John Irving: Gottes Werk und Teufels Beitrag

15. Februar 2013

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Gewidmet den Prinzen von Wales, den Königen von Neuengland, egal, wo auf dieser Welt sie leben….

Dieses Buch ist mein erster Irving (aber nicht der einzige, der im Regal steht), den ich mir zu Gemüte geführt habe, nachdem so viele Blogkolleginnen immer wieder hochlobende bis begeisternde Rezensionen über seine Romane verfasst haben.

Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ist ein hemmungsloses Buch. Nicht, weil sein Inhalt keine Rücksicht nähme auf Sitte und Moral (obwohl moralische Fragen eine große Rolle in der Geschichte spielen), sondern weil es Irving wohl auf ein paar Seiten mehr oder weniger nicht ankommt. Er fabuliert, erzählt, schweift ab, er gönnt jeder seiner Figuren den Platz, den sie braucht, um uns ans Herz zu wachsen, uns vertraut zu werden, ja, um sie in all ihren Eigenheiten, die wir zu Genüge geschildert bekommen, lieb zu gewinnen. Und es sind ihrer viele in diesem Roman und so nimmt es nicht wunder, daß die Geschichte der ersten Lebenshälfte des Homer Wells solch einen umfangreichen Text einnimmt.

Dieser Homer Wells ist die zentrale Figur des Buches, ganz ohne Zweifel. Doch beginnt Irving seine Handlung mit einer anderen Person, dem Gynäkologen, Hobbyhistoriker und Leiter eines Waisenhauses, Wilbur Larch. Wir finden ihn in im Waisenhaus St. Cloud´s (mit diesem Apostroph, den die erratischen Wendungen des Lebens dorthin eingeführt haben genauso wie an anderer Stelle im Text und später aus Hart´s Rock Heart´s Rock geworden war….), einer Einrichtung, die selten unverortet in Neuengland, genauer in Maine, angesiedelt ist – in der Tat ein wenig wie auf einer Wolke. Es ist ein „dunkler“ Ort, voll mit Vergangenheit und Vergang. Alles wirkt etwas geisterhaft, wie die verlassene Stadt in der Nachbarschaft, in der früher Sägewerke und ähnliche Betriebe des holzverarbeitenden Gewerbes angesiedelt waren. Dort also wachsen unter der sorgsamen und liebevollen, wenn auch etwas kauzigen Betreung von Larch uns seiner Krankenschwestern Edna und Angela, von denen aber nur eine in ihn verliebt ist, die Waisen auf, auch jener Homer Wells.

Jener Homer Wells, der zu allen Zeiten, so vermerkt es der etherreisende weil -süchtige Wilbur Larch in seiner „Geschichte von St. Cloud´s“, das einzige Problem des Hauses ist. Nun ja, als Aussenstehende so wie wir Leser es ja nun mal sind, sehen wir das vllt etwas anders, aber vllt hat Wilbur Larch ja doch Recht, weil er es in einem höheren Zusammenhang sieht. Ziel von St. Cloud´s ist es, die Kinder zu vermitteln an Adoptiveltern und dies gelingt ausgerechnet bei Homer nicht… dem Elternpaar, das sich Lachen und Weinen eines Kindes als Geräuschkulisse wünschte, war der Kleine in seiner absoluten Lautlosigkeit unheimlich, das nächste Paar jedoch brachte ihn so zum Schreien, daß er sogar die Sägewerke übertönte und das dritte Elterpaar, sportiv und von der geistigen Einstellung dem Outdoor-Erlebnis verschrieben… nun ja, es verstarb auf spektakuläre Art und Weise… das Schicksal hat entschieden: Homer Wells gehört nach St. Cloud´s. Wo er, so das Diktum von Wilbur Larch, sich nützlich zu machen hat.

