Lion Feuchtwanger: Der Teufel in Frankreich

27. April 2013

V-01or einigen Wochen lasen wir in meinem Lesekreis von Modick: „Sunset“ [6], einen Roman über den Tag im Leben des Lion Feuchtwanger, an dem er in seinem Exil in Kalifornien die Nachricht vom Tod seines Freundes Berthold Brecht übermittelt bekam. Die Besprechung des Buches führte zu einem Hinweis auf ein kleineres Werk Feuchtwangers (seine bekannten Romane sind allesamt dicke „Schinken“) mit dem etwas mysteriösen Namen: „Der Teufel in Frankreich“. Dieses Buch wird von Feuchtwanger selbst als „Erlebnis“(bericht) bezeichnet, er schildert darin die Zeit, die er während seines französischen Exils in Lagern verbrachte.

Ein Schauspieler, ein Regisseur, ein Künstler allgemein, eben auch ein Schriftsteller ist im Dritten Reich ins Exil gegangen. Man liest dies ja häufig, es klingt, wenn man diesen Satz nicht auf seine reale Durchführung befragt, erst einmal nicht viel dramatischer als eine etwas überhasteter Aufbruch mittels Last-Minute Angebots eines Flughafens. Gut, sicher, man muss seine Sachen zurücklassen, seine Wohnung, sein Haus eventuell, beim Nachdenken fällt einem so etwas dann ein. Die Freunde, eventuell die Familie, wenn diese nicht auch flieht… Man sollte nicht vergessen, daß der Flucht unter Umständen Wochen, Monate mit Schikanen, Bedrohungen, Gefängnisaufenthalten u.ä. vorangingen, bis man bereit war, die Heimat zu verlassen. Manche, so wie Feuchtwanger, sind im Ausland von Entwicklungen in Deutschland überrascht worden und konnten garnicht mehr zurück und sind direkt im Ausland geblieben.

Und die Zielorte? Keineswegs herrschte dort immer eitel Freude über die Flüchtlinge (Exil oder Emigration ist ja nur ein Art Euphemismus für das Faktum, daß man – wenngleich aus guten Gründen, um sein Leben zu retten nämlich! – geflohen ist), die oftmals ohne finanzielle Mittel kommen mussten. Sie fallen zur Last, ganz praktisch, müssen wohnen, essen, leben, wollen oftmals arbeiten. Auch politisch kann es heikel werden, zu Verstimmungen führen. Es mag sogar im Zielland ähnliche Stimmungen geben, unterschwellig vllt, wie im Fluchtland…. bei jüdischen Flüchtlingen führte all dies z.B. zu starken Einreisebeschränkungen. Irgendwann war – soweit ich weiß – nur noch Shanghai bereit, jüdische Flüchtlinge ohne Bedingungen aufzunehmen…..

Kann man demjenigen trauen, der sein Land verläßt und damit auch in gewissem Sinne verrät? Wird er vllt das Land, in dem er jetzt Aufnahme sucht, auch verraten? Oder ist die Flucht nur Deckung, Tarnung, um sich in das Vertrauen einzuschleichen? Keineswegs war es die Regel, daß Exilanten ohne Misstrauen aufgenommen wurden.

Da man im Kreise der linksgerichteten Oppositionellen davon ausging, daß sich das Hitlerregime nicht allzu lange halten würde, suchten viele der Emigranten in deutschen Nachbarländern Unterschlupf. Dies wurde ihnen dann nach Ausbruch des Krieges zum Verhängnis: die deutsche Armee holte sie einfach ein und die Staatsgewalt des Aufnahmelandes ging dazu über – entweder freiwillig unter Vorschub von fadenscheinigen Gründen oder auch gezwungenermaßen – die Exilanten festzusetzen. So erging es, und damit komme ich zu dem hier vorzustellendem Büchlein, Feuchtwanger.

