Catalin Dorian Florescu: Jacob beschließt zu lieben
11. Februar 2012

Das Banat ist dem Bücherfreund spätestens mit Herta Müller wieder in den Blickwinkel geraten, die aus einen Dorf dieser Region stammt, das in südöstlicher Richtung ungefähr so weit von Temeswar entfernt ist wie Triebswetter in nordwestlicher. Stand der Name Banat ursprünglich für Grenzegionen, die von einem “Ban” (Herrn) beherrscht wurden, so ist die Gegend um Temeswar in Rumänien die einzige Landschaft, der der Name erhalten blieb. Uns sind diese Regionen mit “deutschen” Emigranten bekannt von den Siebenbürger Sachsen und eben von den Banater Schwaben, obwohl der Begriff “Schwabe” eher als Gattungsbegriff für die Immigranten des 18. Jhdts. zu sehen ist, denn diese kamen aus vielen Gegenden Deutschlands und auch den Grenzgebieten zu Frankreich, so wie auch die bei Florescu im Zentrum stehende Familie mit dem eingedeutschten Namen Obertin, der bei den Stammvätern der Sippe noch Aubertin lautete.
Doch wenn ich auch Müller anfänglich erwähnte, ihre Bücher und das vorliegende von Florescu sind nicht zu vergleichen. Müller konzentriert sich auf die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, auf die Lebensbedingungen der deutschen Minderheit im Banat, auf die Unterdrückung, die Bespitzelung und Pressionen des Geheimdienstes, wo sie schildert, was die Lebensumstände, die Kriegsbedingungen in den Menschen anrichten. Florescu dagegen bleibt an der Oberfläche seiner Personen. Er erzählt eine Familiengeschichte, die zwar immer auch in groben Zügen die politischen Entwicklungen zumindest der Zeit nach 1924 mit einbezieht, sie aber im wesentlichen als Kulisse nimmt.
In diesem Jahr 1924 kommt in einem dramatisch ausgemaltem Gewitter ein junger, abgerissener Mann ins banatische Dorf Triebswetter. Sein Auftreten ist trotz seines Aussehens dominant, seine Physis offensichtlich so beeindruckend, daß es weiterer Drohungen nicht bedarf. Schnell kommt er an das Ziel seiner Reise: die Familie Obertin, die nur noch aus Vater und Tochter besteht, ist durch Blitzschlag ausgebrannt. Zwar hat er während des Löschversuches seelenruhig im Haus des Apothekers, wo er sich eingenistet hatte, weiter gegessen, aber dann besucht er die zwei, die auf ihren geretteten Habseligkeiten sitzen und macht ihnen ein Angebot: Er, Jakob, ist gekommen, um Elsa zu heiraten und so an die Mitgift zu kommen. Die ist (den Verhältnissen entsprechend) ansehnlich, denn Elsa ist als junges Mädchen nach Amerika gegangen und von dort mit Geld zurückgekommen, das sie – so die nie bestätigte Vermutung aller – mit vollem Körpereinsatz verdient hatte.
Schon bald unterwirft sich Elsa ihrem Zukünftigen, der den Hof schnell wieder aufbaut, die Landwirtschaft mit dem (Schwieger)Vater zusammen übernimmt und sich überhaupt als sehr ziel- und ergebnisorientiert erweist. Die Tatsache, daß er damit unter Umständen anderen Menschen unterdrückt, ficht ihn nicht, was zählt, ist sein Wille und sein Erfolg. So zeigt er sich sehr enttäuscht, als Elsa ihm nach einigen Monaten Ehe, die nach seinem Willen unter dem Namen der Frau, Obertin, geschlossen wurde, einen Sohn gebiert, unter (so seine Ansicht) unwürdigen Umständen, nämlich im Kuhmist liegend vor den Augen einer Schar von Zigeunern, einen Sohn, der zudem noch kränkelnd und schwach ist, so ganz anders als er. So zieht er in Zweifel, daß dieser auf den Namen Jacob getaufte Schwächling sein Sohn überhaupt sei. Überhaupt die Zigeuner, sie spielen eine Rolle bei der Familie Obertin.. beim kranken Jungen versagen die Künste des örtlichen Apothekers, nur die Zigeunerin auf dem Hügel, die, die ihn auch zwischen den Schenkeln der Mutter hervorholte, kann ihn immer wieder gesund machen und verlangt als Preis dafür eine lebenslange Versorgung mit Lebensmitteln.