Doch kommen wir noch einmal auf Larch, den Gynäkologen, zurück. In seinem Leben gibt es ein zentrales Ereignis, auf das sich alle Kausalketten unserer Protagonisten zurückführen lassen: Sein Vater „schenkte“ dem Jungen Wilbur eine Nacht bei einer Dame, die die Einnahmen solcher Nächte zur Finanzierung ihres Lebensstandards (wohlweislich in einer anderen Stadt) verwendete. So etwas, daß der Vater den Sohn.. dadurch, daß er ihn… „initiierte“.. soll in früheren Zeiten wohl häufiger als heute vorgekommen sein, so ist dies auch nicht der springende Punkt. Jener liegt darin eher darin begründet, daß zum einen der junge Wilbur sich nach vollbrachter Tat im Lichte einer Zigarre wiederfand, die ein junges Mädchen (die Tochter der Gunst spendenden Dame, die noch vor wenigen Augenblicken unter ihm weilte) welches unbemerkt im Raume anwesend war, paffte (jene hätte er, nach ihrer eigenen Aussage, billiger haben können…). Zum anderen holte sich der junge Mann was Venerisches mit den üblen Folgen der Infertilität für ihn, so sollte dieses erste Mal, dies sein Entschluss, auch sein einziges Mal bleiben…. [3].

Das junge Mädchen (deren und deren Mutter Name „Eames“ reimt sich auf „screames“, ein Beispiel für den skurrilen Humor Irvings) – und damit kommen wir endlich zum wirklichen Wendepunkt in Larchs Leben – trifft dieser noch ein paarmal wieder. Bei der nächsten Begegnung ist sie schwanger und der Gynäkologe Larch soll das Baby abtreiben. Er verweigert dies standhaft, das könne er nicht. Beim nächsten Treffen findet man die junge Frau übel zugerichtet vor der Tür des Waisenhauses abgelegt, sie hat hohes Fieber, weist Verletzungen auf und Larch muss feststellen, daß ein stümperhafter Engelmacher die junge Frau verstümmelt hat. Sie stirbt. Und ein drittes und letztes Mal sieht Larch sie mit einem Pferdepenis im Mund auf einem pornographischen Bild und er geht davon aus, daß sie dies gemacht hat, um das Geld für die Abtreibung bei einem dieser Pfuscher zusammen zu bekommen.

Kann ein Mensch diese Schuld tragen, kann ein Mensch, ein Arzt, der hätte helfen können, diese Schuld, diese Verantwortung tragen? Irving läßt Larch diese Frage (viel weiter hinten im Roman) ganz eindeutig beantworten: Solange Abtreibungen verboten sind, hat jeder, der sie fachlich richtig vornehmen kann, die Pflicht, sie durchzuführen, um zu verhindern, daß solches mit den Frauen geschieht wie mit der jungen Eames… jetzt, zu diesem Zeitpunkt der Geschichte, gibt er die Antwort durch sein Handeln: von nun an wurden in St. Cloud´s sowohl kleine Waisen auf die Welt gebracht als auch unerwünschte Kinder abgetrieben.

Was hat dies mit unserem Homer zu tun, den ich jetzt – aber nur dem Schein nach – aus den Augen verloren habe? Ganz einfach: des etherreisenden Larchs Leitspruch war, sich nützlich zu machen und so machte Homer, der – das Fatum wollte es wohl so – zu St. Cloud´s gehören sollte, sich nützlich.. er las vor, passte auf die Kinder auf, half hier und da und wurde, als die Zeit danach war und das Geheime vor ihm nicht mehr verborgen werden konnte, in die Kunst des Geheimen eingewiesen: Larch verpasste ihm eine chirurgisch-gynäkologische Ausbildung und macht ihn zu seinem Assistenten. Mochten sie beide sich prinzipiell in der ärztlichen Kunst gleichwertig sein (natürlich fehlten Homer die Erfahrung seines Lehrers, aber vom Ansatz her…), eins unterschied sie doch: Zwar räumte Homer wie sein Lehrer den Frauen absolut das Recht ein, zu entscheiden, ob sie ein Kind auf die Welt bringen wollten oder nicht, jedoch weigerte er sich, bei Abtreibungen zu helfen bzw. später, sie vorzunehmen.

