Bücherleben: KuB
Ich führe diesen Blog ja bis dato recht autistisch, die Besucherzahlen zeigen es, genauso wie meine nicht getätigten Besuche in anderen Blogs. Die Beiträge hier tagge ich zwar hochtrabend mit “Rezensionen”, aber im Grunde sind es nur Notizen für mich, wenn ich mich später mal an die Bücher erinnern will. Gestern bin ich dann aber doch mal in einem anderen Blog gelandet, habe dort gelernt, was ein “SuB” ist und mir überlegt: “warum eigentlich nicht?”
Warum eigentlich nicht ein wenig auch anderes schreiben über mein(e) Bücherlust, Bücherlesen, Bücherleben….?
Bei mir zum Beispiel ist der SuB eine KuB, eine “Kiste ungelesener Bücher”. Sie ist mal mehr, mal weniger voll, in der letzten Zeit habe ich auch ganz gut geabeitet und das Kistchen ist relativ leer geworden. Einige der Bücher, die dort drin liegen, sind sozusagen schon Stammkunden, ich gebe zu, die Wahrscheinlichkeit, daß sie dort herauskommen und ihren Platz im Regal finden, ist nicht sooo fürchterlich groß. Trotzdem sind sie mir lieb, ich nehm sie manchmal in die Hand, wiege sie, streiche über ihren Einband und entschuldige mich… Schließlich.. es stecken dort Gedanken eines Menschen drin, viel Arbeit und Mühe, die ich durch mein Nicht-Lesen ja nicht anerkenne, eine kleine Entschuldigung ist das mindeste, finde ich.
Andererseits - ich pflege meine KuB: gerade heute habe ich wieder für Nachwuchs gesorgt und bei meiner Buchhandlung “Liebesbrand” (Zaimoglu) und “Zähne und Klauen” (T.C.Boyle) bestellt. Beide nach den Kritiken der Literaturbeilage der ZEIT (März 200
ausgesucht. Morgen werde ich sie abholen, bin sehr gespannt. Auch, ob es sich bei beiden um durchlaufende Posten handelt, oder ob Stammkunden draus werden, in meiner KuB….

KuB, auch ein schöner Begriff für ungelesene Bücher. Meine Bücher, geliebt und ungeliebt, sind allerdings immer Stammkunden bei mir - ich kann mich so schlecht trennen!
Von Büchern trennen: welch ein Gedanke!
Mir fällt schon das Verleihen schwer, der Gedanke, in welchem Zustand ich das Büchlein eventuell zurückbekommen könnte…allein die Möglichkeit, daß es Schaden nimmt in der Fremde… *schluck* .. nein, nur an ganz vertrauenswürdige Personen. Eventuell.
Ich bedaure noch heute den Verlust einiger Bücher, die ich Jugendzeiten besaß und die irgendwann abhanden gekommen sind, den Robinson Crusoe, Schwabs Sagen des Klassischen Alterums, die Deutschen Heldensagen… Über 40 Jahre her und noch nicht vergessen..
Ich weine auch vielen verschwundenen Kinderbüchern nach. Ich habe dann mal eine ganze Zeit lang bei Ebay systematisch nach ihnen geforscht und tatsächlich einige für mich ersteigert, z.B. Lassie oder Fury. Was ich bisher nicht gefunden habe ist ein Hundebuch, in dem ein “Sello” drin vorkam, und eine Indianergeschichte mit einem gewissen “Weißfeder”. Die würde ich liebend gerne mal wieder lesen, aber es ist - genau wie bei flattersatz - circa 40 Jahre her.