Für das Verständnis der von ihm beschriebenen Vorgänge ist es aber sinnvoll, noch diesen kleinen Vorspann einzuschieben, in dem in ganz groben Strichen der Westfeldzug Hitlers mit einigen Randdaten skizziert wird:

10. Mai 1940 Beginn der Westoffensive (Fall Gelb)
15. Mai 1940 Kapitulation der Niederlande
20. Mai 1940 Hitlers Panzertruppen erreichen die Kanalküste bei Abbéville
28. Mai 1940 Kapitulation Belgiens
05. Juni 1940 Zweite Phase des Westfeldzuges (Fall Rot)
14. Juni 1940 kampflose Besetzung von Paris
22. Juni 1940 Waffenstillstandsabkommen zwischen Frankreich (Marschall Petain) und Hitler-Deutschland. Zweiteilung Frankreichs in den besetzten Norden und dem Etat Francais, der südlichen Hälfte

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Feuchtwanger wurde 1933 auf einer Vortragsreise in den USA von der Entwicklung in Deutschland, die Alfred Kantorowicz [3] mit dem „Aufbrechen eines Pestgeschwürs“ vergleicht, überrascht: 1933 war die Machtübernahme der Nazi, am 10. Mai fand die unsägliche Verbrennung der Bücher jüdischer und anderer missliebiger Autoren statt. Feuchtwanger stand (nicht nur als Jude) mit seiner entschiedenen Absage an den Nationalsozialismus, die er in seinen Romanen deutlich formulierte, an prominenter Stelle auf der Liste derjenigen, mit denen die Nazis auf ihre Weise abrechnen wollten.

Feuchtwanger ließ sich in Südfrankreich nieder, in Sanary-du-Mers, unweit von Toulon, an der Riviera in der Nähe des Rhone-Deltas. Es ist eine schöne Gegend dort, Feuchtwanger liebt sie, der auch finanzielle Erfolg seiner Romane ermöglicht ihm ein relativ bequemes Leben, er richtet sich dort ein, schreibt und arbeitet, baut sich erneut eine bemerkenswerte Bibliothek auf (durch seine alte in Berlin-Dahlem stampften 1933 die Stiefel der Schergen…). Durch ihn wird der kleine Ort eine Begegnungsstätte für deutsche Exilliteraten, Männer wie Heinrich Mann, Franz Werfel, Arnold Zweig, aber auch Berthold Brecht besuchten ihn dort oder siedelten sich dort (wie Werfel-Mahlers) an. Noch empfand der französische Staat die Anwesenheit dieser Intellektuellen Anti-Faschisten als Ehre und hieß sie Willkommen….

Es begann an einem Abend, Mitte Mai, nach Sonnenuntergang.  .. Ich war allein, lag auf der Ottomane und hörte die Meldungen des Rundfunks. Es stand nicht gut, weder in Belgien noch in den Niederlanden. .. Da, auf einmal, hieß es, alle im Bezirk von Paris ansässigen deutschen Staatenlosen im Alter von siebzehn bis fünfundfünfzig Jahren, Männer und Frauen, hätten sich an dem und jenem Tage da und dort einzufinden, um interniert zu werden. .. Es war schon niederträchtig. Seit drei Vierteljahren jetzt saß ich hier in dieser Mausefalle Frankreich und konnte keine Erlaubnis zur Ausreise kriegen. Und jetzt werde ich also ein zweites Mal das Konzentrationslager schmecken müssen.“ [5]

Warum ist Feuchtwanger nicht rechtzeitig aus Frankreich in die USA gegangen? Er analysiert die Gründe dafür, und findet in der Hauptsache diese (menschlich allzu verständlichen): (i) er hat immer gesagt, Hitler könne man nur durch einen Krieg wieder entfernen. Könne er sich jetzt, wo der Krieg da war, einfach so in Sicherheit bringen? (ii) er hat es wohl nicht übers Herz gebraucht, sein schönes Anwesen in Sanary zu verlassen und (iii) fürchtete er, der eine große Scheu vor Behörden hatte, die bürokratischen Hürden…. ein gewisser Fatalismus war Feuchtwanger eigen, ebenso wie eine gewisse Bequemlichkeit, die noch des öfteren das Ausharren im Status quo (gegen bessere Gründe, diesen aufzugeben) rationalisieren sollte…. Er selbst sieht ihn als „logische Folge schlechter Erfahrungen mit der konsequenten Anwendung des Verstandes.“, womit er meint, daß nach logischen Grundsätzen durchgeführte Planungen oft das Gegenteil von dem erreichen, was sie sollen….

