Jump in Art: Peter Klasen

3. August 2010

Sodele, dieser Beitrag ist kompliziert geworden, habe ich ihn doch zu dreien ausgeweitet. Aber der Reihe nach.

Das Ludwig-Museum in Koblenz veranstaltet die Reihe „Jump in Art“: „Raus aus dem Büro – Rein ins Kunstvergnügen“, die ich zusammen mit einigen Leuten aus unserer „Buchenwald-Gruppe“ neulich besucht habe. Es wurde dort im Zusammenhang mit der Ausstellung von Werken des in Frankreich lebenden deutschen Künstlers Peter Klasen der Fuller-Film „Shock Corridor“ (zur Filmbesprechung) gezeigt, der Klasen als Anregung für eine gleichnamige Installation diente: Die Installation, wie ein kleines Labyrinth ohne Ausgang ausgelegt, am Ende ein Telefon ohne Anschluss und Wählscheibe, diese Wannen, die wir auch in dem Film von Fuller (erinnert sich jemand an den fulminanten Film „Und einer flog übers Kuckucksnest“? Dort gab es die Wannen, glaube ich, auch…) wieder sehen werden, stehen ziemlich am Ende. Der Gang, obschon hell beleuchtet, vermittelt ein Gefühl des Eingesperrtseins, eine klaustrophische Enge, die durch Warnschilder „Lebensgefahr“ noch drastisch erhöht wird. Verspiegelte Flächen: wird man beobachtet, steht man unter Kontrolle, was geschieht hier mit einem? Wie überhaupt komm ich hier wieder raus???

Peter Klasen und sein Werk sind eine Art Missing Link meiner beiden letzten Beiträge. Den Zusammenhang mit Fullers Film habe ich soeben erläutert, aber wie hängt er mit Kafkas „Strafkolonie“ zusammen? Auch hier ist es naheliegend: Klasen hat nach Kafkas Beschreibung eine Exekutionsmaschine gebaut. Bett, Schreiber (?), Egge: die Spritzen, das Gequietsche, die Bewegung der Apparatur, es ist wie in der Erzählung. Eine grausame Maschine, kennt man die Kafka-Geschichte, um so mehr…..

Als Résumée möchte ich (sinngemäß) zitieren, was ein Mitbesucher zum Schluss sagte: „Also, am Anfang, als der Typ da erzählte [damit waren die einführenden Worte zum Film gemeint…], da dachte ich ja.. meine Güte, das wird was werden. Aber dann, der Film und so, das war ja SO spannend, die Zeit ist rumgegangen, du hast ja nichts mehr gemerkt…. “ That´s it. Genauso war´s!

Facit: siehe letzter Absatz.

Links:

Bilderquelle Shock Corridor
Bildquelle der Exekutionsmaschine
Besprechung des Films „Shock Corridor
Anmerkungen zur Erzählung Kafkas „In der Strafkolonie

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