Jacob wächst heran. Es ist nicht so, daß der Vater ihn nicht auf dem Hof oder dem Feld versuchen würde anzulernen, ihm etwas beizubringen. Allein, der Knabe ist zu schwach, zu schwach sogar, den wöchentlichen Sack mit Essen zur Zigeunerin Ramina zu tragen, die oben auf dem Hügel sitzt und auf ihn wartet und ihm Geschichten erzählt. Nein, das macht Jakob schon, aber wenn der Knabe versagt, schlägt er ihn, prügelt er ihn, tritt er ihn… Jacob erduldet dies, seine Stärke ist das Ertragen dieser Qual des Vaters. Die Mutter kann nicht helfen, sie ist nur noch ein schwaches Abbild der Frau, die vor ein paar Jahren aus Amerika zurückkam, beten, ja, im Staub vor dem Kreuz liegend, das macht sie, aber helfen kann sie ihrem Sohn sowenig wie sich selbst.
Es gibt Rumänen und andere Ausländer im Dorf, aber sie werden von den “Schwaben” gering geachtet und ignoriert. Ihre Situation bessert sich wahrlich nicht, als sich die Zeitläufte ändern. Der Gröfaz erschallt durch die Rundfunkempfänger und schwört alle Deutschen auf die glorreichen Zeiten ein. Sie beginnen spätestens, als man den ewigen Provokationen der Polen nicht mehr tatenlos zusehen kann und zurückschießt…. Nur Jakob, der sowieso als Dahergelaufener nicht richtig zum Dorf gehört und sich dort auch nie Freunde machte, misstraut der Kriegs- und Kampflüsternheit der anderen, er sieht sich als Bauer, nicht als Soldat. Es nutzt nichts, der Krieg kommt, er springt aus dem Volksempfänger in das Dorf, in das Banat… die Zigeuner werden an den Bug deportiert, um dort zu verrecken, Ramina gelingt es vorher aber noch, ihren Sohn Sarelo, der mit seinen blonden Haaren so garnicht nach Zigeuner aussieht, bei den Obertins unterzubringen, viel, viel Gold gibt sie dafür [6]…. Männer des Dorfes ziehen in den Krieg und kehren als Tote zurück, Bomben fallen und Jacob versteckt sich bei den Toten unter dem Schnee und wartet… sein Vater schließlich ruft ihn aus dem Versteck, er verrät ihn, seine 30 Silberlinge heißen Sarelo. Mit vielen anderen wird Jacob in einen Zug gesperrt und durch die eisige Landschaft gekarrt, er kann aber fliehen, findet Aufnahme bei einem Popen und kehrt nach Jahren in der Gesellschaft von Skeletten und Knochen zurück in sein Dorf, in dem jetzt die Schwaben in den Gesindehäusern hausen müssen. So trifft er auch seine Eltern wieder und angesichts seines alt gewordenen, nicht mehr Furcht erregenden Vaters verfliegen alle Rachegefühle beim Sohn…
Im Dorf sehen die Schwaben jetzt, nach dem Krieg, keine Zukunft mehr für sich, im Gegenteil sie müssen fürchten, was auf sie zukommen wird. So werden Pläne geschmiedet, wieder zurück zu gehen, dahin, wo ihre Altvorderen vor fast 200 Jahren losgezogen sind, um das Banat zu beackern [5]. Und ein letztes mal vergreift sich Jakob an Jacob und zerstört dessen Zukunft… In gewissem Sinne sind diess Menschen nie angekommen im Banat, sie haben ihre Heimat, die sie verlassen haben, im Herzen, in der Sprache mitgenommen in das fremde Land. Und so wie das Land sie als die “Schwaben” bezeichnete und auch ausgrenzte von anderen, blieben sie auch die “Schwaben” mit dem Gefühl, was besseres zu sein als die anderen, die Serben und die Rumänen, die dort unter ihnen aber doch getrennt von ihnen lebten. So war es folgerichtig, daß sie dem Geschrei des Gröfaz folgten, freudig folgten sie ihm und sie gingen folgerichtig mit ihm unter.
