Sophie Andresky: Mein Harem

September 7, 2009

Ich habe einen großen Vorteil: Ich bin eine Frau. Wenn Sie als Mann über harten Sex schreiben, können Sie auf den Index kommen. Bei Frauen ist es Emanzipation.

haremk

So hält es Andresky auf dem hinteren Einband fest. Da ist wohl was dran, und die Autorin umschreibt damit auch gleich den Inhalt ihres Buches, einer Sammlung ihrer bisher erschienenen Kurzgeschichten [1]. Obwohl – ganz so hart, als daß ein Mann damit auf den Index käme, sind sie auch nicht…

Damit es festgehalten ist: ich gebe es zu: das Einbandbild gefällt mir auch (?) nicht, ich finde es geradezu häßlich. Diese gelackte Frau im Kreis gestählter Jungmänner, da ist kein Witz dahinter (außer dem, daß es natürlich die ebenfalls oft einfallslose inverse Situation: „Mann umrahmt von seinen Gespielinnen“ auf die Schippe nimmt). Aber vielleicht ist das auch mein männlicher Blick, Frauen mögen das anders sehen, schließlich schreibt Andresky ja – wie sie sagt [2] – Frauen-P.*rno.graphie [3] und das drückt sich hier eben auch mal bildlich aus.

Das wäre jetzt mal ein Thema: was ist Frauen-, was ist Männer-P.*rno.graphie, was turnt Frauen, was Männer an? Ich habe ja in diesem Blog schon mehrere Bücher vorgestellt, die von Frauen geschrieben worden sind, aber noch keins (wie ich zugeben muss), bei dem ich beim Lesen ganz deutlich gemerkt habe, daß es tatsächlich für Frauen geschrieben worden ist. So ist es in Andreskys Geschichten eben vorwiegend der Mann, der der Frau ihre Wünsche erfüllt, sie zum Höhepunkt bringt, im Bett (oder wo auch immer) bläst es sozusagen weniger als daß es leckt… und die Männer in Andreskys Geschichtchen kommen durchaus nicht immer gut weg. Eingebildet, unfähig, egoistisch sind viele. Oft nur auf ihre eigenen Wünsche fixiert, werden diese von den Frauen entsprechend „vorgeführt“ und auf ihre wahre Größe zurecht gestutzt.

Der Ton und das Vokabular der Stories sind deutlich, verbrämende Umschrei- bungen sind nicht die Sache der Autorin. Trotzdem kommt nicht das Gefühl auf, eine plumpe, stupide Aneinanderreihung von Sex vor sich zu haben, die Geschichten weisen oft eine unerwartete, überraschende Wendung auf, haben Witz und Phantasie. Es ist sicherlich keine hohe Literatur, aber auf jeden Fall (auch wenn es jetzt ziemlich doppeldeutig klingt) gute Gebrauchsliteratur [4], die das erreicht, was sie erreichen soll: die Phantasie anregen (oder, wie Andresky es ausdrückt, „.. Ich will Lesen. … Man vögelt selber mit. ..“) und Spaß machen. Und vielleicht sogar Lust.

Facit: Schön isses.

[1] http://www.sophie-andresky.de/harem.php
[2] Andresky im Interview mit der Brigitte
[3] die seltsamen Punkte und der Stern sind nur wegen google, aber ich denke, jeder kennt das Wort….
[4] mit gemessenen gut 760 gr und fast tausend Seiten in manchen Situationen vielleicht doch etwas schwer zu gebrauchen…

Sophie Andresky
Mein Harem
Haffmans Verlag bei Zweitausendeins, April 2009, 987 S.
ISBN-13: 978-9-86150-829-8

Chimo: Sagt Lila

Juni 11, 2009

chimo

„Sagt Lila“ erzählt die Geschichte von Chimo und Lila, die in einem der Paiser „Banlieues“ leben, in den Tag hineinleben. Chimo ist Araber und trifft Lila, die etwas jünger ist als er, Lila, die so blond ist, als hätten „Seidenraupen golden Fäden gekackt“ plappert auf Chimo ein wie noch nie ein Mensch. Schon bei ihrer ersten Begegnung hebt sie den Rock für ihn, sie treffen sich öfters und Lila redet mit ihm und er merkt sich die Worte und nachts schleicht er in sein Büro, das er sich eingerichtet hat in irgendeinem der Häuser, von denen man nicht weiß, ob sie nie fertiggestellt wurden oder schon wieder zerstört sind richtet es sich ein mit einer Bank und einem Tisch aus Steinen mit einer Kerze drauf, die er einer blinden Frau geklaut hat, die sie eh nicht braucht und er hat sich jedes Wort, das Lila gesagt hat gemerkt er kann sich gut Worte merken er hört ein Gedicht und kann es auswendig und wenn er in der Schule das Gedicht aufsagen soll macht er extra Fehler rein damit die anderen ihn nicht verachten weil er so gut ist und einmal holt ihn die Lehrerin zu sich und sagt, er hätte eine schlecht Rechtschreibung aber er würde gut schreiben und schon waren die anderen da und zischten „Schleimer“ und verjagten die Lehrerin, die nie wieder so mit ihm sprach. Er kennt so wenig Wörter, hört immer dieselben wie zum Beispiel Schlampe, Scheiss, Sack oder Macker die die Jungs gebrauchen wenn sie reden und rumhängen, rumhängen und nichts tun und vom nichtstun ganz rappelig werden, gefangen ist er in den wenigen Wörtern die er kennt und er spart auf ein Wörterbuch, um aus dem Käfig herauszukommen und Lila erzählt so viel, so unerhörte Sachen, sie holt ihm auf dem Fahrrad einen runter und verspricht ihm mehr sie ist ein Engel und „….die Zähne müssten ihr ausfallen vor Scham, aber von wegen, leicht wie ein Sommerwind kommt das daher, nichts geht kaputt, es streichelt sogar.“ …..

