Julie Otsuka: Wovon wir träumten

31. Dezember 2012

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Was ein trauriges Büchlein, was für ein unendlich trauriges Büchlein mit dieser Geschichte japanischer Frauen, die gegen Ende des 1. Weltkriegs, wohl so 1917 von Japan in die USA reisten, über Agenturen an schon dort lebende Japaner vermittelt, um diese zu heiraten. “Die jüngste von uns war zwölf, sie kam vom Ostufer des Biwa-Sees und hatte noch nicht einmal ihre Regel… die Älteste war siebenunddreißig .. und hatte sich ihr gesamtes bisheriges Leben um ihren kranken Vater gekümmert.” Es waren keine Liebesheiraten: “Er ist gesund, er trinkt nicht, er spielt nicht, mehr musste ich nicht wissen.“, eher waren es Fluchten aus Verhältnissen in der Heimat, die keine Hoffnung auf Besserung zuließen: “Meine Eltern haben mich für die Verlobungsmitgift verheiratet.

Eine Reise in eine fremde Welt, in der das Gegenteil von Weiß nicht Rot, sondern Schwarz ist, die Frauen laut und groß sind, in der eine unendlich schwer zu lernende Sprache gesprochen wird und in der gigantsiche Bäume wachsen. Aber “..in Amerika mussten die Frauen nicht auf dem Feld arbeiten, und es gab genug Reis und Feuerholz für alle …und.. die Männer hielten die Tür auf … und riefen “Ladies first!”” und so war es allemal besser, “...einen Unbekannten in Amerika zu heiraten als mit einem Bauern aus dem Dorf alt zu werden.” Denn sie sahen gut aus auf den Bildern, die den Frauen gezeigt wurden, in Anzügen standen sie dort vor einem Auto oder auch vor einem Haus, ein Versprechen auf ein besseres Leben….

Das ist Amerika, .. wir müssen uns keine Sorgen machen. Und wir irrten uns.

Es war eine beschwerliche Überfahrt, in der die Frauen nur sich und ihre Träume hatten, ihre Illusionen und ihre Ängste. Manchmal fanden sie Trost, oft untereinander, manchmal aber auch bei einem der Matrosen…. schließlich trafen sie ein in Amerika und am Pier standen Männer in schäbiger Kleidung mit verschwielten Händen, die keine Ähnlichkeit mehr hatten mit denen auf den Fotos, die Jahrzehnte alt waren, Männer, die Briefe nicht selbst schrieben, sondern haben schreiben lassen von anderen, die Erfahrungen darin hatten, welche Lügen man schreiben musste, um ein Herz zu erobern.

Sie nahmen uns.

Sie nahmen uns bei den Ellbogen und sagten leise: “Es ist Zeit.”
Sie nahmen uns, bevor wir soweit waren und unsere Blutungen
hielten drei Tage lang an.

Sie nahmen uns, während wir unter unseren… Kimonos zu ersticken drohten.
Sie nahmen uns, obwohl wir noch immer seekrank waren.
Sie nahmen uns gewaltsam mit ihrem Fäusten.
Sie nahmen uns, obwohl wir sie bissen.
Sie nahmen uns, obwohl wir sie beleidigten.
Sie nahmen uns, obwohl wir zu ihren Füßen knieten und .. sie anflehten zu warten.
Sie fesselten und und nahmen uns mit dem Gesicht nach unten auf abgewetzten Teppichen, die nach Mäusekot und Schimmel rochen.
Sie nahmen uns fieberhaft auf gelbgefleckten Laken.
Sie nahmen uns leicht, … denn viele von uns waren schon oft genommen worden.
Sie nahmen uns betrunken.
Sie nahmen uns grob, rücksichtslos und ohne jedes Gefühl für unsere Schmerzen.
Sie nahmen uns … selbst wenn wir sagten: “Bitte nicht!”
Sie nahmen uns vorsichtig, als fürchteten sie, wir könnten zerbrechen.
Sie nahmen uns, während wir mit leeren Blick an die Decke starrten und darauf warteten, daß es vorbeiging, nicht ahnend, daß es jahrelang nicht vorbeigehen würde.
Sie nahmen uns mit Hilfe des Wirts und seiner Frau, die uns auf den Boden drückten, damit wir nicht weglaufen konnten.
 Sie nahmen uns, wie unsere Väter unsere Mütter Nacht für Nacht in der Einzimmerhütte zu Hause im Dorf genommen hatten…
Sie nahmen uns im Lampenschein.
 Sie nahmen uns im Mondschein.
Sie nahmen uns im Dunkeln…
Sie nahmen uns in sechs Sekunden und .. brachen dann zusammen und wir fragten uns “Das war´s?”
Sie nahmen uns und brauchten ewig.
Sie nahmen uns, während wir uns kniend am Bettgestell festklammerten..
Sie nahmen uns, während wir vor Lust aufschrien und uns dann beschämt die Hand vor den Mund hielten.
Sie nahmen uns schnell und die ganze Nacht hindurch, und am Morgen, als wir aufwachten, gehörten wir ihnen.

