Alessandro Manzoni: Die Verlobten (Das 1. Buch)

23. November 2014

Diese Buchvorstellung wird sich etwas von dem, was ich sonst hier auf dem Blog mache, unterscheiden. Manzonis Die Verlobten wurde – wir machen das reihum in der Gruppe, jeder hat dann das Recht, ein Buch auf die Tagesordnung zu setzen – als Lesestoff für meinen Lesekreis vorgeschlagen. Nun ist der Roman recht umfangreich, selbst wenn man den Platz, den die zahlreichen, wunderschönen Illustrationen von Francesco Gonin einnehmen, abzieht. Andererseits wird die Handlung schön in „Häppchen“, sprich: „Kapitel“ serviert, so daß man sich das Lesen gut einteilen kann.

Im folgenden habe ich den Gang der Handlung kapitelweise wiedergegeben bzw. angedeutet, im wesentlichen aus dem Grund, daß ich ihn für meinen Lesekreis für mich jederzeit wieder rekapitulieren kann. Ferner bin ich Manzonis Einteilung des Romans in zwei Bücher gefolgt, auch die Buchvorstellung ist auf zwei Blogeinträge aufgeteilt. In diesem Beitrag findet sich im Anschluss der Inhalt des ersten Buches, der Inhalt des zweiten Buches und die vollständigen Links und Anmerkungen sind am Ende der Inhaltsangabe zum zweiten Buch zu finden: http://wp.me/paXPe-7hj. Beiden Beiträge ist jeweils die Zusammenfassung des Gesamtinhalts vorangestellt – für die eiligen Leser, sozusagen…


Zusammenfassung:

Die Geschichte spielt am Südhang der Alpen, im wesentlichen im damals spanisch beherrschten Herzogtum Mailand der Jahre 1628 bis 1630. Zwei junge Menschen, Lucia und Renzo, aus einem kleinen Dorf, wollen heiraten, der Hochzeitstermin steht für den nächsten Tag fest. Doch aus einer momentanen Laune heraus ist der örtliche Feudalherr Don Rodrigo, der die Braut auf der Straße sah, eine Wette eingegangen, daß es ihm nämlich gelänge, dieses Mädchen für sich auf seine Burg zu holen. Durch seine Schergen droht er dem Pfarrer mit dem Tode, falls dieser die Trauung vollzieht.

Der Pfarrer fügt sich der Drohung, die Brautleute sind verzweifelt und versuchen allerlei, daß es doch noch zu dieser Hochzeit kommt, aber es gelingt ihnen nicht. Im Gegenteil kommt es zu großer Aufregung, als Don Rodrigo beschließt, das Mädchen entführen zu lassen: die Verlobten können zusammen mit Lucias Mutter Agnese gerade soeben noch fliehen. Hier trennen sich die Wege der drei: Lucia und Agnese finden in einem Kloster Unterschlupf, Renzo flieht in die Stadt, nach Mailand.

In Mailand herrscht Hungersnot und die Menschen sind aufgebracht, gehen auf die Straße. Der unerfahrene Jüngling läßt sich, auch da er des Abends dem Wein zu schnell und zu sehr zusprach, zu unbedachten Worten hinreißen: die Obrigkeit macht ihn zum Sündenbock für den Aufruhr und inhaftiert ihn, doch Renzo hat Glück und kann den Häschern entfliehen. Auf Schleichwegen verläßt er Mailand ins benachbarte bergamaskische zu einem Verwandten, der dort eine Seidenspinnerei hat, in der er arbeiten kann.

Don Rodrigo derweil hat von seinem Plan, Lucia auf die Burg zu holen, noch nicht Abstand genommen: er bittet einen geheimnisvollen Burgherrn, dessen Namen wir nie erfahren, der aber mächtig ist und mächtig böse zudem, um Hilfe… die dieser ihm auch verspricht, doch bald darauf schon wird er unruhig ob des Versprechens und bereut fast, es gegeben zu haben. Trotzdem hält er es und er entführt Lucia. Doch in der Nacht reut ihn alles, die Entführung des Mädchens, sein bisheriges Leben und er gelobt Besserung. So läßt er Lucia frei und sorgt dafür, die Unterkunft bei einer guten Familie erhält.