Es ist eine zutiefst traurige, deprimierende, anrührende Geschichte, die dieser Chimo erzählt, eine Geschichte voller Hoffnungslosigkeit, Verrohung, Gewalt, die Geschichte von Menschen, die keine Zukunft haben, die sich aufgegeben haben. Die von der Hand in den Mund leben an Orten, an denen man nicht an der Häuserwand gehen sollte, weil der Müll nur noch aus dem Fenster geschmissen wird, weil es stinkt und dreckig ist und kaputt und keiner sich darüber mehr aufregt – außer Chimo, der dies sieht und der von Lila angesprochen wird und sich immer mehr in dieses seltsame Mädchen verliebt, die ihm die Kraft gibt, zu schreiben, seine Gefühle in Worte zu fassen.

Man kennt diese Banlieus aus dem Fernsehen, wenn dort Unruhen sind, Autos brennen und die Polizei martialisch einmarschiert. Chimo schildert den Alltag in diesen Vierteln aus der Innensicht, das ganz normale Leben dort, das so ganz anderen Regeln gehorcht, in das sich aber auch (fast) alle eingefunden haben. In weiten Passagen ist die Eindringlichkeit, mit der dies in einfachen Worten und Sätzen geschieht, erschütternd. Und in dieser Umgebung blüht die Liebe auf, die Chimo für Lila empfindet, keine romantische Liebe, denn für Romantik ist „Vieux Chêne“ der falsche Ort. Entsprechend derb ist die Sprache, voll mit Begriffen, die sich auf Hans reimen, auf Rasen oder blitzen, auf Böse oder auf ticken… Aber bei allem pornographischen Sujet bewahrt sich die Liebesgeschichte gerade wegen ihrer Direktheit und Gradlinigkeit eine Unschuld, sie ist nie auf Effekt hin geschrieben, sondern sie ist einfach so. Und nicht anders.

Das Buch wird mit einer Geschichte verkauft. Ob sie wahr ist – ich kann es selbstverständlich nicht beurteilen. Angeblich wurde das Manuskript (zwei gewöhnliche Schulhefte voller Streichungen und Fehler) dem Verlag über einen Rechtsanwalt angeboten, über die Identität des Autoren sei nichts bekannt.

Der Roman hat seinerzeit wohl für Aufsehen gesorgt, es wurde auch fürs Theater adaptiert, weiter unten sind zwei Links zu Theaterbesprechungen. Ich bin drauf aufmerksam geworden durch Nina Petris Lesung im März, in der sie die Eingangspassage las, die seinerzeit an zwei, drei Stellen für erstaunte „Oh´s“ sorgte….

„Sagt Lila“ ist offensichtlich im Buchhandel nicht mehr erhältlich, wer es haben will, muss sich also über den antiquarischen Buchhandel bemühen.

Facit: Kurz, aber heftig. Eine Geschichte, die einen noch eine zeitlang in Bann schlägt.

Links:

http://www.chimo-sagt-lila.de.vu/
http://www.badische-zeitung.de/freizeit/theater/chimo-lila-und-die-liebe–11041223.html
http://www.nahaufnahmen.ch/auf-der-buhne/chimo-sagt-lila-luzerner-theater-ug.html

Chimo
Sagt Lila
Engelhorn, 1997, 189 S.
ISBN-10: 3872032496
ISBN-13: 978-3872032492

Maran

„Ich bin einen Meter fünfzig groß. Italienerin. Mit heller Haut. Das ist alles.
Was gibt es noch zu erwähnen?“