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Paris ist weit, noch hat man Hoffnung, daß diese Anweisungen auf ihrem Weg in den Süden in den Irrungen der französischen Bürokratie versanden. Aber der Befehl kommt, mit maximal den erlaubten 30 kg Gepäck hat sich Lion Feuchtwanger innerhalb von 48 Stunden im Lager zu melden, das er am 21. Mai, 17:02 Uhr im Taxi erreicht.

„Ich habe in meinem Leben mancherlei Ehrungen empfangen. Dies war die höchste.“

In der Nähe von Aix en Provence liegt der Ort Les Milles, in dessen Nähe wiederum gab es eine alte Ziegelei, die heute eine Gedenkstätte ist [1, 2]. Das Gebäude, das für die Internierten vorgesehen ist, ist eng, es ist staubig, hat kaum Fenster: Ziegel brauchen kommen damit zurecht, Menschen leiden darunter. Es gibt keine Zimmer, keine Einrichtungsgegenstände, die Männer [4] müssen sich einen Platz auf dem Boden suchen und ihn gegen die anderen mit Ziegeln oder ihrem Gepäch abgrenzen. Es ist so eng, daß man sich des Nachts häufig gegenseitig tritt. Toiletten gibt es genauso wie Wasser wenig, die hygienischen Verhältnisse der 2000 Internierten sind schlecht, Durchfallerkrankungen häufig. Die oben zitierte „höchste Ehrung“ bestand darin, daß man ihn, als er als ca zwanzigster in der Schlange vor der Latrine stand, bedeutete, er solle als erster auf den Abtritt gehen…

Es ist für uns heute etwas irritierend, daß Feuchtwanger den Begriff „Konzentrationslager“ für diese Internierungslager verwendet. Aber bei der Niederschrift seiner Erinnerungen noch zu Kriegszeiten in New York war dieser Begriff noch nicht mit dieser speziellen Bedeutung belegt. Diese Internierungslager jedenfalls waren nicht durch Sadismus geprägt, es wurde nicht geprügelt, es gab keine nennenswerten Strafen. Im Gegenteil waren viele Wärter freundlich und drückten auch mal das eine oder andere Auge zu. Trotzdem war es ein quälender Aufenthalt: das Essen eintönig und meist mies, alles von Staub bedeckt, dem die Männer nicht entkommen konnten. Die Überbelegung führte dazu, daß die Intimsphäre praktisch aufgehoben war, alles, von der Nahrungsaufnahme bis hin zur Ausscheidung verlief öffentlich, vor aller Augen. Außerdem gab es keinen Flecken, an dem man mal alleine sein konnte, speziell dies machte Feuchtwanger zu schaffen. Dazu noch das Fehlen sinnvoller Betätigung, die Hitze Südfrankreichs, die Angst vor der Zukunft, um die Frauen, von denen man nicht wusste, was mit ihnen geschehen war…..

Sein Fatalismus half Feuchtwanger bei aller innerer Unruhe nach außen hin Ruhe auszustrahlen und Sicherheit zu vermitteln. Schnell war er Mittelpunkt und wurde zum „Sorgenonkel“, dessen Meinung und Rat gefragt war. Er fand auch immer wieder Männer, die dem unpraktischen Schriftsteller halfen, Besorgungen für ihn machten und ähnliches, fast wie Kammerdiener.

In seinen Erinnerungen charakterisiert Feuchtwanger eine Vielzahl von Mitgefangenen, ihr Bemühen, die alten Formen zu wahren auch unter diesen radikal anderen Umständen. Die Beispiele, die Feuchtwanger nennt, entbehren nicht einer gewissen Absurdität.. Auf der Latrine hockend und stöhnend erkundigte man sich nach dem werten Befinden: „Wie fühlen Sie sich heute, Herr Professor?“ – „Wie geht es ihnen heute, Herr Geheimrat?“ – „Wie haben Sie heute Nacht geschlafen, Herr Ministerialdirektor?“

Warum war man eingesperrt, diese Frage trieb um. Die offizielle Version war, daß man die Internierten einer erneuten, scharfen Sichtung unterziehen wollte, mit der man verdeckte Freunde der Nazis herausfiltern wollte, deren Fünfte Kolonne. Niemand glaubte dies wirklich, die angekündigte Sichtung, die immer erwartet wurde, erfolgte auch nie. In Wahrheit, so Feuchtwanger, war die Internierung ein Schauspiel, ein Manöver für die Bevölkerung, die derart vom Versagen und von Fehlschlägen abgelenkt werden sollten. Später dann vermutete Feuchtwanger, daß die weitgehend wahllose Internierung aller Nicht-Franzosen (es wurden ja sogar hochdekorierte Fremdenlegionäre, die für Frankreich in den Krieg gezogen waren, die französische Familien hatten, interniert) ein Werk von Gesinnungsgenossen der Nazis in der französischen Verwaltung war, die derart die Oppositionellen vernichten wollten.