Aber auch die große Politik nimmt Einfluss auf das Leben der Menschen: in der Region toben Kämpfe und Kriege, der später 30jährige Krieg genannte reicht in diesem Jahren bis hier in diese Region. Vieles, nein, fast alles wird verwüstet durch die marodierenden Truppen und schlimmer noch: sie bringen die Pest mit in die Städte, in die Dörfer, in die Häuser.

Ein großes, großes Sterben setzt ein, die öffentliche Ordnung verfällt – es ist niemand mehr da, der sie aufrecht halten könnte…. kaum, daß die Leichen eingesammelt und verscharrt werden können. Nur wenige überleben die Krankheit, unter ihnen ist Renzo, der sich jetzt, da er eine weitere Verfolgung kaum mehr fürchten muss, auf die Suche macht nach seiner Lieben. Und tatsächlich – nach langer Suche findet er sie, auch Lucia hat die Pest überstanden, doch einem gemeinsamen Lebensglück steht noch eins entgegen: das Gelübde Lucias, ledig zu bleiben, wenn sie gerettet würde, …. doch ein Happy End nach knapp 800 Seiten Lektüre wird nicht an so einer Petitesse scheitern, selbstverständlich hat Manzoni für dieses Problem eine Lösung parat….


 

Frontispiz des Buches, [B]ildquelle: [B]

Frontispiz des Buches,
[B]ildquelle: [B]

Die Vorrede,

in der der Autor uns erklärt, daß er dieses Manuskript selbst gefunden habe, nicht wisse, wer es verfasst und er die Geschichte – da sie in einem verschörkelten und unverständlichen Stil geschrieben – hier noch einmal in seinen Worten erzählen will.

Des Romans 1. Kapitel…

….nennt uns die Zeit, in der die Handlung spielt: es ist der November des Jahres 1628. Ferner beschreibt uns der Autor die Gegend, in die er uns führt: es ist dort, wo das Gebirge im Norden des heutigen Italien (eine Region, die damals freilich zu Spanien gehörte) anfängt, in Lecco am Comer See im Herzogtum Mailand. Der Pfarrer Don Abbondio ist auf dem Weg nach Hause und wird von zwei „Bravi“ aufgehalten, wobei der Autor nicht müßig ist, uns zu erklären, welcher Art diese schlechten Menschen sind und wie die Obrigkeit mit Verordnungen und unter Androhung scharfer Strafen, ja , des Todes, gegen sie vorzugehen versucht, freilich ohne Resultat. Diese zwei Exemplare, die dem Ehrwürdigen auf seinem Wege auflauern, verlangen von jenem -und ihre Drohungen klingen ernst – daß die für morgen geplante Hochzeit, auf der er ein junges Paar zu Mann und Frau erklären will, nicht statt zu finden habe.

Die zwei Schergen sind von Don Rodrigo geschickt und bringen den Pfarrer in arge Nöte. Denn er ist kein Kämpfer, er ist ein Mensch, der sich durchlaviert, sich mit den Stärkeren arrangiert und selber nur in Ruhe gelassen werden will. So grübelt er verzweifelt über das, was jetzt zu tun und in seiner Not – und weil sie ihn drängt – erzählt er der Haushälterin von seiner Begegnung.

In Kapitel 2

erscheint Renzo, der glückliche Bräutigam, der von seinem Elend noch nichts ahnt, bei Don Abbondio, dessen Nacht von Träumen geplagt, sehr unerquicklich war, das Weitere zu besprechen. Kann man dem jungen Mann verdenken, daß er enttäuscht ist und zornig? Ehehindernisse.. 14 Tage Wartezeit… doch die Haushälterin, auf die er im Garten trifft, versucht in derart zu beruhigen und zu besänftigen, daß Renzo nochmal zurück zum Pfarrer in die Stube läuft, um jetzt endlich die Wahrheit zu erfahren.