Valentina Maran schreibt diesen Roman in der Ich-Form. In verschiedenen Episoden schildert sie, wie sie ihre erotischen Fantasien auslebt. Etwas anderes kommt in diesem Buch nicht vor. Und trotzdem ist es kein plumper pornographischer Erguss, die Sprache hält sich sehr im Rahmen, das gewagteste ist wohl fast noch das F-Wort, und selbst das wird nich allzu häufig angewandt. Nein, Valentina spielt mit der Fantasie der Leser, sie rezitiert ihre inneren Monologe, in denen sie sich mit ihren Liebhabern unterhält, ihre Gedanken zu erraten sucht, sie auch nach ihrer Eignung beurteilt. Ja, Eignung ist das angebrachte Wort, denn Valentina („das V … welch ein erotischer Buchstabe, weit gespreizt die Schenkel….„) sucht keine Liebe, sie sucht Sexualität, erfüllte, aufregende, fantasievolle Sexualität, deren Richtung sie vorgibt und nur sie. Sie bereitet dabei auch den Männern Lust, aber nur, weil sich dies ergibt, weil diese Lust, die sie ihren Liebhabern bereitet, ihr wiederum Befriedigung verschafft. Das unterscheidet sie von vielen Männern, die ihre erotischen Fantasien an Frauen ausleben, ohne diese jedoch auf ihre Kosten kommen zu lassen.

Valentina schafft, arangiert die Szenerien, politische Korrektheit kümmert sie nicht. Sie ist nicht moralisch, nein, das kann man ihr nicht vorwerfen. Sie weiß, was sie will. Fesselspiele und Sex zu dritt gehören dazu, mit verbunden Augen sich dem anderen ausliefern… langsam steigert sich die Lust in ihren Geschichten, die Spannung, die Anspannung, die Erregung. So laufen die Geschichten parallel zur körperlichen Liebe, die sie beschreiben und so enden sie auch, abrupt mit einem Höhepunkt. Danach trennen sich die Partner wieder, ohne sich mit dem Gefühl „Liebe“ zu belasten. Das heißt nicht, daß sie sich egal sind, sie freuen sich auf ein nächstes Mal, neu arrangiert und voll neuer Lust.

Es ist eine Art Libertinage, die Maran beschreibt. Da sie aus Italien kommt, dem Sinnbild für Katholizismus überhaupt, kann man dies auch als einen Protest ansehen gegen die stringenten Moralvorstellungen der Amtskirche: die Frau, die selbstbestimmt über die Männer verfügt, jedoch sie nicht unterwirft und erniedrigt, sondern sie einfach nur für sich in Anspruch nimmt… dieser Mangel an Gefühl, mit dem Valentina Sex hat, verströmt andererseits ein Moment innerer Einsamkeit, ja, auch von Gefühlskälte. Menschen werden auf Körper, diese auf ihre Funktionalität reduziert. Das einhüllende Erleben, das man Liebe nennt und welches die Kraft gibt, Unzulänglichkeiten zu ertragen, unter Umständen sogar schön zu finden, fehlt. Allenfalls kann man bei Valentina Vorlieben erahnen, Präferenzen für den einen oder anderen ihrer Männer, mit denen sie besonders gut harmoniert. Aber selbst bei diesen endet der Akt mit der Trennung und Valentina zieht sich wieder in ihre Isolation zurück – bis zum nächsten Mahl.

Facit: Ein intelligentes, aufregendes, sinnliches und schönes Buch, aber eins, das bei allem Sex Einsamkeit verströmt.

Valentina Maran
Haut an Haut
Ullstein, 2007
ISBN-10: 3550086644
ISBN-13: 978-3550086649

waberer

Na, ist doch klar, daß ich mir, wenn schon nicht alle, so doch ein paar der Bücher, aus denen am letzten Sonntag vorgelesen wurde, besorgt habe….. Zum Beispiel die „Klatschmohnfrau“ (wird noch besprochen werden) oder hier den „Feinkostladen“, aus dem die Geschichte der Frau Swoboda mit ihrem Pastetchen war.

Das Buch von Chimo, Lila sagt, ist nicht mehr im Buchhandel erhältlich. Was mich erstaunt hat, war der Preis, der für die vergriffene dtv-Ausgabe von 1998 im antiquarischen Buchhandel zu zahlen ist: 35 euronen für 190 Seiten. Andere Ausgaben sind billiger, aber auch nicht gerade billig.. dann frag ich mich natürlich, warum wird das Bändchen nicht noch mal aufgelegt? Na ja… umgerechnet 50 Mark für so ein schmales Buch sind mir dann aber doch zuviel und so wird da wohl doch eine virtuelle Lücke im Regal bleiben…..

Hier geht es aber um Keto von Waberers „Mysterien…“ Ein kleines Büchlein mit 11 kurzen Erzählungen von Frauen, die ihre Fantasien, die sich um die Liebe ranken, wahr werden lassen, es zumindest versuchen. Es ist nicht immer der gerade, direkte Weg, der zur Erfüllung führt, manchmal sind die notwendigen Umwege verschlungen, manchmal auch begnügen sich die Heldinnen Waberers auch damit, sich gleich ihrer Fantasie zu bedienen und den dort abgespeicherten Mann ihrer momentanen Lust abzurufen, den nimmermüden oder den einfühlsamen, den direkt zum Ziel kommenden Mann oder den, der den Gipfel langsam erklimmt … Mal ist es die Massage unter exotischer Sonne, die die Hitze anfacht, mal der Adamsapfel, der beim Schlucken sich hin- und herbewegt….