Machen wie einen großen Sprung, übergehen wir die Geschichte von Homer und Melony und berichten nur kurz davon, daß eines Tages Candy und Wally, ein junges, unbeschwertes Pärchen vor der Tür von St. Cloud´s auftauchte, in einem Cadillac. Unbeschwert.. nein, nicht ganz.. Candy brauchte die spezielle Hilfe von Dr. Larch… Die beiden kamen von der Küste, weit weg vom Waisenhaus, Wally gehörte auf eine Apfelplantage, die .. nun ja, von seiner Mutter gemanagt wurde, weil Senior immer wunderlicher wurde, bis klar war, daß er von Al´s Hammer erwischt worden war…. Homer fuhr, es war für ein paar Tage geplant, mit dem beiden zurück auf die Apfelplantage. Er war verliebt in Candy und in Wally gewann er einen Freund fürs Leben. Denn sein zukünftiges Leben fand auf dieser Plantage statt, hier ging er zur Schule, hier sollte er fortan wohnen und arbeiteten, und hier begegnete ihm zum ersten Mal die Welt, die auch außerhalb von St. Cloud´s existierte….

Als Amerika in den Krieg zieht, meldet sich Wally als Freiwilliger bei der Air Force und kommt nach Südostasien. Unterdessen kommen sich Candy und Homer immer näher und als Wally verschollen gemeldet wird, so nahe, wie es näher nicht mehr geht… Das Kind wird in St. Cloud´s auf die Welt gebracht und zu Hause, auf der Plantage als adoptiert ausgegeben… aber dann wird Wally wieder gefunden, schwer krank zwar, aber er kommt nach Hause… und in Ocean View, der Plantage, entwickelt sich jetzt eine seltsame Familienkonstellation auf der Basis von Verschweigen, von Lügen, von Heimlichkeiten und Wegsehen…. und doch: es ist ein zwar getrübtes, in gewisser Hinsicht aber doch (fast) glückliches Leben dort, zwischen den Beteiligten…

… und unterdessen wird im Lauf der Jahre, die in´s Land ziehen, in St. Cloud´s der gute Wilbur Larch immer älter und etherischer, aber er entwickelt einen grandiosen Plan, Homer Wells dahin zurück zu holen, wo er seiner Meinung nach hingehört: in´s Waisenhaus.


Schon aus meiner kurzen Beschreibung des Inhalts wird deutlich, daß das Thema Abtreibung eine große, zentrale Rolle spielt im Roman. Der deutsche Titel „Gottes Werk (i.e. die zu gebärenden Kinder) und Teufels Beitrag (i.e. die Kinder, die nicht erwünscht sind..)“ spiegelt dies deutlich wieder, der Originaltitel hat dagegen eine etwas andere, subtilere Bedeutung [1].

Irving läßt seine Protagonisten eine klare Einstellung zu diesem Thema einnehmen: nicht, daß er sie per se für Abtreibungen sein läßt, aber sie akzeptieren ohne Wenn und Aber, daß jede Frau das Recht hat, über diese Frage für sich selbst zu entscheiden und daß Aussenstehenden kein Urteil darüber zukommt. Und aus dieser Einstellung heraus folgt nahezu zwangsläufig, daß man dann auch Abtreibungen ermöglichen muss. Mit „nahezu…“ meine ich, daß Homer dies nicht so sieht, er ist nicht bereit, diesen letzten Schritt konsequent zu gehen. Aber wie ehrlich ist es, reden ohne zu handeln? In einer der zentralen Stellen des Buches, als er Larch bei einer Abtreibung assistieren soll, im Nachbarsaal eine Frau in den Wehen liegt und vor der Tür der Cadillac auftaucht, verweigert er Larch, seinem Mentor, die Hilfe. Es ist dieser Moment, der den Wendepunkt in seinem Leben einleitet ….. als „Kriecher“ wird er von Melony nach all den Jahren bezeichnet, nach denen sie sich wiedersehen. Zum „Helden“ wird er erst später….