In diese “aktuelle” Geschichte der Familie Obertin, die zeitlich rund um den Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, flicht Florescu auch einen Rückblick auf die Geschichte der Familie ein. Fast schon mythisch beginnt er mit Caspar, einem Söldner, der sich im Dreissigjährigen Krieg, des Kämpfens müde geworden, von seiner Truppe entfernt, um in seine Heimat zurück zu kehren und zu sehen, ob der Hof der Familie noch existiert. Noch hat Caspar, der das Kriegshandwerk beherrscht, gut beherrscht, der grausam wüten konnte ohne Gewissensbisse, keinen Nachnamen. Den “erwirbt” er erst, nachdem er sich auf seinem alten Elternhof angekommen wähnt und er die Familie, die jetzt dort wohnt, getötet hat. Nur die Tochter läßt er leben, ihren Namen, Aubertin, nimmt er an. In den zwei Jahrzehnten, bevor er schließlich durch ihre Hand stirbt, hinterläßt er Nachkommen, die diesen Namen weitertragen.
Einer von ihnen ist viele Jahre später Frederic, ein häßlicher, allein lebender, aber gesunder Mann, der sein Brot mit der Jagd auf Zigeuner verdient. Als ihm zu Ohren kommt, daß dort, weit, weit weg, in einer fernen Gegend, Siedler gesucht werden, die dieses Land urbar machen, reizt ihn das. Was hat er hier schon zu verlieren? Und so macht er sich aus Lothringen auf nach Ulm, wo
Schiffe vollgestopft werden mit Mensch und Vieh, mit Habseligkeiten und Hoffnungen….. Die Fahrt die Donau hinab ist gefährlich und schließlich wird der entschlussfreudige und zupackende Frederic, der mittlerweile eine Frau gefunden hat, zum Anführer der Gruppe und bei einer der vielen Kontrollen wird aus Frederic Aubertin Frederick Obertin…. Das ist der Anfang des Ortes Triebswetter, in dem der Name Obertin, auch nachdem die Familie im Lauf der Zeit nichts besonderes mehr darstellt, immer einen besonderen Klang hat.
Das alles ist gefällig und gut lesbar geschrieben, mit kraftvollen Strichen gemalte Bilder, trotzdem habe ich lange gebraucht, bis ich einen Bezug zum Buch bekommen habe. Liegt es daran, daß der Geschichte eine positive Figur fehlt? Der Vater, Jakob, ist in seinen Handlungen brutal, rücksichtslos, einzig auf seinen Vorteil bedacht. Das Wort “Altruismus” kennt er nicht, und wenn er es kennen würde, würde er es verlachen. Menschlich wird er eigentlich nur, wenn er in langen Nächten Uhren und Kameras auseinandernimmt und wieder zusammensetzt. Obwohl uns Florescu die Deutung nahelegt, Jakob sei so etwas wie ein Teufel, schließlich ist er mit Sturm, Blitz und Donner als Gesellen in Triebswetter erschienen und im Sturm wohnt bekanntlich der Teufel, fällt es mir dennoch schwer, ihn “böse” zu nennen, denn ich sehe bei ihm nicht die Absicht, andere zu verletzen, ihnen zu schaden [7]. Aus der Sicht der damaligen Zeit in diesem harten und widerwilligen Land ist sein Verhalten wahrscheinlich keine Seltenheit, höchstens die Konsequenz, mit der er seine eigenen Ziele verfolgt, mag abstoßen.