Leicht lesen sich die Geschichten, mit Ironie und Einfühlungsvermögen geschrieben, es finden sich wunderschöne Formulierungen, die das direkte Wort vermeiden ohne Unklarheiten zu hinterlassen….. Waberers Frauen sind Suchende, eine gewisse Resignation ist spürbar, weil ihre Suche keine Erfüllung findet. Die Männer scheinen mir beliebig, austauschbar, die Erzählungen handeln nicht von Liebe, sondern von der Lust (der Frauen zumeist) und ihrer Befriedigung.

Facit: erotische Geschichten aus einem etwas anderen Blickwinkel….

Keto von Waberer
Die Mysterien eines Feinkostladens
Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; Juni 2005, 143 S.
ISBN-10: 3833301503
ISBN-13: 978-3833301506

Die „Koblenzer Literaturtage `09″, die ich, etwas schludrig in dieser Hinsicht, natürlich fast wieder versäumt hätte,

titel

endeten gestern mit einer sehr schönen Lesung von Nina Petri zum Thema „Erotik“. Eine stimmungsvolle Veranstaltung, was auch am sehr stimmigen Ambiente lag, einem großen Koblenzer Jugendstilcafé. Es sind große, großzügige Räumlichkeiten mit dichter Atmosphäre, schön ausgeleuchtet, richtig gemütlich obwohl man natürlich mit einer normalen Bestuhlung vorlieb nehmen musste. buehne1

Das Bild gibt einen kleinen Eindruck von der Bühne, auf der Frau Petri vorlas. Ach ja, die beiden Musiker sollte ich nicht vergessen (so wie mir nämlich der Namen der Beiden entfallen ist…), die die Lesepausen von Frau Petri mit ihrer zum Thema passenden Tangomusik überbrückten. Obwohl – überbrückten klingt etwas abwertend, das war es aber nicht, die Musik hat sehr schön zum Thema gepasst und .. war einfach gut. Punkt. (auf dem letzten Bild am Schluss des Beitrages sind die beiden auch zu sehen.)

petri

Petri, die außer als Schauspielerin auch als (Vor)Leserin und Sängerin arbeitet, las insgesamt 5 Texte vor, die einen weiten Ausschnitt im Spektrum der Lust vorstellten:

Noelle Chatelet: Die Klatschmohnfrau (ISBN-10: 3462029975)
Chimo: Sagt Lila (ISBN-10: 3423125136)
Zeruya Shalev: Liebesleben
Keto von Waberer: Mysterien eines Feinkostladens
Hilke Rosenboom: Wirf mich ins Meer zurück (ISBN-10: 3547778700)

Die Klatschmohnfrau

Marthe, die „alte“ Frau, die langsam von diversen Zipperlein geplagt ist, deren Mann, mit dem sie ihr Vater vor Jahrzehnten verheiratete, mittlerweile tot ist, trifft einen Kavalier, der etwas in ihr weckt, das sie noch nicht gekannt hat. Dieses Gefühl versetzt sie in Unruhe, sie merkt, daß sie für Änderungen bereit ist: sie, die sie seit Jahren nur Ceylon-Tee trinkt, hat Lust auf Kaffee! Marthe erinnert sich an eine Bluse, die sie als junges Mädchen trug, lebensfroh wie sie damals war, in der Farbe der Liebe, Rot wie Klatschmohn… unbändig ist die Lust in ihr durch die Straßen zu laufen, zu flanieren, einzukaufen, diesen Mann, der ihr wunderbare Geschenke macht, zu treffen.. völlig unbefangen gehen sie in ihre Wohnung, reden, trinken Kaffee, er zieht die Vorhänge zu, zieht sich aus, und sie schaut ihn an und entkleidet sich ebenfalls… sie wird zur Klatschmohnfrau und Edmond, ihr ungeliebter Gatte, muss dem – wie sie mit einer gewissen Häme wahrnimmt – vom Sims aus, wo sein Bild steht, zuschauen…..

Sagt Lila

Die Geschichte spielt ebenfalls in Frankreich, aber in den Aussenbezirken von Paris, in den Banlieues. Der 19 jährige Ich-Erzähler, ein Araber, liebt die 16 jährigen Lila. In einfachen Worten beschreibt er ein Treffen mit ihr, das ihn in Verwirrung stürzt. Denn unvermittelt fragt Lila ihn, ober sie ihm ihre M.ö.** zeigen soll, und dann: ob kurz (Rock hochheben) oder lang (auf der Rutsche). Er ist überrascht, weiß nicht, was er sagen soll, zögert, ist unsicher .. aber doch, ja, klar, will ich… und auch lang…. Als Lila dann auf der Rutsche mit geöffneten Beinen auf ihn zugleitet, ist dann voller Entzücken über das, was sich ihm offenbart…. er schaut ihr Gesicht an, sie fragt, ob er auch ganz genau schaut, ob ihm etwas auffällt, ihr kleiner Mund zum Beispiel. Ja, sicher, was ist damit? Es sei auch für sie verrückt, so ein kleiner mund, was dort für Riesenschw***e reinpassen (diese Passage kam so überraschend, daß aus dem Publikum an zwei Stellen erstaunte „oh´s“ zu hören waren…), die sie so gerne ****. Sie redet davon so selbstverständlich wie vom Einkaufen, vom sich Waschen, sich Ernähren, er ist sprachlos geworden, fasst es kaum, ist auch fasziniert…. Eine 16jährigen, die so redet, so beschreibt, welche Erfahrungen hat die schon sammeln, wie früh ihre Unschuld verlieren müssen….