Überhaupt schrammt Irving mit seinen Figuren am „Mainstream“ vorbei, die Rezeption des Buches in Amerika dürfte gespalten gewesen sein, wenn man sich die teils gewalttätigen Proteste von Abtreibungsgegner in Erinnerung ruft. Aber auch mit anderen Settings skizziert Irving Provozierendes: mit Melony, die im Waisenhaus und der ersten Zeit ausserhalb eher einem Berserker gleicht, schafft er die Prototypin einer Dyke, die er konsequenterweise auch erst in einem lesbischen Verhältnis zur Ruhe kommen und halbwegs glücklich werden läßt; das Verhältnis, in dem Candy, Homer, Wally und Angel leben, entspricht ebenso wenig dem Bilderbuchbild einer typisch amerikanischen Familie wie der im späten Verlauf der Geschichte beschriebene und eine gewissen Bedeutung erhaltene Inzest, der Homer zu etwas zwingen soll, was er eigentlich nicht will…

Interessant ist das Dreiecksverhältnis, in das Irving seinen Helden mit Candy und Wally steckt. Es ist nun wirklich keine Seltenheit, daß ein Mensch zwei andere liebt, vllt nicht auf und in der gleichen Art und Weise, aber möglicherweise gleich intensiv. Diese Konstellation hat immer eine starke Neigung hin zu einem tragischen Ende. Gottseidank hat der Dichter natürlich die Macht, alles zum Guten zu wenden, irgendwie, und wenn es noch so unwahrscheinlich aussieht. Dieses spezielle Verhältnis der drei (genauer müsste man sogar sagen, der vier) Menschen ist gegründet auf gegenseitige Liebe und Freundschaft, auf Verheimlichung, auf Verdrängung, auf vermeintliche Rücksichtnahme, auch auf Lügen und Unehrlichkeit, auf Verschweigen… Man ahnt, vermutet, mutmaßt, daß derjenige, dem verschwiegen wird, alles ahnt oder weiß und findet doch den Mut nicht zu reden… man kann viel über diese so liebenswerten Figuren nachdenken, handeln sie „richtig“ oder nur „vernünftig“ – und was ist richtig?


Irving mag wohl die Romane des viktorianischen England, Dickens mit seinem David Copperfield und Brontë mit ihrer Jane Eyre werden immer wieder erwähnt und zitiert, sind auch die abendliche Vorleselektüre in den Schlafsälen der Waisen in St. Cloud´s. Und auch sein eigener Roman hat in seinen Formulierungen etwas von dieser Zeit, besonders die Stellen, in denen er aus Larchs „Kleiner Geschichte von St. Cloud´s“ die Weisheiten und Erkenntnisse des Arztes wiedergibt. Überhaupt ist die Sprache sehr kräftig und bildgewaltig, Irving scheut sich auch nicht vor detaillierten Beschreibungen, dem Sujet entsprechend geht es oftmals um den weiblichen Urogenitaltrakt… empfindliche Mägen sollten nicht alles, was Irving in Worte gefasst hat, versuchen, zu visualisieren.. Dabei hat die Geschichte durchaus auch Stellen mit eher skurrilem Humor, daß sich etwa der Name der Prostituierten auf „screames“ reimt ist eine davon, makaber wird der Humor im Burma, wo Wally über Wochen hinweg nur von Curry-Fischbällchen lebt, weil.. aber das lest selber…. ;-)

Sollte mich jemand fragen, ob er dieses Buch lesen solle, würde ich ohne Wenn und Aber sagen: ja, tu es, lass dich nicht vom Umfang schrecken, sondern freu dich dran, daß die Geschichte so lang und ausführlich ist. Lass dich von ihr tragen, denk über manches nach und freu dich mit den Königen von Neuengland und den Prinzen von Maine, wenn wieder einer der ihren ein Zuhause gefunden hat….

