht seiner Mutter das Herz mit der Ankündigung, sie und seine Herkunft in Zukunft zu verleugnen.

Es ist eine Flucht in ein besseres Leben, in ein weißes Leben, in dem ihm, den hochintelligenten jungen Mann alle Türen aufstehen. Bis auf eine einzige Ausnahme, einer Prostituierten noch während seiner Zeit in der Armee, erkennt ihn niemand als Afro-Amerikaner, niemand stellt seine Zugehörigkeit als „Weißer“ in Frage, er macht Karriere an einer „weißen“ Universität in einem der klassischen „weißen“ Fächer, er ist, wie es sein Bruder verbittert konstatiert, „weißer als die Weißen“.

Eine Flucht, die sich selbst im Lauf der Jahrzehnte überholt hat. Kurz nach dem Krieg brachte sie Coleman ein besseres, einfacheres Leben, heutzutage, so konstatiert seine Schwester, würde kein Neger (ja, sie verwendet diesen Ausdruck, ein Zeichen der Zeit, aus der sie stammt) seine Hautfarbe mehr verleugnen…

Seine Herkunft war für Silk ein Geheimnis, ein Lebensgeheimnis – den Menschen, die ihm nahestanden, seiner Frau zum Beispiel und den Kindern, gegenüber  war die Wahrung dieses Geheimnisses eine Lebenslüge. Wäre es offenbar geworden, wäre sein Leben zerstört gewesen. Mit wieviel Risiken hat er gelebt, mit jedem seiner vier Kinder hätte seine Abstammung herauskommen können. Was, so Ernestine, würde geschehen, wenn seine Tochter, die von nichts weiß, ein dunkles, kraushaariges Kind bekäme? Was würde ihr Mann vermuten (müssen)? Wie geht ein Mensch damit um, sein Leben auf so dünnem Eis gebaut zu haben?

Angesichts seiner eigenen Herkunft wirkt der Rassismus-Vorwurf, mit dem man Silk an seiner Uni diskriminierte, noch absurder… Absurd genug wäre er schon als solcher, man mag kaum glauben, daß er in der Tat realiter der Ausgangspunkt für den Roth´schen Roman darstellt: ein Freund Roths, Melvin Tumin, seinerzeit Soziologieprofessor in Princeton, hat ihn 1985 getätigt und musste nach heftigen Attacken Abbitte leisten (es lohnt sich, die in diesem Zusammenhang erfolgte Diskussion Roths mit der Wikipedia zumindest zu überfliegen: es fällt dort von Seiten der Wiki ein wunderbares Statement über die Rolle eines Autoren hinsichtlich seines Werkes [5]). Natürlich ist dieser Vorgang auch ein herausragendes Beispiel für den politischen Stil des amerikanischen Alltags, der in den letzten Jahren – soweit man das von hier aus beurteilen kann – sicher nicht besser geworden ist.

Die Hexenjagd auf Silk: sicherlich ist es kein Zufall, daß Roth seiner Figur dieses Verhältnis angedichtet hat. Zum einen kann er hier wunderbar die Doppelmoral und die Bigotterie der Gesellschaft aufzeigen, die sich scheinheilig nur allzu gerne in Sachen einmischt, die sie nun wirklich nichts angehen – womöglich mit eigenen „Leichen“ im Keller. So wie der Rassismusvorwurf ein Instrument war, den Einfluss und die Stellung von Silk am College zu schmälern, wurde die vorgebliche Ungeheuerlichkeit seiner Beziehung zu Faunia Farley als sexuelle Ausnutzung einer ungebildeten, auf der sozialen Stufenleiter weit unten rangierenden Stufenleiter Frau definiert und als weitere Keule genutzt, um Silks Ruf zu zerstören. Niemand scheute sich, dem Verhältnis weitere Lügen anzudichten, die allesamt, so unsinnig sie auch waren, Glauben fanden… niemand schien sich des einst so geachteten Dekans Silk zu erinnern, Silk war zum lüsternen, alten, eine abhängige, ungebildete, arme Analphabetin unterdrückenden Rassisten mutiert.