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Liebesleben

Petri liest eine Episode direkt nach dem Tod von Aries Frau, als Ja´ara diesen besucht und beide dann ins ehemalige eheliche Schlafzimmer gehen, das bis zum Vortag das Krankenzimmer von Aries Frau war. Ich hatte ja mit diesem Buch meine eigenen Schwierigkeit, muss aber sagen, daß die Passage durch das Vorlesen irgendwie „schlüssiger“ erschien als ich den Text in Erinnerung hatte. Ja´ara findet in der Hörigkeit zu Arie ihre Erfüllung, auch an diesem Abend ist sie erst glücklich, als Arie sie wie eine Puppe behandelt und ihr so wenig Spielraum läßt, daß sie noch nicht einmal ihren Hintern bewegen kann wie sie will…..

Mysterien eines Feinkostladens

Ein Blick in die etwas muffigen Stuben deutschen Kleinbürgertums. Frau Swoboda, lange Jahre in einem Gemüseladen tätig, arbeitet jetzt in einem Feinkostladen. Dort untergebracht hat sie ihr Chef, Herr Werner, mit dem sie jetzt auch zusammen lebt. Aber nur privat, im Laden darf niemand etwas wissen, merken davon.

Abends dann zu Hause, wenn das Unvermeidliche ansteht, zieht sich Herr Werner seinen Bademantel an, setzt sich, nimmt seine Zeigestockhand (damit ist tatsächlich ein Stöckchen gemeint mit einer Hand vorn dran) und Frau Swoboda muss sich vor ihn stellen. Ihren Körper fährt er ab mit dem Stock, zwischen ihren Brüsten entlang, taucht mit ihm in ihrem Nabel, in die Leistenspalte, auch zwischen ihre Schenkel. Frau Swoboda ist eine gute Schülerin, sie macht keine Fehler mehr wie freche Antworten geben wenn sie gefragt wird, ob das Pastetchen zu verkaufen wäre… sie spürt Lust in sich aufsteigen, da ihre Gedanken abschweifen, sich auf anderes einlassen, auf prickelndere Fantasien… manchmal sehnt sie sich zurück in ihren Gemüseladen, hat sie die richtige Entscheidung getroffen fragt sie sich zweifelnd…. Herr Werner, dessen anderer Zeiger sich ob des Rituals langsam bemerkbar macht, ahnt davon nichts, ist zufrieden und zieht Frau Swoboda an sich, damit auch diese sich setzen kann…..

Wirf mich ins Meer zurück

Dieser Textauszug beschreibt eine Nacht im Leben der jungen Mariechen, die sich jetzt, mit 104 Jahren daran zurückerinnert. Es war eine Nacht in Shanghai, in der ihr ihr Geliebter, der Japaner Kawusaba ein Geschenk machte. Sie war skeptisch, denn es war ein ungewöhnliches Geschenk, aber er versprach ihr, daß sie unbegrenzte Macht über ihn erreichen würde, wenn sie sich darauf einließe: „Aber ich habe doch schon Macht über dich!“ – „Nein, hast du nicht….“. Beide, Mariechen und Kawusaba, werden von einer Japanerin für diese Nacht vorbereitet, gewaschen, gereinigt, mit Schleiern gekleidet… und danach erhält Mariechen eine Einweisung in die japanische Liebeskunst, die sie noch in dieser Nacht mit ihrem Geliebten zusammen erlebt…..

Facit: Frau Petri ist in der Tat eine sehr gute Vorleserin, die die Texte zum Leben erweckt, den Figuren Lebendigkeit verleiht. Die Textauswahl hat mir gefallen, sozusagen von zart bis hart bot sie ein weit gefächertes Spektrum. Zusammen mit den musikalischen Einlagen eine sehr gelungene Veranstaltung.

ende

Nina Petri
Lust. Wahre Leidenschaft
Audio CD
Hoffmann und Campe, 2005
ISBN-10: 3455974430
ISBN-13: 978-3455974430

erdbeermund

Hervorgegangen aus einem von der Münchner Buchhandlung für erotische Literatur „Litera-Tour und Blütenlust“ [3] veranstalteten Schreibwettbewerb [1, 2] wird hier in diesem weißen Büchlein mit seinen über 300 Seiten ein breitgefächerter Reigen erotischer Geschichten, Szenarien und Gedichte ausgebreitet. Es sind „zarte“ Geschichten dabei, die nur andeuten, aber auch solche, die die Dinge bei dem Namen nennen, den sie nun in manchen Situationen nun einfach haben. Die Beiträge sind durchweg kurz, in der überwiegenden Zahl von Frauen geschrieben und sehr unterhaltsam, gut geeignet auch zum Vorlesen….