Im Haus der Braut laufen derweil die Vorbereitungen für die doch anstehende Hochzeit der Lucia, als Renzo, voller Mordgedanken, dorthin kommt und Lucia die unfrohe Botschaft mitteilen muss. Wie die Braut und ihre Mutter darauf reagieren erzählt uns

Kapitel 3 des Romans,

in dem Lucia ein Geheimnis zu verraten hat, daß nämlich Don Rodrigo ihr vor Tagen begegnet ist auf der Straße und sie angeschaut hat und sie noch hörte, daß er zu seinem Begleiter etwas sagte wie „Wetten wir?“ und: „Wir werden sehen….“. Gebeichtet hat sie dies dem Pater Christoforo (nicht aber Renzo und der Mutter), der sie daraufhin mit einem Rat heimschickte.

Screenshot einer italienischen Ausgabe des Romans mit Grafiken von Francesco Gonin

Screenshot einer italienischen Ausgabe des Romans mit Grafiken von Francesco Gonin

Die drei Unglücklichen beraten nun, was zu tun und Agnese, die Mutter, erinnert sich an Doktor „Nothelfer“, wie dieser Beistand der Armen und Unglücklichen genannt wird und Renzo soll zu ihm gehen, sicher habe er einen Rat und kann helfen… Wie es Renzo bei diesem Mann erging, auch dies berichtet uns der Autor hier an dieser Stelle ebenso wie er das Schicksal der vier Kapaune nicht verschweigt…

Das 4. Kapitel des Buches

schildert uns anfänglich das Schicksal des Paters Christoforo, der, bevor er in den Orden eintrat, Lodovico hieß und ein stolzer Mann war. Als Lodovico wurde er seinerzeit in einen Streit verwickelt, der für seinen Gegner tödlich endete und dazu führte, daß Lodovico dem Leben draußen entsagte und in das Kloster eintrat.

Während uns der Autor dies erzählt, hat Pater Christoforo das Haus der Unglücklichen erreicht und tritt ein. Somit erfahren wir in

Kapitel 5

wie Agnese, Lucia und Renzo ihm ihr Schicksal schildern und er versucht, ihnen Mut zuzusprechen und Hoffnung zu machen, daß der Besuch Pater Christoforos bei Don Rodrigo erfolgreich sein wird. Ist er es? Auch die Antwort hierauf finden wir in diesem Abschnitt, in dem uns die Umstände, in denen der Pater Don Rodrigo trifft, ausführlich beschrieben werden. Das Gespräch der beiden ist Inhalt von

Kapitel 6,

in dem auch zu finden ist, wie Renzo ob des Ergebnisses wütend wird und zornig und das Schlimmste zu tun beabsichtigt, wie Lucia sich ihm entgegenstellt, wie Agnese eine trickreiche Art kennt, den Pfarrer, der sie zu trauen sich nicht traut, zu überlisten, Lucia aber auch dieses ablehnt und sie dann ihrerseits durch Renzo dazu gebracht wird, dem Plan der Mutter zuzustimmen.

Ferner wird beschrieben, wie Renzo die zwei Verbündeten, die sie für diesen Plan brauchen, sucht und findet.

In Kapitel 7

schließlich wird dargestellt, wie Pater Christoforo den Unglüclichen vom Misslingen seines Besuches bei Don Rodrigo berichtet und sich dann sputet, rechtzeitig zur Nacht in sein Kloster zu kommen. Am nächsten Tag verläßt Renzo die Seinen, „um die Sache zu betreiben“, womit der gefasste Plan gemeint ist und während er unterwegs ist, klopft ein seltsamer Mann an dir Tür und bettelt, aber mehr als er an Almosen interessiert ist, schaut er sich im Hof und im Haus der Frauen um….