Als sein Sohn Jacob nach einigen Jahren wieder zurück in das Dorf kommt, ist aus seinem so übermächtigen Vater ein alter, gebeugter Mann geworden. Leider verrät Florescu nicht, warum dies so ist nach wenigen Jahren. Mich hat es erstaunt, daß ein so kräftiger und harter Mann sich so verändern kann… Natürlich, sie leiden jetzt Hunger, wohnen im Gesindehaus, aber das kann eigentlich nicht der Grund sein für diesen Verfall… Ungewohnte Milde und Einsicht scheinen bei Jakob eingezogen zu sein…
Die Mutter Elsa, die einst die enge Grenze des Dorfes überwunden hat und nach Amerika ging, ist im gesamten Roman eine blasse und farblose Figur ohne eigenen Charakter. Was hat sie in Amerika erlebt? Florescu begnügt sich mit dem Hinweis darauf, daß sie darüber nie geredet hat… sie wird unter Jakob und bei Florescu zu dem Menschen, der in einzigartiger Weise leblos wie eine Puppe dastehen kann, so sehr sie in der Jugend die Grenze überschritten hat, so sehr hat sie sich jetzt zurückgezogen. Überhaupt ist dies ein “Männerroman”, die Frauen spielen kaum ein Rolle, sind schwach und gefügig oder treten nur als Randfiguren in Erscheinung. Ramina, die Zigeunerin, könnte als Ausnahme gelten, sie aber quillt mit zunehmender Leibesfülle heraus aus der Frauenrolle und übernimmt den Part eines Sehnsuchtshafens, in dem der aus der Kälte kommende Jacob Wärme und Geborgenheit tanken kann, an einem Leib, mit dem er sich wahrhaftig einhüllen kann.
Und Jacob? Auch er erregte bei mir eher Mitleid als daß ich ihn mochte. Selbst schwächlich, einen strengen und brutalen Vater, eine leblose, in sich zurückgezogene Mutter (beide zur Liebe unfähig), klammert er sich allwöchentlich einmal an die wärmende und (zeitweise) schutzbietende Fleischmasse seiner Geburtshelferin Ramina. Ihre Geschichten entführen ihn in ein Land jenseits der Trübnis seiner Kindheit, ihr Körper umfängt und schützt ihn, wenn er sich an sie drückt… ein magerer Ersatz für die fehlende elterliche Liebe und Zuneigung. Einzig der Großvater gibt ihm so etwas wie ein Gefühl der Geborgenheit, aber auch er kommt gegen den starken Jakob nicht an.
Nach seiner Deportation und Flucht reift Jacob, aus dem Schwächling wird im Lauf der Jahre ein kräftiger junger Mann, in dem sogar ein Funke Obertin wach wird: Der Wille, für sein Eigentum zu kämpfen. Doch der bricht schnell wieder zusammen angesichts der realen Verhältnisse, in die sich zu schicken Jacob wenig Probleme hat. In diesem Teil der Geschichte werden die Personen dichter gezeichnet, menschlicher. Der heruntergekommene Vater, den er früher gehasst, gefürchtet und bewundert hat – nein, kein Mensch mehr, an dem man Rache mehr üben könnte, in manchen Momenten sogar keimt das Gefühl, ihn vielleicht sogar lieben zu können…. ein wenig zumindest.
Das Buch endet mit einem letzten Verrat, noch einmal blitzt der eigensüchtige, mag sein, dann letztlich doch böse Charakter seines Vater durch: Während eine Vielzahl von Schwaben zurückgehen ins Land ihrer Vorväter [5], kann Jacob diesen Zug nicht begleiten. Auf ihn und seinen Vater wartet 1951 eine andere Reise… [4]
Links und Anmerkungen
[1] homepage von triebswetter
[2] Geschichte der Banater Schwaben: Wiki-Artikel, diesem ist auch das Bild des Bootes, einer “Ulmer Schachtel”, entnommen
[3] zum Schicksal der Banater Schwaben nach dem 2. Weltkrieg: www.banat.de
[4] Vertreibung/Deportation in die Bărăgan-Steppe: Wiki-Artikel
[5] Zur Ansiedlung Banater Schwaben in Frankreich: Wiki-Artikel
[6] Eine Situation wundert mich insofern, als daß jeder im Dorf Salero kannte, keiner Jakob leiden konnte und es eigentlich genügend Denunzianten hätte geben müssen, diesen Deal zu verraten.
[7] Ich merke, daß mein Verständnis vom Begriff “böse” voll und ganz durch drei Bücher geprägt ist: durch Kevin, die 19 Minuten und durch das fünfte Kind. Oder gilt doch der Satz: Böse ist, wer böses tut?