Verdichtet und in Person gebracht hat Roth diese Hexenjagd in der Figur der Delphine Roux, einer jungen, intelligenen, karrierebewussten Französin, die Silk selbst ans College geholt hatte. Sie ist diejenige, die Silk in einer spontanen Unüberlegtheit einen anonymen Brief schickt, sie ist diejenigen, die den letzten Rufmord an Silk begehen sollte, um ihre eigene Reputation aufrecht zu halten, die sie selbst leichtfertig und dumm auf´s Spiel gesetzt hatte. Die Figur der Roux bleibt im Roman unvollständig; seine anderen Protagonisten entwickelt Roth zu einem – wie auch immer gearteten – Abschluss, Roux´ Schicksal nach der letzten Intrige bleibt unbeschrieben, wahrscheinlich ist, daß niemand Interesse hat, den offensichtlichen Widersprüchen der Lügen nachzugehen, so daß sie ungeschoren davon kommen wird…

Ferner ist in der Beziehung Silk/Farley die Parallelität zum Fall Clinton/Lewinsky kaum zu übersehen: auch dies ein Verhältnis zweier sehr unterschiedlicher Menschen, das im Grunde zwar privat war und nur Clinton, seine Frau und Monica Lewinsky was angegangen wäre, das aber in eine beschämende und entwürdigende und würdelose (teilweise sogar gesetzesbrechende) Hexenjagd mündete – unabhängig davon, wie geschickt oder ungeschickt sich Clinton selbst in dieser Affäre verhalten hat und wie diese moralisch zu beurteilen gewesen war. Ebenso wie die Romanfigur Silk mutierte Clinton seinerzeit in der Öffentlichkeit zu einer peinlichen, zigarrerauchenden, geilen Witzfigur, die nur noch lächerich wirkte. Auf Clinton/Lewinsky kommt Roth mehrmals im Roman zurück, in einer bemerkenswerten Passage läßt er drei Unbekannte sich in recht vulgärer Art und Weise dazu äußern…

Bill Clinton alias Slick Willie ist eine gute Überleitung zu einem weiteren Aspekt des Romans. Der Ex-Mann Faunias, Les Farley war, wie schon erwähnt, Vietnam-Veteran. Da er sich nach seiner ersten Dienstzeit in den USA nicht mehr richtig einlebte und sich nicht willkommen fühlte, ging er wieder zurück nach Vietnam. Diese zweiten Dienstzeiten in diesem Krieg müssen aus den sowieso schon psychisch angeschlagenen Soldaten endgültig gefühllose Killer gemacht haben, die wahllos alles, was „Schlitzaugen“ hatte, niedermähten… bis hin zum Kellner im Chinarestaurant. Zwar war „schon“ 1980 wurde die Diagnose Posttraumatic Stress Disorder (PTSD) in das amerikanische Diagnose-Manual aufgenommen [6], dies verhinderte jedoch nicht, daß viele der Veteranen seelisch und körperlich verkrüppelt ein Leben als Ausgestoßene führen mussten. Für die Regierung, ja, das ganze Land hatten sie oft nur Verachtung übrig, sie fühlten sich verheizt, im Stich gelassen, unwillkommen, der Mann im Weißen Haus, der noch nicht einmal inhaliert hatte, war für sie ein rotes Tuch.