Dies seltsame Gebaren erklärt sich über den Plan von Don Rodrigo, der in der Nacht nach dem Besuch des Paters einen gar verwerflichen Plan fasst, für dessen Durchführung er nach dem „Grauen“, dem obersten seiner Bravi, schickt, und er diesen beauftragt, er solle…. hier kommt der alte Diener ins Spiel, den zu erwähnen ich in Kapitel 5 versäumte: dieser nämlich erlauschte einiges und reimte sich aus verschiedenen Angelegenheiten zusammen, daß den Frauen und Renzo große Gefahr drohte, wovon er eiligst dem Pater Christoforo Kenntnis gab.

Ferner begleiten wir Renzo, der mit seinen beiden Kumpanen zum Essen einkehrt und dem in der Wirtschaft seltsame Gestalten auffallen, und enden läßt der Schreiber dieses Kapitel in dem Moment, in dem die beiden Freunde Renzos an des Don Abbondios Haustür klopfen (es ist schon fast Nacht!) und Einlass begehren, um endlich die Schulden zu zahlen. Ob dies nur ein Vorwand ist und wie es weitergeht, erfahren wir im folgenden

Kapitel 8

in dem der Schreiber uns vieles und entscheidendes zu lesen gibt.

Zum einen gelingt es den Fünfen, die da sind Renzo und Lucia, die beiden Kumpane von Renzo und die Mutter Agnese, tatsächlich, ihren Plan soweit auszuführen, daß…. ein Wort fehlt, ein einziges, kleines Wort hätte noch gesagt werden müssen, es konnte aber nicht mehr gesprochen werden… daher misslang der Plan der Unglücklichen und da Don Abbondio um Hilfe rief, kam es dazu, daß der gesamte Ort, durch die nächtlings schlagende Glocke aufgeschreckt, an sein Haus gelaufen kam und unsere Lieben endgültig in die Flucht schlug.

Zur gleichen Zeit wie dies im Ort beim Pfarrer geschaht aber drangen die seltsamen Männer, die am Tage und in der Wirtschaft gesehen worden waren, in das verlassene Haus von Agnese und ihrer Tocher Lucia ein: das war nämlich der Plan des Don Rodrigo: Lucia zu entführen! Wie wir aus dem vorhergehenden Geschehen wissen, konnte dies jedoch und zum Glück nicht gelingen – im Gegenteil wurden die gedungenen Bravi durch die Glockenschläge selbst in eine schnelle Flucht getrieben.

In der Zwischenzeit hatte der Bote Pater Christoforos die Unglücklichen auf ihren verwinkelten Fluchtwegen getroffen und ihnen die Warnung des Mönches übermittelt: auf dem schnellsten Wege das Haus zu verlassen und zu fliehen auf dem Weg, wie der Bote es ihnen sagt. Und voller Verzweiflung folgen sie dem Rat des Mönches, dem sie vertrauen.

Die Kapitel 9 und 10

schildern das Schicksal einer besonderen Frau, in deren Obhut sich Lucia und ihre Mutter begeben sollen. Dem Rat des Mönches folgend lassen sie sich nach dem Übersetzen über den See zu einem Kloster führen und von dort an die „Signora“, eine Nonne, weiterleiten. Die „Signora“ ist eine besondere Nonne mit einem Schicksal, welches es dem Erzähler wert scheint, in Gänze erzählt zu werden. Sie wurde als Tochter eines Fürsten geboren, der aber den festen Plan hatte, alle seine Besitztümer und Titel nur dem Erstgeborenen zu überlassen. So war ihr Schicksal schon im Leib der Mutter festgeschrieben: sie sollte dereinst in ein Kloster gehen und den Schleier nehmen. Wie es dazu kam, daß sie dies tatsächlich, ohne es wirklich zu wollen, tat, das ist hier geschildert, es ist die herzzerreissende Geschichte eines armen Mädchens, dem Liebe und Zuneigung entzogen wurden, um ihren Willen zu brechen.