Im Moment aber noch, in Les Milles, geht Feuchtwanger nicht davon aus, daß – wie er es nennt – der Teufel, der hinter all dem steckt, ein bösartiger ist, es ist vielmehr „..der Teufel der Schlamperei, der Gedankenlosigkeit, der Herzensträgheit, die Ponvention, der Routine, eben jener Teufel, den die Franzosen mit dem guten Wort „Je-m`en-foutisme“ bezeichnen.

Da die Internierten recht willkürlich zusammengesetzt sind und nicht zum Beispiel aus vorwiegend politisch Gefangenen, organisiert sich das Lager auch nicht, es bleibt auch auf Seiten der Eingesperrten chaotisch, Partikularinteressen herrschen vor. Vollends chaotisch wird es, als klar wird, daß die Hitlertruppen Frankreich überrennen und es zu erwarten steht, daß sie in Kürze auch im Süden des Landes auftauchen und das Lager dann übernehmen werden.

Die Männer bedrängen den Lagerkommandanten, sich dafür einzusetzen, daß man das Lager auflöst, zumindest die Internierten an einen „sicheren“ Ort bringt, Feuchtwanger ist einer ihrer Sprecher. Und tatsächlich, kaum noch erhofft, steht eines Morgens ein Zug vor dem Lager.. die Männer werden in die Waggons gepfercht, die äußeren Bedingungen unterscheiden sich nicht all zu sehr von denen, unter denen die Judendeportationen in den Osten vor sich gingen: Platznot, Luftnot, Wassermangel, Schlafmangel, Angst, Gestank… Quälend langsam fährt der Zug, immer wieder haltend läßt er andere Züge passieren. Kurz vor dem Ziel kommt das Gerücht auf, die Nazis hätten Bayonne erobert.. der Zug kehrt um, einige Männer verlassen den Zug, ohne Passierschein und ohne Papieren ein riskantes Unternehmen… es geht dieselbe Strecke zurück, erst kurz vor Les Milles biegt der Zug in eine andere Richtung ab, Richtung Nimes…

Dort müssen die Männer lange laufen, bis sie weit außerhalb an einem verlassen Gutshof ankommen, an dem sonst nichts ist. Sie bekommen Stacheldraht, um das Gelände einzuzäunen und weiße Spitzzelte als Unterkünfte. Im Lauf der Tage richten sich die Männer ein, die Bewachung wird immer nachlässiger, man kann in die Stadt gehen, dort Handel treiben, Tauschwaren ins Lager bringen, am Ende können sogar die Frauen, die den Männern nachreisten, ins Lager kommen, in die Zelte. Das Lager selbst erinnert eher an einen Mittelaltermarkt als an ein Lager: Caféhäuser, Marktstände, Theateraufführungen… und alles umgeben von einen Wall aus Gestank, da auch hier die hygienischen Verhältnisse der Gedankenlosigkeit der Franzosen gedankt, unsäglich sind…

Auch Martha, Feuchtwangers Frau ist vor Ort, trifft ihren Mann kurz nachdem dieser eine lebensgefährliche Typhusinfektion überlebt hat. Sie kann sich frei bewegen, es gelingt ihr, die Flucht Lions nach Marseille zu organisieren. Bei einem „Ausflug“ bugsiert sie ihn in ein bereitstehendes Auto und gibt ihm einen Frauenmantel zum Überziehen. Von Marseille aus ging es dann nach Monaten über Spanien und Portugal in die USA, wo er diesen Text, noch in New York, niederschreibt.