Links und Anmerkungen:

[1] der amerikanische Originaltitel lautet: „The Cider House Rules“, er macht damit nicht diese Abtreibungen zum Hauptthema, ist im Gegenteil bedeutungsschwerer. Im „Cider House“ werden auf Ocean View in der Pflücksaison die Arbeiter untergebracht, am Türrahmen ist ein jedes Jahr erneuerter Zettel mit Verhaltensregeln angepinnt. Doch die wahren Regeln im Cider House kennen nur die, die dort wohnen, sie sind nirgends angeschlagen, unterscheiden sich sehr von den offiziellen Regeln und wer sie verletzt, bekommt echte Schwierigkeiten… es wird also die Frage angeschnitten, wie eine Gesellschaft wirklich funktioniert, nach welchen Regeln sie sich wirklich richtet… und ob die, die die offiziellen Regeln machen, das überhaupt wissen….
andererseits schreibt der Rezensent der NYT [2]: „Long an advocate of freedom of choice, Mr. Irving said he had no idea when he began that the novel would develop into such an intense argument about abortion and that it would be published at a time so full of tension over the issue.
[2] Esther B. Fein: GUILT AND COMPASSION, NYT May 26, 1985, das Thema scheint also im Lauf des Schreibprozesses eine gewisse Eigendynamik entwickelt zu haben….
[3] in diesem Zusammenhang taucht dann auch der selten gewordene Imperfekt „molk“ auf…

John Irving
Gottes Werk und Teufels Beitrag
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Thomas Lindquist
diese Ausgabe: Diogenes TB, 2000, ca. 830 S.

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9 Responses to “John Irving: Gottes Werk und Teufels Beitrag”

  1. Susanne Haun Says:

    Hallo Flattersatz, es ist mein Lieblingsbuch von Irving, es hat mich sehr angesprochen.
    Den Film dazu mit Michael Cain und Toby McGuire mag ich nicht ganz so, eine ganze Generation wurde gestrichen…
    Grüße von Susanne

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    • flattersatz Says:

      liebe susanne, ich schau kaum filme, daher kenne ich den natürlich auch nicht… aber ich denke, man muss filme als eigenständige werke sehen. im vergleich zu buch, das ihm zugrunde liegt, wird er immer verlieren, weil vieles, was beschrieben werden kann, filmisch nur schlecht umzusetzen ist. bei irving kommt dann noch die pure länge des romans dazu…. andererseits hat ein film seine eigenen qualitäten: ein bild sagt mehr als tausend worte…
      liebe grüße und habe ein schönes wochenende!
      fs

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  2. Dina Says:

    Lieber Flattersatz,
    danke für die feine Rezension und Erinnerung an dieses Buch.
    Ich fand den Film toll. Den Originaltitel, The Ciderhouse Rules, finde ich jedoch poetischer.

    @Susanne: Irvings Bücher auf der Leinwand werden oft „gekappt“. Hast du „The door in the floor“ gesehen? Grandios gespielt! „Witwe für ein Jahr“ würde nur zu Hälfte verfilmt, das fand ich sehr passend und gelungen.