Sie hörten auf zu träumen.

Schnell waren die Illusionen verflogen, nicht das erhoffte gute, noch nicht einmal ein besseres Leben wartete auf die Frauen. Landarbeit, Fronarbeit in den trockenen, heißen Tälern, auf den Farmen ernteten sie Gemüse und Obst, pflanzten und pflegten, rissen Unkraut heraus, Stunde um Stunde, Tag um Tag, Jahr um Jahr. Die Japaner waren gute Arbeiter, besser als die aus anderen Nationen.. “.. Sie bewunderten uns für unsere starken Rücken und flinken Hände. Unsere Ausdauer. Unsere Disziplin. Unsere sanften Gemüter. Unsere ungewöhnliche Fähigkeit, die Hitze zu ertragen.. sie waren zufrieden…” Ihr Zuhause waren Feldbetten, Zelte, Strohlager, Ecken in Baracken, Hühnerställe und Güterwagen.. und die Ehe, der Mann, den sie in der Nacht noch voller Abscheu von sich herunter geschüttelt hatten, war am Morgen, nach dem Erwachen das Einzige, was sie überhaupt hatten….

.. hin und wieder gaben wir nach und sagten Ja.” Wenn der eigene Mann das Geld mal wieder verspielt hatte, wenn von zu Hause die Nachricht kam, daß eine Überschwemmung die Ernte vernichtet hat, brauchten sie das Geld, das ihnen geboten wurde “Laß mich nur einmal kurz rein … ich werde ihn nicht mal bewegen.

Die Japaner waren sozial geächtet, niemand wollte sie zu Nachbarn oder als Freunde. Eigener Landerwerb war ihnen per Gesetz verboten. Sie waren ihrer harten Arbeit wegen wirtschaftlich erfolgreich, einer Redewendung nach hätte ein japanischer Landwirt zwei Dinge noch nie im Leben benutzt, eine Uhr und ein Bett…. wenn man nicht aufpasste, wäre der amerikanische Westen in Bälde eine asiatische Aussenstelle und Kolonie…. Sie wurden beschossen, ihre Hütten in Brand gesteckt, das Vieh ermordet, die Felder vor der Ernte vernichtet… und als Reaktion arbeiteten sie noch mehr und sie vernachlässigten ihre alten japanischen Gewohnheiten… sie “..entwickelten eine innere Kälte, die bis heute nicht gewichen ist.“.

Einige gingen in die Städte und arbeiteten dort als Dienstboten, als Gärtner, sie putzten dort, wachsten die Möbel und hüteten Kinder. Sie lernten dort westliche Sitten, westliches Kochen, wie man telefoniert, den Tisch deckt, wie man Zigaretten anzündet und Haare nach der Mode frisiert. Sie lernten, wie man mit einem Ehemann redet, mit ihm streitet und wie man ihn betrügt… auch hier, in den Städten, gaben manche der Versuchung nach und verliebten sich in einen Amerikaner, manche auch landeten in rosafarbenen Hotels an den Straßenecken über den Billardläden, fünf Dollar für ein Mal oder zwanzig für die ganze Nacht….

Die Brücken zurück nach Japan waren zerbrochen und in den großen Städten entstanden langsam japanische Bezirke mit Imbissen, Läden, Restaurants, Wäschereien, Clubs und Ärzten, japanischer als das Dorf, aus dem sie stammten. Außerhalb dieser eng umgrenzten Refugien versuchten die Japaner vor allem, nicht aufzufallen, sie passten sich in Kleidung, Habitus und Benehmen vollkommen an ihre Umgebung an – soweit dies eben möglich war. Belästungen begegneten sie mit einem “Entschuldigung”, aber meistens blieben sie dann doch zu Hause, in der relativen Sicherheit von J-Town.