In Kapitel 11

kehren wir zu unserer eigentlichen Handlung zurück, nämlich auf die Burg von Don Rodrigo, der den erfolglosen „Grauen“ erst tadelt, dann einsieht, daß das Unternehmen nicht gelingen konnte und der ihn dann beauftagte, alles genau zu eruieren, insbesondere den Aufenthalt der Flüchtigen. Deren Spur aufzunehmen war bei dem vielen Gerede und den vielen Mitwissern im Ort nicht allzu schwierig.

Ferner wird die Wanderung Renzos geschildert, der schließlich die Dächer und Türme Mailand in der Ferne sieht und dann die Stadt betritt und wie empfohlen, nach dem Kloster von Pater Bonaventura fragt, den er aber nicht antrifft.

Was ihm jedoch in der Stadt seltsam vorkommt, sind die Spuren von Mehl auf den Straßen, die Wecken, die herum liegen und Menschen, die in allen möglichen Gefäßen und Behältnissen Vorräte nach Hause tragen… die Lösung dieses Rätsels ist in

Kapitel 12

niedergeschrieben: infolge schlechter Ernten, Misswirtschaft und schlechten Verordnungen ist Korn und damit Brot rar geworden: die Menschen leiden Hunger und Not. Sie rotten sich zusammen, werden von selbsternannten Führern mit Parolen gegen die „Reichen“ aufgewiegelt und fangen an, die Bäckereien zu stürmen, das Mehl zu stehlen, das Brot zu stehlen und – was, wie der Erzähler anmerkt, zur Bekämpfung einer Hungersnot sehr sinnvoll ist – die Backgeräte wie Tröge und Siebe zu verbrennen. Wir werden von den Hintergründen dieser Hungersnot unterrichtet, von den mehr oder weniger sinnvollen Bestrebungen, ihrer Herr zu werden…

In Kapitel 13

schließlich wird geschildert, wie das Volk nachdem es eine Bäckerei heimgesucht hat, den Verantwortlichen für die Not heimsuchen will, den Verweser. Dieser verkriecht sich voller Angst in seinem Haus, welches er von innen gerade noch rechtzeitig verbarrikadieren konnte. Mit Gewalt will die Masse sich Zugang verschaffen, mit Äxten, Brecheisen, ja mit den Fingern will man das Tor aus der Mauer brechen…. den Aufstand dieses Tages kann mit Not und Mühe der Großkanzler Ferrer besänftigen, Renzo, den Neugier in diese Menschenmenge getrieben hatte, kann ihm dabei helfen.

Kapitel 14

Aufgeputscht hält er hiernach selbst eine Rede an die Umstehenden, in der er sein eigenes Unglück andeutet und den Leuten zum Widerstand zuredet. Manche reden zwar gegen ihn, die meisten stimmen ihm aber zu… Von den Anstrengungen und Aufregungen des Tages durstig, hungrig und müde geworden, fragt Renzo nach einem Wirtshaus und einer der Männer erklärt sich bereit, ihn zu einem, das er kennt, zu führen. Sie gehen los, aber Renzo hat so einen Durst, daß er unterwegs in das erstbeste Wirtshaus einkehrt. Das ist durchaus kein angenehmer Laden, der Wirt misstrauisch und verschlossen und der Erzähler läßt durchscheinen, daß Renzo möglicherweise ein Unglück widerfahren könnte.

Aber erst einmal läßt sich unser Held den Wein schmecken, den er gläserweise – dem Durst geschuldet – in sich hineinschüttet – ist es da verwunderlich, wenn alsbald Trunkenheit in ihm zu finden ist? Verwirrten Geistes schwingt er weiter reden, läßt sich von seinem neuen Kumpanen aushorchen und kann schließlich mit Müh´ und Not ins Bett expediert werden. Damit jedoch sind wir schon bei

Kapitel 15

angelangt, in dem uns der Erzähler mitteilen wird, ob und wie lange unser Held trotz oder wegen seiner Trunkenheit zum Schlafen kommt, denn der neue Kumpan – der Wirt erkannte dies beim Eintreten der beiden sofort – war ein Häscher des Gerichtes auf der Spur von Aufwieglern. Doch auch der Wirt verrät seinen Gast: er steht in der Pflicht (gegen harte Bestrafung) alle Gäste zu melden, die sich nicht ausweisen wollen – und das verweigerte Renzo am Abend vehement und lautstark.