Catalin Dorian Florescu
Jacob beschließt zu lieben
Beck, HC, 402 S., 2011






2. März 2012 at 3:54 nachmittags
Der Roman: “Jacob beschließt zu lieben”
von Catalin Dorian Florescu:
Das ist kein Geschichtsroman der Banater Schwaben, das ist kein Familienepos der Triebswetterer Familie Obertin, das ist eine Kriminalisierung unserer Ahnen und Vorfahren aus Lothringen,
das ist eine Identitätsverfälschung der Banater Schwaben, das ist eine Schmähschrift gegen die Triebswetterer im Besonderen und Banater Schwaben im Allgemeinen!
Jakob (mit k, die deutsche Schreibweise) ist der Böse und Üble
und Jacob (mit c, die rumänische Schreibweise) ist der Liebe und
Gute, sagt in meinen Augen alles aus. Der Autor spielt mit Identitäten, die er mit “einem” Buchstaben verändern kann (siehe Thüringer Allgemeine).
4. März 2012 at 5:51 vormittags
Ich bin nicht gänzlich überrascht von Ihrem Kommentar, da ich die Diskussion um Florescu und seine Darstellung der Banater Schwaben bereits kannte. Es ist immer eine heikle Sache, werden historische Ereignisse und vor allem historische Namen kaum oder garnicht verfremdet, so daß persönliche Bezüge zu bestimmten Menschen/Familien/Orten kaum vermieden werden können.
Für den Interessierten verweise ich hier noch einmal auf eine ausführliche Diskussion des Themas, ohne daß ich mir persönlich eine Meinung davon zu eigen mache:
http://www.banatblog.eu/florescu-florescu-und-kein-ende/comment-page-1#comment-14085
4. März 2012 at 2:37 nachmittags
Auf dem Banat-Blog kann es nicht um eine ausführliche Diskussion gehen, denn da nehmen Personen teil, die nicht zu den Banater Schwaben gehören- erst recht nicht zu den Triebswetterern- und daher weder die geschichtlichen Hintergründe noch die Identitätsmerkmale dieser kennen. Niemand kennt das Familienbuch der Triebswetterer, aus welchem der Autor die real existierenden Namen und die Kurzgeschichten, die ausnahmslos ins “negative aufpoliert” wurden, entnommen hat. Warum wird hier in den Links und Anmerkungen nicht die richtige Internetadresse der Triebswetterer angegeben? Die literarischen Fähigkeiten des Autors interessieren mich im Anbetracht der unwürdigen Beschreibung unserer Vorfahren und der Verfälschung unserer Identität nicht mehr.
Wieso kann Florescu das Dorf Triebswetter beschreiben, wenn er nur drei Stunden dort war, von Jakob Oberten- dem Bruder meines ehemaligen Nachbarn- das Familienbuch erhalten hat, auf dem Friedhof war, dort die Damas-Gruft gefudnen hat und anschließend das Zigenerviertel besuchte. Sein Hauptheld “Jakob ohne Name” ist allem Anschein nach ein Zigeuner (nicht zu vergleichen mit jenen, die Alexandra besingt), der vermutlich gar nicht polizeilich registriert war, was wohl in der Gegend, wo sich “Zaira” abspielt, normal war. Auf dem Banat-Blog hat kaum einer bemerkt, dass das “Maisbreiessen” und die Verwendung von “Strohdecken” nur ein Hinweis darauf sein sollte, dass die beschriebenen Personen aus dem Roman gar keine Triebswetterer oder Banater Schwaben sind.
Abschließend würde ich die Diskussion auf dem Banat-Blog als “Nichts wissen aber große Klappe haben”, charakterisieren. Dasselbe gilt für manche Medien, die die Diskriminierung eines Dorfes noch bejubeln, obwohl sie sich ausreichend informieren könnten. Einseitige Berichterstattung bedeutet Volksverdummung. Und wenn unsere Hinweise auf die “Unzulänglichkeiten” des Romans bei manchen Medien keinen Erfolg (oder dass manche unserer negativen Kommentare gestrichen werden) bringen, dann erinnert mich das an diese “menschenunwürdigen Regierungen”, wo Pressefreiheit nur ein Traum war. Freie Meinungsäußerung gilt auch nur für Florescu in seinen angeblich “fiktiven” Roman. Lesen Sie weiter unter: http://www.hog-triebswetter.de/Roman.htm.
Als Triebswetterer glaube ich, dass uns niemand etwas über diesen Roman vorhalten kann oder dass wir unsere Meinung ändern sollen.