    Schönes Wochenende mit einem lieben Gruß aus dem verschneitem Rheinland
    Hanne

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    • flattersatz Says:

      liebe dina,

      herzlichen dank für deinen kommetar. zu dem film (ich habe bei susanne schon geantwortet) kann ich nichts sagen, ich schau kaum filme… ;-) manchmal bedaure ich das ein wenig…

      ich finde den originaltitel auch „besser“, weil tiefgründiger. poetischer… hmm, gottes werk und teufels beitrag find ich auch eine gelungene formulierung, sehr griffig, aber im gegensatz zu ciderhouse nur auf einen aspekt des buches bezogen…

      egal, ein schönes, ein sehr schönes buch ist es allemal!
      danke für deine wochenendwünsche, auch dir ein schönes wochenende und liebe grüße in das jetzt auftauende rheinland…

      fs

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      • Susanne Haun Says:

        Lieber Flattersatz,

        ja, ein Bild sollte mehr als tausend Worte sagen, aber oft hat jeder bei einem Bild unterschiedliche Gedanken im Kopf und das ist gut so :-)
        @Dina,

        ich kenne nur noch den Garp, den habe ich gleich beim Erscheinen gesehen und der hat mich zu Irving gebracht… das Buch habe ich gerade wieder gehört…. ungekürzt natürlich … den Film habe ich in meiner DVD Sammlung….

        Ich schau mal, ob ich die Witwe als Film bekomme, denn die mochte ich auch besonders als Buch!

        Einen schönen Tag wünscht euch Susanne

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  3. Antonia Says:

    Viel spass beim Entdecken von Irving, einer meiner Lieblingsautoren. Ich kann dir The Hotel New Hampshire von ihm nur ans Herz legen :)

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  4. Verehrter flattersatz,

    ist das schön, so verdammt schön, dass ich in deiner Rezension die eigene Irving-Begeisterung wiederfinde! Schon am Anfang lächelte ich über deine Bemerkung zu den Figuren. Sie waren es bislang, die mich in seinen Romanen ebenfalls begeistert haben; mit ihnen die Menschlichkeit, das leicht Verrückte, das sich mit Irving wiederum ganz normal anfühlt. Bis vor einem Jahr hätte ich mich nie an solch ein dickes Werk gewagt, aber jetzt sehe ich das anders und kann deine abschließenden Worte nur unterstreichen.

    Hab also weiterhin viel Freude beim Entdecken der weiteren Irving-Welten. Antonias Hinweis möchte ich an dieser Stelle schnell noch unterstützen. Das Hotel New Hampshire ist einfach großartig!

    Mit besten irvingschen Grüßen,

    Klappentexterin

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    • flattersatz Says:

      liebe klappentexterin

      jetzt wäre mir beinahe unterlaufen, was nicht geschehen sollte: ich hätte auf deinen lieben kommentar nicht reagiert!

      herzlichen dank also für die geschreibten zeilen, anmerkungen und wünsche!

      ja, es sind umfangreiche werke, auch mich haben sie ja dadurch lange abgehalten, sie zu lesen. aber, um ein bild zu gebrauchen, das ich ja des öfteren verwende, das buch, die geschichte ist wie ein fluss, der einen aufnimmt und sich mit einem durch die landschaft, sprich handlung, schlängelt: es gibt kurze fahrten auf kleineren flüssen wie der lahn zum beispiel, die nur wenige stunden dauern, es gibt aber lange fahren, auf rhein oder donau, die tage dauern, bei denen man sich heimisch machen muss und kann und will, die viele verschiedene landschaften berühren, bei denen man sich schon erinnern muss an das, was man bisher sah/las.. und die einfach dann auch wieder überraschend sind mit dem neuen, das sie dem reisenden auf dem wasser bzw. den buchdeckeln bieten….

      hier, geschätzte klappentexterin, liegt noch viel schnee und derfrost klirrt vor dem fenster. ob die sonne dies heute bestrahlen wird, ist noch nicht sicher, der erfahrung der letzten tage, wochen, monate nach: eher wohl nicht. dies macht mich traurig, ich vermisse diesen warmen gelben ball am himmel so sehr! deshalb wünsche ich es mir, dir, herrn turm und allen anderen: die sonne soll scheinen, für uns alle, wo immer wir auch sind!

      mit wintersonnenlichen grüßen
      fs

      p.s.: verabreden wir uns doch für´s hotel new hampshire ;-)

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