Natürlich, wie schon bei den Geschichten zu den Menantes-Preisen, merkt man ihnen an, daß keine „professionellen“ SchreiberInnen am Werk waren: ohne es im Einzelnen benennen zu können, die Erzählungen sind häufig nicht so „glatt“, manchmal wechselt das Tempo oder irdendetwas bremst den Fluss der Geschichte, leitet ihn um. Aber genau das macht natürlich auch den Reiz aus, ist das Authentische der Beiträge: private Phantasien, Vorstellungen, Bilder, die sonst den Bereich der eigenen Imagination vielleicht nie verlassen hätten, werden hier ausgebreitet und können beim Lesen miterlebt werden, es sind eben keine um des Verkaufserfolges wegen konstruierten Sexgeschichten, die am Ende sogar noch eine Botschaft verbreiten wollen….

Facit: Genau das richtige Büchlein für diejenigen, die sich gerne zwischendurch mal etwas pikanteres zu Gemüte führen wollen…..

Links:

[1] Artikel im Münchner Merkur
[2] Artikel in der Süddeutschen
[3] zur Homepage

Litera-Tour
Wild nach deinem Erdbeermund
München 2006
ISBN: 3000185534

menantes08k

Der „Menantes Preis für erotische Dichtung“ (verliehen vom Menantes-Förderkreis der evangelischen Kirchengemeinde Wandersleben) wurde 2008 zum zweiten Mal ausgeschrieben und vergeben. Nachdem das 2006er Büchlein mit ausgewählten Texten mir ja nur teils/teils gefallen hatte [1], sagt mir der vorliegende Band aus 2008 deutlich mehr zu.

Die Geschichten sind zum Teil frech(er), sinnlicher, zum Teil sogar recht deutlich. Sie verzichten (ebenso wie die Gedichte) auf die üblichen Szenarien, zeigen mehr Phantasie, aber auch Nachdenklichkeit. Jedenfalls eine lohnende Lektüre, mir hat sie Spaß gemacht, wie auch die sehr schönen Aktaufnahmen, die der diesjährige Preisträger, Hans van Ooyen [2], beigesteuert hat.

Als Beispiel habe ich ein kleines Gedicht als Podcast aufgenommen (Ingo Cesaro: Nachts)

Lesenswert ist auch das kleine Nachwort des Herausgebers, Jens-Fietje Dwars, der auf die Schwierigkeiten hinweist, „gute“ erotische Literatur zu schreiben, die Königsdisziplin der Schriftstellerei:

„Viele der eingesandten Texte beschworen nur die Lust, die sie selbst nicht mit Worten zu wecken wussten. Es fehlte ihnen die Form, die das Eigene und Eigentliche im Liebesspiel fühlbar macht. Wieder andere waren so formvollendet, daß die Erotik, das Prickelnde beim Lesen, nicht mehr aufkommen wollte….“

So ist es wohl….

Links:

[1] siehe Besprechung im Blog
[2] zur Homepage, hier eine Beispielgalerie von Fotos

Menantes-Preis 2008
wehre dich nicht…..
quartus-Verlag; September 2008, 119 S.
ISBN-10: 3936455651
ISBN-13: 978-3936455656

lulu

Nach Francos Tod 1975 entwickelte sich die Gesellschaft in Spanien neu, sowohl, was die politische Landschaft anging also auch die kulturelle Vielfalt, die sich nach der Ära der Diktatur immer freier entwickeln konnte.

Andeutungsweise gibt der Roman von Grandes diesen Umbruch wieder, denn die Ich-Erzählerin Lulú erlebt ihre Kindheit noch unter Franco und den Repressalien seines Regimes, erlebt hinterher aber mit, wie vormals Verfolgte gesellschaftlich reüssieren.

Aber ich will niemanden auf eine falsche Fährte locken, Politik ist wirklich nicht das Hauptthema dieses wunderschönen Romans. Zwar profitiert sicherlich auch Grandes von den Freiheiten der neuen spanischen Gesellschaft (unter Franco wäre dieser Roman wahrscheinlich nicht möglich gewesen), aber das Buch handelt schlicht und einfach von den Erlebnissen, und zwar den sexuellen, der Protagonistin. Angefangen im Schulalter bis hin zur etwas 30 jährigen Frau mit einer kleinen Tochter, erzählt Grandes episodenhaft und in vielen Rückblicken, auf gegeneinander verschobenen Zeitebenen.