Neue Träume lösen die alten ab.

Eines Tages, versprachen wir uns selber, würden wir sie verlassen. Wir würden hart arbeiten und genug Geld sparen, um woanders hinzugehen.” Unseren eigenen Obststand… die eigene Handelsfirma, das eigene erstklassige Hotel. Ein Kirschgarten, einen Dattelhain. Wir würden ein Waisenhaus bauen, einen Tempel, zum ersten Mal mit dem Zug fahren. … “Aber bis dahin würden wir noch ein bischen in Amerika bleiben und für sie arbeiten, denn was sollten sie auch ohne uns machen?

Wir gebaren…

.. unter Eichen, im Sommer, bei fünfundvierzig Grad Hitze
.. in Einzimmerhütten in der kältesten Nacht des Jahres
.. auf windigen Inseln im Delta
.. in staubigen Camps
.. auf entlegenen Farmen
.. mit Hilfe unserer Männer, die aus dem Hausfrauen-ABC wussten,
was sie zu tun hatten
.. im Licht einer Petroleumlampe
.. allein in einem Apfelgarten
.. in einer Scheune
.. heimlich, denn unser Mann wusste, daß das Kind nicht von ihm war
.. während unser Mann zum Zocken in Chinatown war
.. Babys mit Koliken, mit Klumpfüssen, Babys, die kränklich waren
.. doch wir hatten keine Milch
.. doch das Baby war bereits im Bauch gestorben

Natürlich, die Kinder… sie wuchsen in Amerika auf, sie nahmen die neue Welt als Heimat an, sie legten ihre japanischen Namen zugunsten amerikanischer ab, sie lernten die neue Sprache, “l” und “r” war kein Problem für sie und so verlernten sie das japanische – ganz im Gegensatz zu vielen Eltern, bei denen vor allem die Frauen nach zwanzig Jahren Amerika manchmal nur “Harro!” sich angeeignet hatten… Entfremdung trat ein, die Jugendlichen schlossen sich oft zusammen, bildeten Gangs, ihr Wertesystem stimmte nicht mehr… Aber auch sie hatten Träume, was das Leben ihnen bringen soll: Sie wollten Wein anbauen, eine eigene Marke gründen, eine Farm haben oder auch gerade nicht, sie wollten auf´s College gehen, sie wollten Künstler werden, Kältetechnik studieren, Brücken bauen….

Instructions to all Persons of Japanese Anchestry

Es sollte erst einmal anders kommen. Mit dem Angriff auf Pearl Harbour wurden die japanischen Amerikaner mit einem Schlag zu Feinden im Innern jap01 Posted_Japanese_American_Exclusion_Order, zur Fünften Kolonne des Tenno. Gerüchte kamen auf über Männer, die auf einmal nicht mehr da waren, die offensichtlich abtransportiert worden waren, wohin, wusste man nicht, aber man hatte gehört, daß.. ein Zug wurde gesehen, der von.. nach.. fuhr… Angst breitete sich aus und beherrschte immer mehr das Leben der Japaner. Sie wurden entlassen, geschnitten, packten Koffer für den Fall, daß.. sie bereiteten sich vor auf Deportationen. Gab es unter ihnen selbst Denunzianten, die sich frei kaufen wollten? War es ihre Schuld, hatten sie etwas falsch gemacht? Schließlich gab es den offiziellen Evakuierungsbefehl der Regierung… Plünderungen gab es, was wird mit den Haustieren? Wer passt auf die Geschäfte auf? Gibt es noch eine Zukunft hier, in diesem Land?

Es gab….

Es gab einen alten Mann aus Gilray, der auf einer Tragbahre lag, einen anderen alten Mann, der auf Krücken ging, einen Säugling aus San Leandro, einen Jungen aus Oxnard in kurzen Hosen.. es gab Familien aus Oakland, es gab Familien aus Fresno, es gab….

Die meisten von uns gingen in Eile. Viele von uns gingen verzweifelt. Einige von uns gingen angewidert und ohne jedes Verlangen, jemals wiederzukommen.