„Der Teufel in Frankreich“ ist ein weitgehend nüchterner Erlebnisbericht einer dramatischen Zeit. Es war kein Spaß, Feuchtwanger wäre in den Händen der Nazis verloren gewesen, er war einer ihrer Lieblingsfeinde. Um so quälender war die Situation, daß ausgerechnet der Staat, der sie seinerzeit noch freudig als Widerständler begrüßt hatte, sie nun konzentriert, einsperrte und nur sehr zögerlich bereit war, sie vor den heranstürmenden Nazihorden in Sicherheit zu bringen, wobei einem das Wort „Sicherheit“ etwas schwer in die Tastatur rutscht… Es ist unbestritten, daß in Frankreich ein hohes Maß an Kollaboration mit den Nazis stattgefunden hat, wie de Rosnay [vgl. 7] es romanhaft beschrieben hat, ist das Zusammentreiben der Juden in Paris für die Transporte durch französische Polizisten erfolgt…. und außer diesem molluskenhaften, nicht greifbaren Teufel der Gedankenlosigkeit, den Feuchtwanger etwas gestelzt formulierend postuliert vermutet er ja auch in seinem Schicksal das Wirken nazifreundlicher Stellen in der französischen Verwaltung…

Die Stationen, die Feuchtwanger durchlitt, waren nicht typisch für Lager. Es ist sehr offensichtlich, daß es keine übergeordente Organisation der Lager gab, daß man nach dem Zusammentreiben der Leute alles ziemlich schleifen ließ. Kantorowicz hat dies in seinem lesenswerten Nachwort zum Buch ausgeführt.

Für Feuchtwanger selbst muss diese ganze Situation noch quälender gewesen sein, da er nicht sehr geschickt war, etwas tapsig, manchmal geradezu rührend hilflos. Aber er konnte sich (und fand diese auch) immer wieder Menschen an sich binden, die ihm halfen und unterstützten. Ansonsten kommt ihm seine Beobachtungsgabe bei der Beschreibung der verschiedenen Typen von Männern, auch der einzelner Persönlichkeiten sehr zugute, man trifft eine Menge bekannter Namen, die im Nachwort von Kantorowicz entschlüsselt werden (bei Feuchtwanger gibt es nur die Anfangsbuchstaben, um die Personen zu schützen).

Das Buch ist ein Zeitdokument, es beschreibt eine singuläre Situation, erlaubt aber Rückschlüsse auf größere Zusammenhänge. Ich bedaure es ein wenig, daß ich es nicht vor „Sunset“ gelesen, denn es verrät mit den diversen selbstreflektierenden Passagen viel über den Autor, aber ich bin dennoch froh, daß ich überhaupt auf diese Erinnerungen Feuchtwangers aufmerksam geworden bin. Und wer die Gelegenheit hat, der sollte sich das Büchlein durchaus zu Gemüte führen, es liest sich gut und schnell, unterhaltsam kann man ja wohl nicht sagen….

Links und Anmerkungen:

[1] Der Teufel in Frankreich: Künstlerlager wird zum Mahnmal, news.de 16.09.2012
[2] Offizielle Webseite der Gedenkstätte Site mémorial du Camp des Milles
[3] Alfred Kontorowicz, dt. Schriftsteller (1899-1979), war mit Feuchtwanger im Lager Les Milles interniert, vgl Biographie hier
[4] Les Milles und später Nimes waren reine Männerlager. Die Frauen, soweit sie unter die Anweisungen fallen, werden selbstverständlich auch interniert
[5] Feuchtwanger war direkt nach Kriegsausbruch schon einmal interniert worden, kam aber  nach englischen Protesten schnell wieder frei.
[6] Klaus Modick: Sunset. Besprechung hier im blog
[7] Buchempfehlungen: Weitere Bücher hier im blog zum Thema Frankreich im 2. Weltkrieg:
– Pierre Assouline: Die Kundin
– Robert Bober: Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen
– Erich Schaake: Bordeaux, mon amour
– Odile Kennel: Was Ida sagt
– Tatiana de Rosnay: Sarahs Schlüssel
– Irène Némirovsky: Suite française

Lion Feuchtwanger
Der Teufel in Frankreich
mit einen Nachwort von Alfred Kantorowicz
diese Ausgabe: Greifenverlag zu Rudolfstadt, HC, ca. 260 S., 1954

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