Lulú wird als junge Schülerin von Pablo, einem 27jährigen Studenten, auf ein politisch heikles Konzert mitgenommen, weil ihr Bruder krank und damit verhindert ist. An diesem Abend verliert sie in mehrfacher Hinsicht ihre Unschuld und sie verliert sich an Pablo, dem sie zeit ihres Lebens in einer Art Hörigkeit verbunden bleibt. In der Freiheit der Nach-Franko-Ära kosten die beiden dann alle Möglichkeiten, die ihnen in Madrid aufstehen, aus. Pablo leitet und führt Lulú in immer weitere, teilweise auch exzentrische Abenteuer, die Grandes in deutlichen Worten schildert, wobei sie aber nie vulgär wird oder platt, sondern eine prickelnd-erotische Stimmung aufbaut.

Nachdem Pablo einige Jahre in den USA als Literaturprofessor gelesen hat, kehrt er nach Spanien zurück, bald darauf heiraten die beiden. Jedoch trennen sie sich nach einigem Jahren wieder, Lulú lebt danach mit ihrer Tochter Ines zusammen. Ohne Pablo, der sie immer geschützt hat, ihr bei allen wie auch imme gearteten Abenteuern Geborgenheit und Sicherheit vermittelt hat, läßt sie sich in der Folge auf immer extremere Konstellationen ein. Sie scheint abzugleiten auf der Suche nach etwas, was sie nicht finden kann. Sie ist wie eine Süchtige, die immer mehr Stoff braucht, um sich zu betäuben und nachher wie mit einem Kater wieder aufzuwachen. Bald ist sie in ihrem Revier, in dem sie sich herumtreibt, bekannt wie ein bunter Hund und die Typen, mit denen sie verkehrt, werden immer gefährlicher. Gerettet (und es scheint, als ob sie sich nur in Gefahr begeben hat, um dies zu erreichen) wird sie am Schluss dann wieder von ihrem Pablo…. Dieser letzte Teil des Buches ist leider vom Inhalt und auch von der Stimmung her viel dunkler, düsterer als der erste Teil, der eine fröhliche, lustbetonte Erotik vermittelt.

Ein sehr offener, plastischer, nichts scheuender, aber auch zarter und einfühlsamer erotischer Roman, der die erotischen Szenen nicht als Selbstzweck benutzt, sondern um in der Tat die Entwicklung dieser Frau vom jungen Mädchen bis hin zur reifen (?) Frau aufzuzeigen.

Das Buch wurde mit dem spanischen Literaturpreis Premio_La_Sonrisa_Vertical (Das vertikale Lächeln) ausgezeichnet, wie ich finde, zurecht.
http://www.epdlp.com/premios.php?premio=La%20Sonrisa%20Vertical

Almudena Grandes
Lulú. Die Geschichte einer Frau
Galgenberg; Auflage: 3. Aufl. (1990)
ISBN-10: 3925387730
ISBN-13: 978-3925387739

(hier vorgestellt nach der Lizenzausgabe des Bertelmann Buchclubs.)

menantes06

Menantes, als Christian Friedrich Hunold [1, 2] 1680 in Wandersleben geboren, war mir weder unter diesem noch unter seinen Künstlernamen bis dato bekannt. Ich weiß auch garnicht, wie ich auf dieses Büchlein gestoßen bin, irgendwo gab es wahrscheinlich im I-net einen Hinweis. Jedenfalls wurde 2006 zum ersten Mal der „Menantes Preis für erotische Dichtung“ vergeben und zwar unter kräftiger Mitwirkung des örtlichen Pfarrers B. Kramer in Wandersleben. Vielleicht war es diese Tatsache, die mir das ganze sympathisch machte…

Jedenfalls sind 25 von einer Jury aus ca. 700 eingereichten Werken ausgesuchten Beiträge in diesem kleinen Bändchen versammelt, zusammen mit stimmungsvollen s/w-Aktfotos von Sebastian Reuter.

Es sind zarte Geschichten darunter, voll von Andeutungen und Geheimnissen, die der Fantasie Raum lassen anstatt sie mit allzudeutlichem zu verschrecken. Einige der Gedichte haben mir gut, andere weniger gut gefallen. Wie man es mit Reimen á la „Musenbiss“ auf „Busenmiss“ halten will, muss halt jeder selbst entscheiden……

Gewonnen hat den Preis übrigens Ralph Grüneberger [3]

Facit: wie bei so vielen unterschiedlichen Beiträgen nicht anders zu erwarten, gefällt nicht alles, aber manches ist schon schön. Ein kleines Büchlein für die Minuten zwischendurch.

[1] Oh wundervolle Triebe, DIE ZEIT 16/2006
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_Hunold
[3] http://www.poetenladen.de/news/092.html

Ich siebenhändiger Mann
25 Erotische Gedichte und Geschichten
quartus-Verlag, 2006;
104 S.
ISBN-10: 393645549X
ISBN-13: 978-3936455496

Ein Zufallstreffer, dieses Buch… In fremden Städten, in denen ich zu Besuch bin, streife ich gerne mal ziellos durch die Straßen, besuche auch die eine oder andere Buchhandlung, die sich auf meinem Weg befindet (obwohl sich die Sortimente doch überall sehr gleichen). Immer jedoch sichte ich Antiquariate, an denen ich vorbeikomme, geniesse diesen typischen Geruch nach alten Büchern, leicht muffig, angestaubt.