Kapitel 16

schließlich hat zum Inhalt, was mit Renzo am nächsten Morgen geschah und wie er sich listig aus der Gefahr befreien konnte, wie er dann anschließend die Stadt Mailand verließ und sich auf kleinen Wegen in Richtung Bergamo begab. In einem Wirtshaus schließlich erfährt er durch die Reden eines Reiters, der aus Mailand kam, was am Tag in der Stadt noch geschah und was das mit ihm zu tun hatte… Es erstaunt nicht, daß Manzoni uns im nächsten

Kapitel 17

berichtet, wie sich Renzo nach dem Abendbrot unauffällig aus dem Wirtshaus entfernt und abseits der Straße versucht, den Grenzfluss, die wilde Adda zu erreichen, da am jenseitigen Ufer schon bergamaskisches Gebiet ist.  Auch auf dieser Seite des Flusses muss Renzo die Armut und den Hunger wahrnehmen, die er beide aus dem Milanesischen so gut kennt… Am Ende erreicht Renzo das Ziel seines Weges, seinen Vetter Bartolo, der ihm Hilfe verspricht.

Kapitel 18

enthält vielerlei. Zum einen wird davon erzählt, wie und daß sich Don Rodrigo nicht zufrieden gibt, mit dem was ist, sondern er nach wie vor Ränke spinnt, Lucia zu „erobern“. Diese lebt mittlerweile sehr zurückgezogen mit Agnese im Kloster unter der Obhut der Signora, und ist damit dem Zugriff Don Rodrigos erst einmal entrissen. Nur wenige Nachrichten erreichen die beiden Frauen und die sind nicht günstig: wird ihnen doch von den Unruhen in Mailand berichtet und daß die Behörden einen der Aufwiegler, einen gewissen Renzo, den sie nur zu gut kennen, suchen… Agneses begibt sich, um mehr zu erfahren, zurück zum Kloster von Pater Christoforo, muss aber dort hören, daß dieser vom Provinzial weggeschickt worden ist. Warum dies geschah, auch dieses Ränkespiel berichtet der Autor uns hier im Plan und dann in

Kapitel 19

in der Ausführung, für die ein mächtiger Mann den Provinzial „überredet“…. Mit einem seltsamen Stück schließt dieser Abschnitt und damit auch der Erzählung erster Teil: Es wird nämlich berichtet, daß sich Don Rodrigo an den mächtigsten und verwerflichsten aller Burgherren der Region um Hilfe wendet, dessen Name aber nicht genannt wird, obwohl ihn jeder kennt, weil er unverfroren jedes Gesetz bricht und alle anderen tyrannischen Burgherren von sich abhängig gemacht hat…..

Links und Anmerkungen:

siehe auch unter der Beschreibung des 2. Buches: http://wp.me/paXPe-7hj (ab 25.11.2014)

[1] In dieser Region des heutigen Italiens spielt die Geschichte:  https://www.google.de/maps/@45.6328649,9.3807591,10z
[2] Wiki-Beitrag zum Buch: http://de.wikipedia.org/wiki/I_Promessi_Sposi

Die Verlobten“ sind im Projekt Gutenberg online zu lesen: http://gutenberg.spiegel.de/buch/2706/1

[B]ildquellen:
– Frontispiz: http://de.wikipedia.org/wiki/I_Promessi_Sposi; von Francesco Gonin (1808-1889) (cover of pocket book edition) [Public domain], via Wikimedia Commons
– Francesco Gonin: screenshot der Seite: https://itunes.apple.com/us/book/i-promessi-sposi-illustrati/id560573333?mt=11

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