Es gab einen Geschlechterbestimmer für Geflügel aus Petaluna, eine gut gekleidete ältere Dame aus Burbank, einen Mann, der gerade erst aus San Quentin entlassen worden war, Schulmädchen in schwarzen Gabarinehosen, gut aussehende junge Männer in frisch gebügelten Chinohosen, jung verheiratete Pärchen mit identischen Skimützen, ein älteres Paar aus Manteca, einen alten Mann aus Alamede in Heilsarmeeuniform, einen Mann aus Yuba City zusammen mit seiner halbirischen Tochter, einen Farmpächter aus Woodland, eine junge Frau aus San José……. es gab viele Tausende von ihnen, die in Lagern eingesperrt, weggeschlossen wurden, seitenlang gibt Otsuka ihnen hier ein kleines Denkmal, all den unbekannten Weggesperrten, weil es immer den “kleinen Mann” trifft, den, der sowieso kaum Kraft hat zum Überleben.. ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte…

Ein Jahr später sind in unserer Stadt fast alle Spuren der Japaner verschwunden.”

******

Otsukas “Wovon wir träumen” ist ein recht schmales Bändchen, das äußerlich, mit seinem verträumten, poetischen Umschlagbild nicht vermuten läßt, welche Tragik es im Inneren birgt. Andererseits, der Imperfekt “träumten” deutet es an, man kann es in ihm lesen: Träume, die Träume geblieben sind, die sich nicht erfüllt haben, und Menschen, die diesen Träumen folgten und die wieder aufgewacht sind in einem Leben, das sie gerade verlassen haben – nur ganz anders und in der Fremde.

Die Autorin, Jahrgang 1962, damit wohl Sansei (三世), Angehörige der Dritten Generation, schildert dieses Schicksal der Frauen, die mit falschen Versprechungen gelockt und von der Not getrieben nach Amerika kamen, mit einfachen Mitteln, die gerade aus dieser Einfachheit heraus so eindringlich sind. Ihr Stilmittel ist die Aufzählung, als ob sie keine der Frauen vergessen wollte, alle mit Namen nennen, reiht sie ihr Schicksal in einer langen Kette aneinander. Sie sind nicht immer leicht zu lesen, diese Kapitel im Buch, die ich zum Beispiel “Sie nahmen uns…” oder “Wir gebaren..” nannte. Der Abschnitt “Es gab…” zieht sich Seite um Seite wie der Zug der Deportierten vor dem Auge vorbei… sie schmerzen beim Lesen, diese Kapitel, man möchte es eigentlich nicht lesen, möchte aufhören und doch liest man weiter, wird man hinein gezogen in die Schicksale… was mögen diese Frauen gefühlt haben, die ihre Wurzeln gekappt hatten, betrogen worden waren, die ge- und benutzt wurden, was mögen die Menschen gefühlt haben, die einfach nur, weil sie Japaner oder japanischer Abstammung waren, eingesperrt wurden, des wenigen beraubt wurden, was sie sich in jahrelanger Arbeit aufgebaut hatten…

Otsukas Aufzählungen wirken wie Gedichte, sie haben ihren Rhythmus, in den man beim Lesen hineinfällt und der einen trägt. Sie sind poetisch und eindringlich, sie sind von großer Kraft und doch sensibel, sie lassen den Betroffenen, auch wenn das Geschilderte nicht danach ist, immer ihre Würde.

Das Buch ist ein Blick hinter die Fassade der fremden Gesichter, der unbekannten Mimik, die immer so schwer zu lesen, zu deuten ist. Was geht hinter den Gesichtern vor, welche Gedanken, welche Gefühle wohnen dort? In dieser Hinsicht ist das Buch immer noch aktuell, denn wir lernen, daß auch hinter Gesichtern aus anderen Kulturkreisen, die man einfach nicht zu lesen gelernt hat, Gedanken sind, Gefühle, Emotionen wie wir sie selbst haben, daß dies einfach nur Menschen sind, so wie wir selbst.

Das Fremde macht Angst, aber eben nur, weil es fremd ist. Lernen wir es kennen, verschwindet mit der Fremde auch die Angst davor. Eine der Botschaften, die dieser beeindruckende Roman Otsukas enthält.