So auch neulich in ****. Ich schlendere durch die Regalreihen und komme irgendwann in die Abteilung, in der die Bücher für die fleischlichen Gelüste stehen (womit ich jetzt nicht die Kochbücher meine…). Die kleine Sammlung enthielt nichts außergewöhnliches, ein paar der Bücher schaute ich mir an und den Jadway nahm ich mir wegen des ungewöhnlichen Nachworts, mit dem ich wenig anfangen konnte, das mich nur verwirrte, mit.

In der Tat, die Recherche bei Big Brother google hat gezeigt, daß dieses Buch eine kleine Geschichte hat, die mich amüsiert.

1969 veröffentlicht der amerikanische Schriftsteller Irving Wallace das Buch „Die sieben Minuten“ des fiktiven Autors J.J.Jadway. Inhalt des Buches war ein Notzuchtprozess gegen einen (labilen) Leser eben dieses Romanes, der durch den Inhalt etc pp…, Wallace orientierte sich bei den agierenden Personen an realen Persönlichkeiten, wenig verwunderlich ist, daß (wie Wallace selbst sagt) das Vorbild für den angeblichen Schriftsteller Jadway Henry Miller sein soll. In dem „schmierig und charaktermies“ dargestellten Verleger Leroux erkennt sich dagegen Maurice Girodias wieder, der ebenso wie sein Vater (Jack Kahane), der seinerzeit Verleger Millers war (Obelisk-Press), in seinem Verlag „Olympia-Press“ u.a. erotische Literatur verlegt.

Der lange Rede kurzer Sinn: der verärgerte Girodias machte sich einen Spaß daraus, von einem seiner Schriftsteller unter dem (von Wallace vorgegebenen) Pseudonym „J.J.Jadway“ eine erotischen Roman „Die wirklichen sieben Minuten“ schreiben zu lassen, eben jenes Büchlein, dessen deutsche Übersetzung ich in dem Antiquariat erstanden habe.

Anzumerken ist vielleicht noch, daß diese Vorgänge in Amerika ein juristischen Nachspiel hatten, da Wallace vor Gericht gegen die Auslieferung der „.. wirklichen sieben Minuten“ wehrte, mit dem Argument, hier wolle sich jemand auf seinen Erfolg draufsatteln. Das zuständige Gericht gab diesem Antrag, so kann man den Zeitungsausschnitten auf den inneren Umschlagseiten des Buches entnehmen, statt.

Ach ja, das Buch.. ein paar Worte auch dazu…

An der in Paris lebenden Cathleen zieht während eines (eben diese titelgebenden) sieben Minuten dauernden Aktes ihr gesamtes Sexualleben vor ihrem geistigen Auge vorbei. Und das ist immerhin so umfangreich, daß damit 244 Buchseiten gefüllt werden können. Immer für neue Erfahrungen aufgeschlossen, kommt das Wort „Ich will nicht“ in ihrem Wortschatz nicht vor, im Gegenteil…. Ist Millet, an die man sich unwillkürlich erinnert fühlt, die passive, nüchterne, analysierende, so öffnet sich Cathleen ihrer Sexualität mit vollster Hingabe und Freude, wie – ohne verschämt zu Umschreibungen zu greifen – offen und ausführlich dargestellt wird. Trotzdem ist das Buch kein plumper por n.ograp hi.scher Exzess, denn (und hier zitier ich einfach mal eine andere Quelle): „..In diesem Buch werden literarische Ausdrucksformen gefunden für körperliche und seelische Vorgänge, von denen man normalerweise sagt, dies sei nicht auszudrücken, dafür habe die Sprache keine Begriffe….“ Hach, wie schön… besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können…. Jedenfalls seien alle, die üblicherweise keinen Gefallen finden an allzu plastischen Schilderungen körperliche(r) … Vorgänge dieser Art, gewarnt, das Buch in die Hand zu nehmen… trotz dieser gefundenen literarische(n) Ausdrucksformen ist es mehr als … hmmm… eindeutig.. aber, um noch mal die obige Quelle zu bemühen: „..eines der aufregendsten Bücher…“ die sie (i.e. der Händler) anbieten kann bzw wie Publishers´Weekly zitiert wird: „Wir berichten nur widerstrebend: Das Buch ist fabelhaft, eines der besten erotischen Bücher, die jemals geschrieben wurden.“ Lassen wir es so stehen….

Facit: ein netter Zufallsfund mit interessanter und amüsanter Geschichte für ein paar recht nette Stündchen…

J.J.Jadway
Die wirklichen sieben Minuten
März-Verlag, 1970