So spielt der Roman „Der menschliche Makel“ auf drei Ebenen: zum einen auf der persönlichen Ebene des Lebens von Coleman Silk und auch von Faunia Farley, auf der der Öffentlichkeit im Umkreis der beiden Figuren und schließlich dreht er auch am großen Rad, der Kritik an diversen Erscheinungen in den USA Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dies alles wird uns von einem Erzähler, Nathan Zuckerman, berichtet, der dies zum Teil aus eigenem Erleben weiß (in diesen Passagen ist er daher auch Akteur des Romans), dem andere Passagen aber auch selbst berichtet worden sind. Demzufolge besteht ein erheblicher Teil des Textes aus Rückblenden. Ergänzt werden diese Darstellungen durch Spekulationen des Erzählers, über ein „Könnte es so gewesen sein?“ oder auch ein „Ich stelle mir vor“. Teilweise etwas ermüdend sind trotz des Könnens von Roth lange Textpassagen, in denen er recht belehrend daher kommt und es den Eindruck macht, er wolle dem Leser hier seine Meinung bzw. die des Erzählers regelrecht eintrichtern. Wie meist bei Texten, die aktuelle Bezüge auf Vorgänge in fremden Ländern enthalten, kann man als Leser das meiste von Gesagten nicht beurteilen oder einordnen, aber das ist schließlich nicht die Schuld der Autoren, das man daraus lernen kann, bleibt unbestritten.

„Der menschliche Makel“ ist trotz des kleinen Einwandes ein wunderschöner Roman, sehr intelligent, sehr gut lesbar und unterhaltend geschrieben – und ein Zeitzeugnis ist er obendrein. Daher kann ich nur empfehlen: wer noch nicht hat, sollte!

 

Links und Anmerkungen:

[1] Wiki-Beitrag zu Philip Roth
[2] zur freien Verfügung
[3] Philip Roth will nicht mehr schreiben; in: ZEIT online vom 11. November 2012; http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-11/philip-roth-ruhestand
[
4] Es muss ein Alptraum für einen Übersetzer sein, wenn/daß es für das zentrale Wort eines solche mächtigen Romans, hier: spook, keine deutsche Entsprechung gibt. van Gunsteren erläutert sein Problem damit in einer vorgeschalteten Anmerkung, übersetzt den Ausdruck letztlich mit „dunkle Gestalten (die das Seminarlicht scheuen)“
[5] Offener Brief Philip Roths an den „New Yorker“: http://www.newyorker.com/books/page-turner/an-open-letter-to-wikipedia bzw. in der „Wel“t: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article109112546/Philip-Roth-und-sein-bizarrer-Streit-mit-Wikipedia.html
[6] vgl. hier:  https://gestalttherapieluebeck.wordpress.com/2012/04/21/psychotraumatologie-geschichte/

Weitere Besprechungen von Büchern Philip Roths hier im Blog:

Mein Leben als Sohn
– Jedermann – Everyman

Philip Roth:
Der menschliche Makel
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsterem
Originalausgabe: The Human Stain, NY, 2000
diese Ausgabe: Rowohlt, TB, ca. 400 S., 2004

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3 Kommentare zu „Philip Roth: Der menschliche Makel

  1. Lieber Flattersatz,
    vielen Dank für diese tolle Reminiszenz! Ich habe das Buch voriges Jahr mit immer grösserer Spannung gelesen, eigentlich wie einen Krimi, der gleichzeitig, das schreibst Du ja hier auch, ein Zeitdokument und am Ende einfach ein grossartiger Roman dieses Autors ist.
    Sein Bücher begleiten mich nun schon seit Goodbye Columbus (was ich immer non sehr liebe) und ich war quasi not amused, als er verkündet hat, nicht mehr zu schreiben, finde das aber nach wie vor eine gut begründete, starke Entscheidung.
    Ich glaube eigentlich nicht mehr daran, aber ich wünsche ihm immer noch, , dass er baldigst den Nobel-Preis bekommt.
    in diesem Sinne lieb Grüsse
    Kai

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    1. ja, lieber kai, diese entscheidung, nicht mehr zu schreiben, zeigt größe, das muss man einfach anerkennen. und was den nobelpreis betrifft…. ach ja, schön und ihm gegönnt sei es sehr! aber….. ;-)

      herzlichen dank über deinen besuch, der mich sehr gefreut hat!
      fs

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