“Wovon wir träumten” bricht die bekannte Information: “Im 2. Weltkrieg wurden die Japaner in den USA auch schlecht behandelt und sogar interniert.” auf die menschliche Ebene herunter. Der Fakt wird mit Leben gefüllt, die pure Nennung der Namen und der Herkunft der Betroffenen reicht aus, zu verdeutlichen, was die reine Information nicht vermitteln kann: es geht um Menschen, um menschliche Schicksale. In der Menge der Menschen übersieht man den Einzelnen nur allzu leicht….

Julie Otsukas “Wovon wir träumen” ist eines der intensivsten Bücher, die ich die letzte Zeit gelesen habe, ein trauriger, ein wunderbarer Roman.

Links und Anmerkungen:

Wiki-Artikel zu
- Japanische Amerikaner
- Internierung japanischstämmiger Amerikaner

Zu den Zitaten im Text: die Aufzählungen (“Sie nahmen uns…“, “Wir gebaren..” und “Es gab...”) sind keine wörtlichen Zitate, sondern aus dem Prosatext zusammengestellte Auszüge. Die (genannten) Überschriften sind nicht dem Roman entnommen, sondern stammen von mir. Die anderen, im Text enthaltenen kursiv gedruckten Stellen sind wörtliche Zitate aus dem Roman. Das Bild “Instructions..” wurde dem Wiki-Artikel über die “Internierung…” entnommen.

Julie Otsuka
Wovon wir träumten
aus dem Amerikanischen übersetzt von Katja Scholtz
Mare-Verlag, HC, 160 S., 2012

Bei dem Titelbild des Beitrags handelt es sich nicht um das Originalcover des Buches. Auf dessen Wiedergabe wurde aus Urheberrechtsgründen verzichtet.

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6 Responses to “Julie Otsuka: Wovon wir träumten”

  1. Susanne Haun Says:

    Das hört sich interessant an, flattersatz, einen guten Rutsch wünscht dir Susanne


  2. Lieber Flattersatz,
    was für eine schöne und ausführliche Besprechung, für die mir leider die Ruhe fehlt. Ich freue mich darauf, sie mir im neuen Jahr noch einmal anzuschauen. Sie hat mich daran erinnert, dass hier noch ein Artikel über die Autorin liegt, den ich schon lange einmal lesen wollte.
    Ganz liebe Grüße und einen guten Rutsch
    Mara

    • flattersatz Says:

      danke, liebe mara und ich wünsch dir auch alles gute für das neue jahr!!
      “wovon wir träumten” ist wirklich ein sehr beeindruckendes buch, ich habe nur selten eins gelesen, daß mich (durch den sprachrhythmus, das gedichtartige) so in den text hineingezogen hat… es ist ein schmales büchlein, es würde dir sicher gut gefallen!
      liebe grüße
      fs

  3. Karin Says:

    Lieber Flattersatz,

    ich habe es nicht bereut, dieses Büchlein nach dem Lesen Ihrer Renzension auch meiner Bibliothek einzuverleiben…..Sie bemerkten, der Schreibfluß käme Ihnen wie ein Gedicht vor, mir stand der Chor in den griechischen Tragödien vor Augen.
    Es ist ein sehr eindringlicher Text und diese Erfahrungen der japanischen Frauen sind mehr oder weniger auf alle Emigranten zu übertragen, auch auf die Männer, die ausgebeutet werden, benutzt als Arbeitssklaven……den Sklavenhandel gibt es bis heute und gibt es sogar wieder verstärkt, weil die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird.
    Diese Versprechungen des gelobten Landes und die wahnsinnige Ernüchterung, wenn man dort ankommt. Sie müssen ja alles neu lernen, sind auch lernwillig…nur zuviel darf man ihnen ja auch nicht beibringen, denn dann lassen sie sich nicht mehr ausbeuten….
    Sie schreiben: es sind menschliche Schicksale…ja…nur die Ausbeuter sehen sie nicht als Menschen…..
    an solchen Texten könnte man verzweifeln , mir hat diese gebetsartige Aufzählung oft richtig weh getan, denn leider ist das Geschehen ja kein fiktiver Roman…es steckt die Wirklichkeit dahinter.

    Immer noch aufgewühlte Grüße

    Karin


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